Krafttraining im Kindes- und Jugendalter: Verschiedene Mythen

Zum Thema Krafttraining im Kindes- und Jugendalter kursieren seit Jahren verschiedene Mythen. Hier erfährst du, was es damit auf sich hat.
Krafttraining im Kindes- und Jugendalter: Verschiedene Mythen

Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2022

Um das Krafttraining im Kindes- und Jugendalter ranken sich zahlreiche Mythen, vor allem wenn es um körperliche Kraftübungen geht. Aber das kann man den Menschen gar nicht vorwerfen, denn bis vor ein paar Jahren waren die Informationen zu diesem Thema sehr begrenzt.

Im Laufe der Zeit konnten Experten jedoch verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit dem Krafttraining im Kindes- und Jugendalter klären. Deshalb haben sich einige Aussagen von “unumstößlichen Wahrheiten” zu einfachen Volksmythen gewandelt.

Obwohl es inzwischen wissenschaftliche Untersuchungen gibt, die die Vorteile belegen, gibt es nach wie vor Gegner des Krafttrainings im Kindes- und Jugendalter, weil sie immer noch an die falschen Behauptungen glauben. In unserem heutigen Artikel erzählen wir dir, welchen Wahrheitsgehalt die verschiedenen Mythen tatsächlich haben.

Krafttraining im Kindes- und Jugendalter

Zum Thema Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen kursieren viele falsche Vorstellungen, die sich aus dem Mangel an Informationen, der ablehnenden Haltung vieler Eltern oder der mangelnden Ausbildung einiger Lehrer speisen.

Innerhalb dieser Reihe falscher Behauptungen stechen diejenigen hervor, die sich auf die Stimulation der Kraft bei Minderjährigen beziehen. Viele Erwachsene betrachten ein derartiges Training häufig voller Sorge. Insbesondere dann, wenn die Jugendlichen mit äußeren Lasten wie Gewichten, Stangen oder ähnlichen Elementen arbeiten.

Allerdings ist das Training aller körperlichen Fähigkeiten für die angemessene psychomotorische Entwicklung des Menschen unerlässlich. Tatsächlich legt die körperliche Stimulation von klein auf den Grundstein für das sportliche Leben im Erwachsenenalter. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Krafttraining von Kindesbeinen an mit einzubeziehen.

Krafttraining im Kindes- und Jugendalter - kleiner Junge spannt seine Muskeln an

Mythen über Krafttraining im Kindes- und Jugendalter

Der Mangel an Informationen und die Unkenntnis über das Thema tragen dazu bei, dass sich um diese Praxis populäre Mythen bilden. Diese stehen im Zusammenhang mit den negativen Aspekten dieser Disziplin. Zudem auch mit der Angst der Eltern, ihren Kindern zu schaden, wenn sie sie fördern.

Im Folgenden nennen wir dir die häufigsten Mythen, die mit Krafttraining bei Kindern in Verbindung gebracht werden, damit du sie erkennen kannst und verstehst, warum du sie am besten vergessen solltest.

Mythos Nummer 1: Krafttraining im Kindes- und Jugendalter begünstigt das Auftreten von körperlichen Verletzungen

Das häufigste negative Annahme rund um das Krafttraining im Kindes- und Jugendalter betrifft Verletzungen. In der Regel glauben Eltern, dass durch diese Art des Trainings die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung der Knochen- oder Muskelstrukturen von Minderjährigen steigt.

Aufgrund dieser Überzeugung lehnen viele Erwachsene die Aufnahme von Krafttraining in den Sportalltag ihrer Kinder ab.

Die Wahrheit ist, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Verletzung zu erleiden, immer latent vorhanden ist. Und zwar bei jeder Aktivität und in jedem Alter. Aber glücklicherweise wird das Verletzungsrisiko verringert, wenn man die Ausführung des Trainings angemessen plant und kontrolliert.

Mythos Nummer 2: Krafttraining hemmt das Wachstum

Ein weiterer bekannter Mythos zum Thema Krafttraining im Kindes- und Jugendalter hat mit der Beeinträchtigung des Wachstumsprozesses zu tun.

Sehr oft wird behauptet, dass sich bei unter 15-Jährigen, die diese Art des Trainings betreiben, ihre endgültige Größe verändern würde. Insbesondere dann, wenn sie dabei externe Lasten wie Kurzhanteln oder Hantelstangen verwenden.

Richtig geplantes und richtig ausgeführtes Krafttraining sollte sich jedoch nicht negativ auf die körperliche Entwicklung des Kindes auswirken.

Tatsächlich begünstigt Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen die ganzheitliche Entwicklung. Außerdem trägt es zur Stärkung der Knochen-, Muskel- und Gelenkstrukturen bei, die für den Wachstumsprozess von entscheidender Bedeutung sind.

Mythos Nummer 3: Krafttraining im Kindes- und Jugendalter beschleunigt den Verlust der Flexibilität

Die Flexibilität ist eine weitere körperliche Fähigkeit des Menschen. Daher muss sie auch zusammen mit dem Rest trainiert und gefördert werden. Wenn Kraft trainiert wird, bedeutet das aber nicht, dass die Flexibilität darunter leidet. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Kombination von Kraft- und Beweglichkeitsübungen verbessert beide körperlichen Fähigkeiten.

Mythos Nummer 4: Krafttraining kann in jeder Umgebung durchgeführt werden

Ein weiterer weit verbreiteter Mythos im Zusammenhang mit dem Krafttraining im Kindes- und Jugendalter bezieht sich auf den Kontext, in dem dieses Training durchgeführt wird.

Im Allgemeinen glauben Erwachsene, die dieses Training befürworten, dass die Umgebung und die verwendeten Elemente zweitrangige Faktoren sind und keinen Einfluss auf das Resultat haben. Allerdings ist diese Annahme falsch, denn die Erfahrungen eines reifen Körpers lassen sich nicht auf die eines sich entwickelnden Kindes übertragen.

Das Hauptziel eines derartigen Trainings bei Minderjährigen besteht in der Entwicklung der körperlichen Kraft. Dazu muss es in einer kontrollierten Umgebung stattfinden, mit den richtigen Elementen und vor allem mit einer angemessenen Planung, die dem Alter und den Fähigkeiten des Kindes entspricht.

Krafttraining im Kindes- und Jugendalter - Seilziehen

Die Wahrheit über Krafttraining im Kindes- und Jugendalter

Die Intention dieses Artikels ist es, die irrigen Annahmen zu klären, die viele in Bezug auf das körperliche Training von Kindern und Jugendlichen haben. Vor allem, was die Stimulierung der Kraft angeht.

Trotz aller Vorteile, die Krafttraining im Kindes- und Jugendalter hat, darfst du aber eines nicht vergessen. Du solltest stets die richtigen Vorsichtsmaßnahmen treffen und die Empfehlungen von Fachleuten befolgen.

Idealerweise sollten Kinder keine externen Lasten mit übertriebenen Gewichten verwenden und keine Übungen machen, die Bandscheibenverletzungen verursachen können.

Wenn du über Krafttraining für deine Kinder nachdenkst, empfehlen wir dir, dich an eine Gruppe von Fachleuten zu wenden, um ein angemessenes Krafttraining für sie zu planen.

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