Kinder spät ins Bett bringen hat Konsequenzen!

· 17. März 2018
"Geh schlafen, sonst wächst du nicht mehr!" Das ist wohl einer der meist verwendeten Sätze, mit denen Eltern versuchen ihre Kinder ins Bett zu kriegen.  Doch was sagt die Psychologie zu den Konsequenzen die es haben kann, wenn Eltern die Kinder spät ins Bett bringen?

Wir geben dir Aufschluss über die überraschenden Ergebnisse der Wissenschaft zum Thema Schlaf. Diese zeigen, dass, wenn wir Kinder spät ins Bett bringen, sie anfälliger sind für diverse Entwicklungsstörungen. Das ist zweifelsohne eine kontroverse These, aber schauen wir uns doch genauer an, was die Untersuchungen sagen.

Kinder spät ins Bett bringen – die wissenschaftliche Sicht

Bist du eine von den Müttern, die ihre Kinder spät ins Bett bringen? Vielleicht ist es ja so, dass, obwohl du dich bemühst sie früh zu Bett zu bringen und eine strikte Routine führst, sie trotzdem nicht schlafen wollen? Sollte das der Fall sein, dann ist es überaus wahrscheinlich, dass der typische Morgen bei euch voller Ächzen und Stöhnen ist.

Eine neue und umstrittene Studie hierzu deutet darauf hin, dass ein frühes Zubettgehen einen enormen Unterschied in Bezug auf Wachstum und Entwicklung macht. Das sind Ergebnisse, zu denen der renommierte Kinderpsychologe Dr. José Ferreira Belisario kommt.

Demnach haben Veränderungen in unseren Gewohnheiten und unserem Lebensstil direkten Einfluss auf die Zukunft unserer Kinder. Sie können tatsächlich zu Problemen wie Konzentrationsschwäche, Angstzuständen und anderen Störungen führen.

Heute ist es nicht immer üblich, Kinder um 10 Uhr abends ins Bett zu bringen. Was sich dabei herauskristallisiert ist laut der Studie von Dr. Belisario, dass Familien als Folge dessen immer öfter beim Arzt sitzen.

Kinder spät ins Bett bringen träumen

Ist es möglich, diese Gewohnheiten zu ändern?

Es gibt Schlafmuster die wir beeinflussen können. Aber es ist wichtig, dass wir verstehen, dass dies nicht weniger erfordert, als die Gewohnheiten der ganzen Familie umzukrempeln. Wenn der Rest der Familie noch auf und aktiv ist, dann sträuben sich die Kleinen natürlich viel eher ins Bett zu gehen. Aus diesem Grund empfehlen Spezialisten mit der Vorbereitung auf das Schlafen zu beginnen, indem die Lichter im Haus ausgeschaltet werden.

Es gibt noch einen weiteren Tipp des Doktors: Zuhause oder mindestens im Schlafzimmer sollte weißes Licht vermieden werden. Stattdessen sollte gelbes Licht zum Tragen kommen, denn das ist wärmer , entspannt uns und hilft so beim Einschlafen.

Laut Dr. Belisario ist es auch keine gute Idee, elektronische Geräte angeschaltet zu lassen. Seiner Meinung nach sind das die eigentlichen Schlafräuber, die uns dazu noch mitten in der Nacht aufwecken.

 Kinder spät ins Bett bringen ist nicht gut für den Schlaf

Was ist falsch daran, Kinder spät ins Bett zu bringen?

Mehrere wissenschaftliche Studien nennen den selben einfachen Grund dafür, die Kinder nicht spät ins Bett zu bringen. Bei den meisten Menschen findet die Ausschüttung der Wachstumshormone um 00:30 nachts statt. Aber nur in der vierten Schlafphase. 

Das bedeutet wenn dein Kind erst um 10, 11 oder noch später ins Bett geht, haben die Hormone viel weniger Zeit, zu wirken. Das hat negative Auswirkungen auf das Wachstum.

Innerhalb der Studie haben Wissenschaftler einen Vergleich angestellt. Sie haben die Gehirne von Kindern, die früh zu Bett gehen mit denen von Kindern verglichen, die später schlafen. Beide haben dann einen Mathematik-Test gemacht. Die erste Gruppe hat ihn gut absolviert, während die zweite Gruppe nur einen kleinen Teil davon gut gemeistert hat.

Deshalb nimmt man an, dass Kinder, die weniger oder schlecht schlafen, weniger von dem behalten, was sie gelernt haben, als die, die besser ausgeschlafen sind. Darüber hinaus, so die Studie, haben Kinder, die ausreichend schlafen, eine geringere Wahrscheinlichkeit, später als Erwachsene an Alzheimer  zu erkranken.

Doch der renommierte Kinderpsychologe betont, dass das Risiko dieser Krankheit verringert bzw. verzögert werden kann. Schlaf und Bewegung nehmen hier zentrale Rollen ein. „Je mehr, desto besser„, so der Arzt. Dabei sollen die Eltern dafür sorgen, dass die Kinder so früh wie möglich mit einer Sportart beginnen.

Sicherlich ist das eine Studie, die für Wirbel sorgen wird. Das Thema muss diskutiert werden und wie immer gehen die Meinungen auseinander. Wir bei Ich bin Mutter wollen wissen: Was sagst du zu den Erkenntnissen der Studie?