Eine wunderbare Nachricht: Immer mehr Frühchen überleben

22 April, 2019
Das Thema extremer Frühchen ist ein sehr komplexes und heikles Thema. Hinter jedem Kind, das es schafft, steckt eine Geschichte der Überwindung. Eine Geschichte von starken Eltern und von kämpfenden Müttern.
 

Das ist eine dieser wunderbaren Nachrichten, die wir gerne teilen. Über solche Dinge sprechen wir mit Vergnügen, denn es ist etwas, was uns Hoffnung gibt: Immer mehr Frühchen überleben.

Tatsächlich überleben fast 67% der Babys, die zwischen der 24. und 25. Woche geboren werden. Diejenigen, die zwischen der 23. und 24. Woche geboren werden, haben eine Chance von 27%, zu überleben.

Die Zahlen sind positiv, insbesondere wenn wir sie mit den Daten von vor 15 Jahren vergleichen. Ohne Zweifel verdanken wir dies der Wissenschaft und den neuesten medizinischen und technologischen Fortschritten.

Wie die Experten erklären, besteht die größte Herausforderung jedoch darin, sicherzustellen, dass  Frühchen überleben, ohne ernsthafte gesundheitliche Folgen zu erleiden.

Denn das ist zweifellos ein Aspekt, über den man nicht immer spricht. Ein Kind, das in der 23. Woche zur Welt kommt, hat eine gewisse Überlebenschance. Jedoch ist die Frage, ob es ohne schwerwiegende Entwicklungsprobleme aufwächst, immer sehr komplex.

Die Familie braucht Hilfe von allen Seiten: Beratung, Informationen und Ratschläge, soziale Unterstützung und eine angemessene Krankenversicherung. Dadurch kann danach gestrebt werden, dass das Kind ein möglichst integratives, glückliches und autonomes Leben führen kann.

Das Thema extremer Frühchen ist ein sehr komplexes und heikles Thema. Hinter jedem Kind, das es schafft, steckt eine Geschichte der Überwindung. Eine Geschichte von starken Eltern und von kämpfenden Müttern. Aber vor allem steckt dahinter die Geschichte von unglaublichen Kindern, die sich mit aller Kraft an das Leben klammern und ein großes Vorbild für uns alle sein sollten. In „Ich bin Mutter“ erzählen wir dir davon.

 

Viel mehr Frühchen überleben

Frühchen liegt neben der Hand der Mutter.

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Die medizinische Fachzeitschrift „Anales de Pediatría“ bietet einige interessante Daten zum Nachdenken an. Eine davon ist die Tatsache, dass sich die Zahl der Frühchen in den letzten Jahren verdoppelt hat.

Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Der einzige Grund kann nicht nur sein, dass immer mehr Mütter in einem späten Alter gebären. Faktoren wie Abnormalitäten in der Plazenta, Infektionen, Rauchen, schlechte Ernährung usw. sind ebenfalls Risikofaktoren.

Jedoch ist nicht nur die Zahl der Frühgeburten gestiegen, sondern auch die Lebenserwartung der Frühchen. Ein medizinischer Fortschritt, der dazu beigetragen hat, ist zweifellos die Technik des Surfacants.

Was ist Surfactant?

Es ist eine medizinische Maßnahme, die es ermöglicht, dem Baby bei der Sauerstoffaufnahme zu helfen, wenn seine Lungen noch nicht ausgereift ist. Auf diese Weise vermindert man die Spannung der Lungenbläschen, wodurch man Kollabieren und Atembeschwerden vermeidet.

Es ist zweifellos ein medizinischer Durchbruch, der es ermöglicht, dass extreme Frühchen (zwischen der 23. und 25. Woche) überleben können.

 

Änderungen von Richtlinien, die extreme Frühchen überleben lassen

Die Richtlinien für die Versorgung von Müttern, die eine Frühgeburt erwarten, haben sich im Laufe der Zeit verändert. Die Versorgung der Mütter mit Kortikosteroiden zum Beispiel führt dazu, dass die Lungen der Babys etwas besser reifen, bevor sie auf die Welt kommen.

Dadurch intubiert man immer weniger Babys unmittelbar nach der Geburt. Des Weiteren gibt es auch weniger Infektionen. All dies trägt zweifellos dazu bei, dass Babys, die vorzeitig geboren werden, ihr Leben gemeinsam mit ihren Eltern beginnen können. Ein Leben, das sie verdienen und von dem ihre Familie geträumt hat.

Extremes Frühchen so gross wie eine Hand.

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Extrem frühgeborene Babys, Wunderbabys

Extreme Frühchen verbringen durchschnittlich 95 Tage im Krankenhaus. Während dieser Zeit leben die Eltern nicht – sie „überleben“, wie sie nur können: mit Angstzuständen und der ständigen Sorge, dass sich der Zustand ihres Babys innerhalb von Stunden verändert. Das ist nicht leicht.

Es gibt einen bestimmten Grund, weshalb Eltern stets besorgt um den Zustand ihres Babys sind. Sie wissen, dass jedes Mal, wenn man ein Frühchen wiederbeleben muss, das Risiko von neurologischen Folgeschäden steigt.

 

Das Kind kann zwar überleben, erleidet jedoch höchstwahrscheinlich eine Behinderung oder eine Entwicklungsstörung.

Wir dürfen nicht vergessen, dass eine normale Schwangerschaft 40 Wochen dauert. Heutzutage werden viele Krankenhäuser jedoch mit Babys, die zwischen 20 und 22 Wochen alt sind, konfrontiert. Wissenschaftliche und statistische Daten zeigen, dass Säuglinge, die weniger als 24 Wochen alt sind, fast nicht überlebensfähig sind.

Tatsächlich wird die Grenze und der Startpunkt für die Lebensfähigkeit in der Regel mit der 25. Wochen festgelegt.

Manche Experten erklären jedoch, dass die Überlebenschance eines Babys, das weniger als 25 Wochen alt ist, steigen, wenn ein Krankenhaus im Bereich der perinatalen Versorgung gut qualifiziert ist.

Das Problem besteht dann jedoch in der Frage, wie die Lebensqualität dieses Babys später aussieht und welche möglichen Folgen es für seine Entwicklung hat.

Wir können nur hoffen, dass extreme Frühchen in der Zukunft ohne Probleme überleben und so gesund und stark sein können, wie jedes andere Kind.

 
Valeria Sabater Abschluss in Psychologie an der Universität von Valencia im Jahr 2004. 2005 Masterabschluss in Gesundheit und Sicherheit und Masterabschluss in Mental System Management: Neurokreativität, Innovation und Sechster Sinn im Jahr 2016 (Universität Valencia). Hochschulnummer CV14913. Studentin der Sozial- und Kulturanthropologie der UNED. Valeria Sabater hat im Bereich Sozialpsychologie gearbeitet und Personal ausgewählt und ausgebildet. Seit 2008 arbeitet sie als Trainerin für Psychologie und Emotional Intelligence an weiterführenden Schulen und bietet psycho-pädagogische Unterstützung für Kinder mit Entwicklungs- und Lernproblemen an. Darüber hinaus ist sie Schriftstellerin und erhielt mehrere literarische Auszeichnungen.