Warum ausreichend Schlaf so wichtig für Teenager ist

28. September 2019
Ausreichend Schlaf ist für Teenager von grundlegender Bedeutung für ihre Entwicklung. Im Folgenden erläutern wir dir, was für Folgen zu wenig Nachtruhe in dieser Lebensphase haben kann.

Schlafen ist etwas, das alle Menschen jeden Tag ganz automatisch tun. Und es ist etwas überaus Wichtiges. Denn nur so kann man seinen Geist und Körper regenerieren. Das gilt für jeden von uns. Aber vor allem ist ausreichend Schlaf für diejenigen Personen von grundlegender Bedeutung, die sich noch in der Entwicklung befinden: Genau, für Teenager. Deshalb findest du im folgenden Artikel mehr Informationen zu den Folgen von Schlafmangel bei Jugendlichen.

Gerade in dieser Entwicklungsphase machen die jungen Menschen verschiedene körperliche, psychische, emotionale und soziale Veränderungen durch, die sich auch auf die Qualität der Nachtruhe auswirken können.

Warum schlafen Teenager oft schlecht?

Beim Schlafen wechseln sich zwei Arten von Schlaf die ganze Nacht über ab:

  • Der NREM-Schlaf (oder auch Non-REM-Schlaf): Er ist in drei Schlafstadien eingeteilt. Diese gehen vom Übergang zwischen Wachen und Schlafen über Leichtschlafphasen bis zu Tiefschlafphasen. In diesen verlangsamen sich die Gehirnwellen nach und nach.
  • Der REM-Schlaf (REM, vom Englischen Rapid Eye Movement): Dieses Schlafstadium nennt man auch paradoxen Schlaf oder schnelle Augenbewegungen. Denn diese Schlaf­phase ist unter anderem durch schnelle Augenbewegungen bei geschlossenen Lidern gekennzeichnet.

Dabei scheint das Stadium des Tiefschlafs, in dem die Gehirnwellen sich verlangsamen, die wichtigste Phase zu sein. Denn sie hat die grundlegende Funktion, den Gehirnstoffwechsel zu verringern. Dadurch wird dem Gehirn die Möglichkeit gegeben, auszuruhen und sich zu erholen. Darüber hinaus nimmt man an, dass der REM-Schlaf mit der Gehirnentwicklung und dem Lernen zusammenhängt.

Teenager mit Handy im Bett

Teenager haben oft unter Veränderungen und Beeinträchtigungen dieser Schlafphasen zu leiden. Die Ursachen dafür liegen häufig bei schlechter Schlafhygiene. Und auch die heutigen gesellschaftlichen und sozialen Anforderungen, denen junge SchülerInnen ausgesetzt sind, tragen zu einer weniger guten Nachtruhe bei.

Richtige Schlafhygiene für Teenager

Eine gute Schlafhygiene beinhaltet die Einhaltung einer Reihe von Verhaltensweisen. Dies ist notwendig, damit der Körper sowohl während der Nachtruhe als auch während der Wachphase tagsüber normal funktionieren kann. Mögliche Gründe dafür, warum Teenager oft schlecht schlafen, können folgende sein:

  • Häufig haben Jugendliche ungesunde Essgewohnheiten, besonders abends oder nachts.
  • Auch sportliche Betätigung vor dem Schlafengehen kann die gesunde Nachtruhe stören.
  • Ebenso der Konsum bestimmter Substanzen wie Kaffee und Energy Drinks. Zudem Tabak, Alkohol oder andere Drogen.
  • Oft sehen Teenager bis spät in die Nacht Serien oder Filme.
  • Genauso passiert auch dies: Sie benutzen ihr Handy noch, bevor sie einschlafen.
  • Außerdem spielen Teenager auch gern nachts Videospiele.

«Die Übergangsphase von der Kindheit zum Erwachsenenalter sollte die Entwicklung eines reifen, verantwortungsbewussten und gut vorbereiteten Erwachsenen ermöglichen. Dies erfordert die Einhaltung von gesunden Verhaltensweisen. Und diese sollten in einen dauerhaften Lebensstil übergehen. Auch Ernährungsgewohnheiten und körperliche Bewegung sind zwei grundlegende Säulen dafür. Ebenso ermöglicht nur gesunder und ausreichender Schlaf uns das Genießen von mehreren Stunden gesunden Wachseins. Wir sind nicht gesund, wenn unser Schlaf nicht gesund ist. Die Lehre dieser dritten Säule der Gesundheit fehlt jedoch in der Regel oder ist minimal“.

– William Charles Dement –

Gesellschaftliche und soziale Anforderungen an heutige Teenager

Die heutige Gesellschaft stellt hohe Anforderungen. Daher erscheint es durchaus möglich, dass schulische und soziale Anforderungen den Schlaf von Jugendlichen beeinflussen. Denn viele Teenager haben zahlreiche verschiedene außerschulische Aktivitäten. Oder sie treffen sich am Nachmittag mit ihren Freunden. Dadurch haben sie tagsüber nicht viel Zeit. Und können also ihren schulischen Verpflichtungen nicht angemessen nachkommen.

Tatsächlich verlegen viele junge SchülerInnen die Erledigung ihrer Hausaufgaben auf den späten Abend. Ebenso lernen sie oft bis spät in die Nacht hinein auf Prüfungen. Aber dadurch, dass sie zu wenig schlafen, erreichen sie leider auch nur schlechte Noten. Denn die Teenager benötigen einfach eine optimale Schlafqualität. Nur so können sie Informationen angemessen aufnehmen und verarbeiten und nur so wird folglich der Lernprozess möglich.

Teenager spielt Videogame

Die Folgen von schlechter Nachtruhe für Jugendliche

Während des Schuljahres müssen Teenager täglich mehrere Stunden das mehrstündige Pensum ihres Schultags absolvieren. Ihre Leistungen hängen dabei auch davon ab, ob sie gut geschlafen haben oder nicht. Falls sie zu wenig gesunde Nachtruhe haben, kann dass zu verschiedenen schädlichen Folgen führen, wie z.B.

  • Schwierigkeiten, den Erläuterungen der Lehrkräfte zu folgen
  • Konzentrationsprobleme beim Erledigen der Hausaufgaben
  • Müdigkeit und Erschöpfung während des Tages
  • Gedächtnisverlust
  • Schwierigkeiten, sich Notizen zu machen, ohne dabei abgelenkt zu werden
  • Soziale und gesellschaftliche Probleme
  • Geringe schulische Leistungen oder Schulversagen
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Reduzierte Motivation sowie weniger Energie
  • Schwierigkeiten bei der Lösung von Problemen sowie bei Entscheidungsfindungen

Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: Schlechter Schlaf verhindert das reibungslose Funktionieren von Körper und Geist. Dadurch kann es zu Störungen im kognitiven Bereich kommen. Ebenso bei der Motorik. Außerdem hat schlechter Schlaf Auswirkungen auf die Stimmung der Betroffenen. All dies kann sich auf das tägliche Leben auswirken. Daher ist also eins notwendig: Versuchen, die Probleme von Schlafmangel in der Pubertät zu lösen. Denn im Erwachsenenalter können sich diese sonst sogar noch verschlimmern.

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