Schlafmangel bei Kindern: 10 Konsequenzen

19 Januar, 2019
Die Konsequenzen von zu wenig Schlaf können für die Gesundheit von Kindern sehr negativ sein, sowohl auf physischer als auch auf emotionaler Ebene. Du solltest deshalb darauf achten, dass dein Kind ausreichend schläft! 

Nicht nur Erwachsene leiden an Schlafstörungen, auch Kinder sind häufig davon betroffen. In unserem heutigne Artikel geht es um die Folgen von Schlafmangel in der Kindheit. Denn diese können die physische und emotionale Entwicklung negativ beeinflussen. 

Schlafstörungen bei Kindern

Ungefähr ein Viertel aller Kinder leidet zeitweise an Schlafstörungen. Es handelt sich um ein ernstes Problem, das viele Eltern zum Kinderarzt führt.

Häufig sind dafür schlechte Schlafgewohnheiten und fehlende Grenzen verantwortlich. Denn viele Kinder gehen zu spät ins Bett, benutzen noch lange Zeit Bildschirmgeräte und schlafen viel zu wenig.

Schlaflosigkeit ist in jedem Alter stark gesundheitsschädlich. Doch bei Kindern wirkt sie sich besonders negativ aus. Die biologische Uhr kommt aus dem Gleichgewicht und die Entwicklung wird dadurch beeinträchtigt.

Schon vor der Geburt hat das menschliche Wesen spezifische Neuronen, die den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren. Sie stehen mit der biologischen Uhr in Verbindung, die beispielsweise dafür verantwortlich ist, dass Neugeborene in den ersten Lebenswochen länger schlafen.

Natürlich handelt es sich nicht nur um eine biologische Frage, auch zahlreiche äußerliche Faktoren spielen eine wichtige Rolle. So unterstützt zum Beispiel ein dunkles Zimmer einen erholsamen Schlaf. Das Gehirn assoziiert Licht mit Wachsein und kann damit nur schwer zur Ruhe kommen.

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Wie viel Schlaf brauchen Kinder?

Säugliche schlafen rund 16 Stunden am Tag, wobei sie ungefähr alle vier Stunden ihren Schlaf unterbrechen. Ab einem Alter von drei Monaten wachen sie in der Nacht nicht mehr so oft auf und schlafen mit der Zeit dann ganz durch.

Mit zwei Jahren schlafen Kleinkinder ungefähr 10 Stunden, sie brauchen tagsüber noch ein Nickerchen, um sich ausreichend zu erholen. Im Schulalter ist dafür meist keine Zeit mehr.

Auch in der Adoleszenz brauchen Jugendliche viel Schlaf. Dies ist auf Hormonschwankungen zurückzuführen, die den biologischen Zyklus beeinflussen. Im Durchschnitt brauchen Jugendliche mindestens acht Stunden Nachtruhe.

Folgen von Schlafmangel bei Kindern

Ungefähr ein Viertel aller Kinder leidet zeitweise an Schlafstörungen. Es handelt sich um ein ernstes Problem, das viele Eltern zum Kinderarzt führt.

Folgen von Schlafmangel bei Kindern

Wenn Kinder nicht ausreichend schlafen, kommt es bald zu verschiedenen Symptomen. Manche davon sind deutlicher als andere. Eltern sollten insbesondere auf folgende Anzeichen achten:

  • Reizbarkeit, schlechte Laune, häufiges Weinen und manchmal ungerechtfertigte Schreie
  • Unruhe und Hyperaktivität
  • Lustlosigkeit und Niedergeschlagenheit
  • Gedächtnisprobleme, sich nicht an grundlegende Dinge erinnern können
  • Fehlende Motivation, kein Interesse an Aktivitäten, die normalerweise Spaß machen
  • Geringere schulische Leistung, schlechte Noten, Lernschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen, die den Alltag beeinträchtigen können
  • Unfälle, Tollpatschigkeit und fehlende Reflexe
  • Anfälligkeit für Krankheiten, geschwächtes Immunsystem
  • Langsames Wachstum, schwacher Körper.

Was tun, um Schlafmangel zu verhindern?

Regelmäßige Schlafzeiten sind bei Kindern ganz besonders wichtig. Du solltest jedoch auch Vorbild sein und selbst eine gesunde Schlafroutine einhalten.

Lege genaue Zeiten fest, an denen das Kind ins Bett muss. Diese müssen auch am Wochenende eingehalten werden. Außerdem sollte dein Nachwuchs auch jeden Tag zur selben Zeit aufstehen. Langes Schlafen am Wochenende ist für einen gesunden Schlafrhythmus nachteilig.

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Das Nickerchen nach dem Essen sollte nicht zu lange sein. Eine Stunde ist ausreichend. Außerdem sollte der Mittagschlaf spätestens um 16 Uhr zu Ende sein. So kannst du verhindern, dass damit die Nachtruhe beeinträchtigt wird.

Darüber hinaus sind auch gesunde Ernährungsgewohnheiten für einen guten Schlaf sehr wichtig: Das Abendessen sollte leicht sein und vorwiegend aus Gemüse bestehen. Frittiertes, Mehlspeisen und Zucker behindern die Verdauung und somit auch den Schlaf.

Vergiss nicht, Bildschirmgeräte bereits ein Weilchen vor der Nachtruhe auszuschalten! Das Licht elektronischer Geräte stimuliert das Gehirn. Gewöhne deinen Kindern lieber an, vor dem Schlafen zu lesen oder ein ruhiges Spiel zu spielen.

Mit all diesen Tipps kannst du Schlafmangel vermeiden und die Schlafqualität deines Kindes verbessern.

  • Cruz Navarro IJ. Alteraciones del sueño infantil. En: AEPap (ed.). Curso de Actualización Pediatría 2018. Madrid: Lúa Ediciones 3.0; 2018. p. 317-329.
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