Warum ist es besser, keine Feuchttücher zu benutzen?

Die Chemikalien, die in den kosmetischen Produkten enthalten sind, haben besorgniserregende negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes. Ein Beispiel ist Phenoxyethanol, ein organisches bakterizides Mittel. Man findet es häufig in Lotionen, Cremes, Parfüms und anderen Hygieneprodukten, die für Kinder verwendet werden.
Warum ist es besser, keine Feuchttücher zu benutzen?

Geschrieben von Zuleyvic Adriana Cuicas

Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2022

Feuchttücher sind bei vielen Müttern sehr beliebt, denn sie benutzen sie nicht nur, um den Po ihres Babys abzuwischen. Sie sind auch beliebt, um das Gesicht und die Hände zu reinigen, wenn sie mal unterwegs sind.

Dieses kosmetische Produkt ist für viele Mütter heutzutage unentbehrlich. Das Problem ist jedoch, dass es die Haut des Babys schädigen kann, da seine Bestandteile Phenoxyethanol enthalten. Dies ist eine Chemikalie, die man mit Dermatitis in Verbindung bringt.

Die genannte Substanz ruft bei vielen Babys eine allergische Reaktion hervor. Außerdem ist die Wirkung nicht nur auf der Haut zu sehen, sondern kann auch die Atemwege des Kindes reizen.

Des Weiteren haben einige Verbraucherorganisationen Phenoxyethanol als krebserregend eingestuft. Darüber hinaus kann diese Substanz die natürliche Immunreaktion deines Kindes hemmen.

Vor Kurzem wurde in der Zeitschrift Pediatrics eine Studie zum Gebrauch von Feuchttüchern auf der Haut von Babys veröffentlicht.

Dr. Mary WuChang, Professorin für Dermatologie an der University of Medicine von Connecticut in Farmintog, ist Co-Autorin dieser Studie. Die Studie beschäftigt sich mit den Auswirkungen, die dieses Produkt auf die Haut von Kinder hat.

Die Studie zeigt, welche Reaktionen die in den Feuchttüchern vorhandenen Chemikalien auslösen. Es wird das Auftreten von Flecken beschrieben. Diese führten zu Schuppen, Entzündungen der Haut, Blasen und kleinen Wunden im Mund der teilnehmenden Kinder führen.

Abgesehen von Phenoxyethanol zeigt die Studie, dass die meisten kosmetischen Produkte hohe Dosen an Methylisothiazolinon enthalten. Dies ist ein Konservierungsmittel, das allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Mutter wechselt Windel ihres Babys.

Feuchttücher verursachen schwere Hautausschläge

Sechs Kinder, die an der vom Dermatologen durchgeführten Studie teilgenommen haben, wiesen chronische Dermatitis im Perianalbereich und im Gesicht auf. Diese besserte sich weder durch die Anwendung von Antibiotika, noch durch topische und orale Kortikosteroide.

Ein achtjähriges Mädchen hatte sogar einen großen Ausschlag an Gesäß und Mund. Nach mehreren Tests wurde festgestellt, dass der schweren Hautausschlag durch Feuchttücher verursacht wurde. Die Mutter des Mädchens stellte die Benutzung sofort ein und die Hautausschläge heilten sofort ab.

“Das Konservierungsmittel ist verantwortlich für die Hautausschläge (…), aber das Wichtigste ist, dass die Ausschläge einige Tage nachdem die Benutzung der Feuchttücher durch die Eltern eingestellt wurde, verheilten. Es handelte sich dabei um Hautausschläge, die Monate oder Wochen auf der Haut der Kinder zu beobachten waren.” Dies erklärt die Dermatologin Mary WuChang.

Die Chemikalien, die in den kosmetischen Produkten enthalten sind, haben besorgniserregende negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes. Ein Beispiel ist Phenoxyethanol, ein organisches bakterizides Mittel. Man findet es häufig in Lotionen, Cremes, Parfüms und anderen Hygieneprodukten, die für Kinder verwendet werden.

Die Verwendung dieses Produkts ist in Ländern wie Japan verboten, da es die Entwicklung von Kindern unter 3 Jahren beeinträchtigen kann.

Das Lesen der Etiketten kann hilfreich sein.

Es ist am besten, sich die Etiketten der Produkte, mit denen du dein Baby reinigst, genau anzusehen. Verwende möglichst Produkte, die frei von Parabenen oder Phthalaten sind. Hierbei handelt es sich um chemische Bestandteile, die mit dem Auftreten von Krebs in Verbindung stehen.

Viele Produkte beinhalten auch Polyethylenglycol. Diese Chemikalie verwendet man als Lösungsmittel oder Emulgator. Die Verwendung kann die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen und deren Nervensystem schädigen.

Aufgrund seiner hohen Streufähigkeit sammelt sich Polyethylenglycol im Herzen, im Gehirn und in den Nieren an und führt zu langfristigen Schäden.

Es ist wichtig, sich den Auswirkungen dieser Produkte bewusst zu sein. So kannst du beim Einkauf darauf achten, alternative Produkte auszuwählen. Es empfiehlt sich, natürliche Alternativen zu suchen und weniger Chemikalien zu verwenden.

Mutter wechselt Windel mit Feuchttüchern.

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Alternativen zu Feuchttüchern

Es stimmt schon, dass Feuchttücher sehr praktisch sind. Insbesondere wenn du zum ersten Mal Mama oder Papa bist und noch nicht die notwendige Übung hast, die Windel deines unruhigen Babys zu wechseln.

Um die empfindliche Haut deines Babys schützend zu säubern, verwende am besten nur Wasser und neutrale Seife. Auf diese Weise vermeidest du, dass dein Baby der schädlichen Wirkung der Chemikalien, die in den Feuchttüchern enthalten sind, ausgesetzt wird.

Es gibt jedoch auch Marken die natürliche und umweltfreundliche Feuchttücher herstellen. Die Besonderheit dieser Art von Kosmetikprodukt ist, dass es biologisch abbaubar ist. Daher enthält es keine Chemikalien, die die Haut deines Babys schädigen.

Manche Eltern benutzen auch gerne ein einfaches Handtuch. Dadurch haben sie die komplette Kontrolle über die Produkte, die mit der Haut ihres Babys in Kontakt kommen. Außerdem sind Handtücher, genauso wie Stoffwindeln, ganz einfach zu waschen. Es gibt auch Eltern, die der Einfachheit halber nicht einmal Seife verwenden. Sie ziehen es vor, ihre Babys nur mit Wasser zu waschen.


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  • Zuleyvic Adriana Cuicas
  • Bacheor in sozialer Kommunikation an der Universität Fermín Toro (2001-2006). Zuleyvic Adriana Cuicas verfügt über 12 Jahre Erfahrung als Redakteurin. Fast zehn Jahre lang arbeitete sie in der venezolanischen Zeitung "El Informador". Sie war Sub Editor von "Barquisimeto", einer der wichtigsten Rubriken der Zeitung. Sie war für die Herausgabe von Texten und die Koordination der Redaktion mit acht Journalisten verantwortlich. Im Jahr 2017 schrieb sie zwei journalistische Berichte für die Website "La vida de nos". Derzeit arbeitet sie als Managerin sozialer Netzwerke. Sie hat ihren  eigenen Blog.

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