Die Theorie der Schulorganisation und ihre Merkmale

4. Januar 2020
Um zu verstehen, wie die Schule funktioniert, solltest du die Theorie der Schulorganisation verstehen. In diesem Artikel werden wir ihre wichtigsten Merkmale erläutern.

Zuerst werden wir dir erklären, was wir grundsätzlich unter Organisation verstehen. Anschließend werden wir genauer darauf eingehen, was die Theorie der Schulorganisation beinhaltet und dir ihre wichtigsten Merkmale erläutern.

Was bedeutet Organisation?

Merriam-Webster definiert Organisation als „den Akt oder Prozess des Organisierens oder der Organisiertheit“.

Eine Organisation ist eine Gruppe von Menschen, die sich aus einem bestimmten Grund zusammenfinden. Darüber hinaus verfolgen diese Personen auch eine gemeinsame Zielsetzung. Sie kommunizieren miteinander und führen sowohl individuelle als auch gemeinsame Aktivitäten durch.

Außerdem sind einige Organisationen eher spontan, während andere einen formelleren Charakter haben. Das bedeutet, dass einige Organisationen explizit und formell sind und andere weniger formell mit klar definierten Zielen.

Die Schulen bilden eine Struktur, in der festgelegte Ziele durch konkrete Aktivitäten und Maßnahmen nach vorab definierten Verfahren durchgeführt werden.

Die Theorie der Schulorganisation

Wenn wir über die Theorie der Schulorganisation sprechen, dann beziehen wir uns dabei auf eine Bildungseinrichtung, eine formelle Organisation, mit einer klar definierten Struktur, in der bestimmte Aufgaben und Aktivitäten durchgeführt werden. Darüber hinaus gibt es viele verschiedene Ansätze, die die Schulen verfolgen können.

Schulorganisation - Dokument und Computer

Grundlegend geht es bei der Theorie der Schulorganisation darum, die Schulen, ihre Elemente und die internen Prozesse genauer zu untersuchen. Danach können die Schulen dann entscheiden, wie sie diese Erkenntnisse für sich anwenden und umsetzen können.

Merkmale der Theorie der Schulorganisation

Es gibt viele unterschiedliche Arten der Schulorganisation. Dennoch basieren alle Organisationsformen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Darüber hinaus fließen auch viele Erkenntnisse und Theorien aus der Wirtschaft ein. Anschließend werden all diese Informationen auf die Schulorganisation angewendet.

Daher basiert die Theorie der Schulorganisation darauf, dass Schulen ein Ort zum Lernen sind. Es geht darum, herauszufinden, wie die einzelnen Teile einer Schule zusammenarbeiten sollten.

Allerdings beschäftigt sich diese Theorie nicht nur mit der Organisation an sich. Darüber hinaus untersucht sie auch, wie diese Organisation sich verbessern und dadurch besser funktionieren kann.

Die Schule setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen: Es gibt menschliche und materielle Ressourcen, die Schulverwaltung und den Gesetzgeber.

Außerdem gibt es verschiedene Theorien über die Schulorganisation. Je nachdem, wo der jeweilige Schwerpunkt liegt, werden manche Aspekte mehr oder weniger stark berücksichtigt.

Verschiedene Theorien der Schulorganisation

Existenzielle Theorien

Diese Theorien setzen bei der Beantwortung der Frage an, ob eine Schulorganisation existiert oder nicht.

  • Keine Organisation. Hierbei wird die Idee verfolgt, dass es innerhalb der Schule keine Regeln geben sollte. Daher arbeiten und reagieren diese schulischen Einrichtungen spontan.
  • Flexible Organisation. Diese Organisationsform strebt ein Gleichgewicht zwischen Regeln und Spaß an.
  • Formelle Organisation. Diese Schulen sind davon überzeugt, dass Regeln und Autoritäten für einen funktionierenden Schulbetrieb von entscheidender Bedeutung sind.

Klassische Theorien

In diesen Theorien geht man von der Annahme aus, dass Schulen mechanische Strukturen und die Menschen darin abstrakte Teilstücke sind. Der Prozess erfolgt dann durch das Zusammenwirken dieser Teilstücke in der mechanischen Struktur.

  • Theorie der physiologischen Organisation. Diese Theorie basiert auf dem tayloristischen Modell der Arbeitsteilung und Effektivität. Daher sind die Vertreter dieser Theorie auch davon überzeugt, dass die Schule erfolgreich und produktiv sein wird.
  • Die Theorie der Abteilungsbildung. Sie lehnt sich an die Methode „teile und herrsche“ an. Dabei werden Aufgaben entsprechend der Fähigkeiten der Menschen aufgeteilt.

Neue Theorien der Schulorganisation

Darüber hinaus gibt es neuere Theorien der Schulorganisation, die sich mehr auf Menschen und ihre Gefühle konzentrieren. Daher werden Überlegungen darüber angestellt, wie sich jeder Mensch während der Arbeit und seiner Aktivitäten fühlt.

Schulorganisation - Schüler in Bibliothek

  • Das Gouldner Modell. Wenn es allgemein gültige Regeln gibt, dann treten weniger Probleme auf. Außerdem sind diese Regeln unpersönlich.
  • Deutungstheorie. In dieser Theorie geht es um die Wichtigkeit der subjektiven Werte und Überzeugungen.
  • Politische Theorie. Diese Theorie besagt, dass Organisationen durch die politischen Gruppen und Überzeugungen eines Individuums definiert werden.

Abschließende Gedanken

Abschließend möchten wir betonen, dass in die Theorie der Schulorganisation die wichtigsten und plausibelsten Elemente dieser unterschiedlichen Ansätze einfließen sollten. Dadurch können wir die Schule in all ihrer Komplexität besser verstehen.

Wie dies bereits in den Theorien vorgeschlagen wurde, sollten die Schulen den Menschen immer als ein grundlegendes und zentrales Element betrachten.