Oma gegen Kinderarzt: Wer gewinnt?

24 März, 2019
Fast jede Oma hat verschiedenste Hausmittel zur Hand, die so manchen Enkel von Leid und Schmerzen befreien. Doch vergiss nicht, dass die ärztliche Diagnose und Behandlung grundlegend ist!

Fast jede Oma hat verschiedenste Hausmittel zur Hand, die so manchen Enkel von Leid und Schmerzen befreien. Natürlich haben Großmütter auch ihre eigene Meinung, wenn es um die Empfehlungen des Kinderarztes geht.

Sie sind in anderen Zeiten groß geworden, in denen alles ganz anders funktionierte. Auch wenn es unlogisch scheint, hören so manche Mütter lieber auf den Rat der Oma als auf ihren Kinderarzt. 

In den meisten Fällen kann der Kinderarzt die besten Ratschläge geben und die richtige Behandlung des Kindes verschreiben, wenn ihm etwas fehlt. Doch so manche Oma schwört auf ihre eigenen Heilmittel, die ihr selbst schon in ihrer Kindheit geholfen haben. 

Wir wissen, dass es je nach Problem auch sehr effektive Hausmittel gibt, die von einer Generation auf die nächste überliefert werden. Doch in vielen Fällen ist der Besuch beim Kinderarzt unumgänglich. 

In diesem Sinne sollte man nie vergessen, dass der Kinderarzt eine spezifische Ausbildung hat, um Kinderkrankheiten zu behandeln. Auch wenn Omas viel Erfahrung haben, reicht diese nicht immer aus. Der Arzt sollte deshalb das letzte Wort sprechen.

Doch was tun, wenn die Oma fast alle Maßnahmen des Kinderarztes missachtet? Schließlich spielen Großmütter in der Erziehung eine sehr wichtige Rolle. Doch die Eltern müssen die richtigen Entscheidungen für ihre Kinder treffen und sollten auf den behandelnden Kinderarzt hören. 

Wenn sich Kinderärzte irren

Trotz aller medizinischen Fortschritte kann es zu Fehldiagnosen kommen, denn auch Ärzte sind nur Menschen, die sich irren können. Sie können auch eine falsche Behandlung verschreiben, die unwirksam ist, oder das Problem verschlimmert.

Wer hat Recht? Oma oder Ärztin?

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Deshalb haben Omas oft kein Vertrauen. Doch dass die Eltern den Fehler des Arztes einsehen, bedeutet nicht, dass die Oma Recht hatte. Großmütter bezweifeln sehr oft die Effektivität eines Medikamentes, doch sie irren sich auch, wie alle anderen.

Wir erfahren sehr häufig von Fehldiagnosen oder Irrtümern von Ärzten, die der Gesundheit von Kindern schaden. So kann es beispielsweise vorkommen, dass ein Arzt Ibuprofen bei Windpocken verschreibt. 

Es ist noch gar nicht lange her, dass davon abgeraten wird, Aspirin Kindern unter 12 Jahren zu verabreichen. Doch bis dahin wurde dieses Medikament sehr häufig auch kleineren Kindern bei Fieber und Schmerzen verschrieben.

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Hausmittel von Oma und Medizin können koexistieren

Experten wissen, dass es keine Ausnahme ist, Patienten zu behandeln, die davor bereits zu Hause an ihren Beschwerden herumgedoktert hatten. Dazu kommt, dass Kinderkrankheiten oft mitten in der Nacht ausbrechen, wenn es schwierig ist, einen Arzt aufzusuchen. 

Bei Fieber oder Bauchschmerzen muss die Ursache identifiziert werden. Doch zur Behandlung kann man zumindest bis zum Arztbesuch auch Hausmittel von Oma anwenden, um die Beschwerden des Kleinen zu lindern.

Erstlingseltern reagieren oft nervös auf Krankheiten, deshalb ist dann die Erfahrung der Oma ganz besonders hilfreich.

Auch Spezialisten wissen, dass gewisse Hausmittel vorteilhaft und sicher sind. Doch sie weisen auch darauf hin, dass sie nicht länger eingenommen werden sollten und dass trotzdem eine ärztliche Untersuchung wichtig ist.

Oma mit Enkelin

Außerdem raten Ärzte, dass Hausmittel nur nach der korrekten Diagnose verwendet werden sollten, um Komplikationen zu vermeiden.

Um das Fieber zu lindern, kann zum Beispiel ein Bad ser hilfreich sein. Doch wenn die Ursache dafür nicht bekannt ist, könnte dies für das Kind gefährlich sein. Zum Beispiel wenn es sich um eine Lungenkrankheit handelt.

Die Hausmittel von Oma können also verwendet werden, um Schmerzen zu lindern. Doch vergiss nicht, dein Kind zuerst zum Arzt zu bringen, der die richtige Diagnose stellen kann.

Natürlich sind auch in Notfällen Hausmittel hilfreich, bis das Kind vom Arzt untersucht werden kann. Doch nur, bis es tatsächlich ärztlich versorgt wird.