Könntest du unter Stimmbandknötchen oder Polypen leiden?

9. Oktober 2019
Was sind Stimmbandknötchen und Polypen? Beide können tatsächlich als Verletzungen des Kehlkopfes angesehen werden und auf verschiedenen Ursachen beruhen. Gewohnheiten, die den Hals belasten, können einige der Hauptursachen für diese Art von Leiden sein.

Stimmbandknötchen oder Polypen gelten als häufig vorkommende Kehlkopfverletzungen. Sie wachsen organisch, als gutartige Ausbuchtungen, an den Rändern der Stimmbänder. Die Verletzungen können verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen sind die Merkmale, die Diagnose und die Behandlung jedoch sehr ähnlich.

Polypen sind größer als Knoten und haben ein auffälliges Blutgefäß an der Oberfläche. Ursachen sind, unter anderem, ein übermäßiger Gebrauch des Stimmgeräts. Hyperthyreose, chronische allergische Reaktionen im Kehlkopf und häufiges Einatmen von Zigaretten- und anderem giftigem Rauch sind einige weitere häufige Ursachen für Polypen.

Knoten werden hauptsächlich durch den „Missbrauch“ der Stimmbänder verursacht. Menschen, die ihre Stimmen beim Singen strapazieren, können unter Polypen und Knoten an ihren Stimmbändern leiden. Gleiches gilt für Lehrer in Klassen mit vielen Schülern, die sich stimmlich anstrengen, um Gehör zu finden.

Menschen mit einem Risiko für Stimmbandknötchen oder Polypen

Zunächst besteht für alle Menschen, die ihre Stimmen für ihre Arbeit verwenden, die Gefahr, Stimmbandknötchen und Polypen zu entwickeln – von Telefonisten, Sängern, Schauspielern, Rednern und Lehrern bis hin zu Straßenhändlern.

Selbst Menschen mit leichtem Hörverlust können die Angewohnheit entwickeln, zu laut zu sprechen, was zu Schäden führen kann. Mit anderen Worten, alles, was deine Stimme belastet, kann zu Knoten und Polypen führen.

Frauen zwischen 20 und 45 Jahren sind jedoch am stärksten von diesen Verletzungen betroffen. Knoten und Polypen kommen bei Kindern dagegen sehr selten vor. Allerdings können sie dennoch auftreten, wenn ein Kind beispielswiese übermäßig und sehr laut schreit.

In jedem Fall sind Stimmbandknötchen und Polypen immer gutartig. In der Regel entstehen sie durch Entzündungen an den Rändern der Stimmbänder, an denen sie sich beim Sprechen verschließen.

Diese kleinen Wunden, die durch Reizungen verursacht werden, neigen dazu, nach einiger Zeit wieder zu verschwinden, abhängig von der angemessenen Behandlung, die dafür festgelegt wurde.

Stimmbandknötchen und Polypen sind kleine Wunden, die durch Reizungen verursacht werden

Symptome, die auf das Vorhandensein von Stimmbandknötchen oder Polypen hinweisen

Das häufigste Symptom ist das Ermüden der Stimme. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Anzeichen, die beim Sprechen zu hören sind. Die Stimme bricht und klingt heiser.

Außerdem kann es beim Ausatmen zu einem Luftmangel kommen, der mittlere oder lange Sätze unmöglich macht. In diesen Fällen kann es zu chronischer Dysphonie kommen.

Darüber hinaus kann das Vorhandensein einer Entzündung zu Husten, Halsschmerzen, Muskelverspannungen im Nacken, Unwohlsein und sogar Schmerzen führen. Ein guter HNO-Arzt ist jedoch in der Lage, die Schwere des Falls zu diagnostizieren. Von dort aus kann er dann die entsprechende Behandlung einleiten.

Bewertung und Diagnose von Stimmbandpolypen und -knötchen

Vielleicht bemerkst du, dass du nach einem anstrengenden Arbeitstag oft eine heisere Stimme hast, die später jedoch wieder verschwindet. Doch wann solltest du einen Arzt aufsuchen, um festzustellen, ob deine Stimmbänder beschädigt sind?

Tatsächlich sollte die Heiserkeit länger als zwei oder drei Wochen anhalten, um bei einem Arzt Grund zur Sorge darzustellen.

Wenn eine Untersuchung erforderlich ist, wird dein Arzt das Ausmaß der Heiserkeit oder Dysphonie durch verschiedene Verfahren beurteilen. Die erste ist eine Analyse deiner Sprachqualität. Ein Sprachpathologe kann anhand der Art der Heiserkeit feststellen, ob du eine Behandlung benötigst oder nicht.

Das zweite Verfahren ist die direkte Beobachtung oder ein Laryngoskop. Zu diesem Zweck wird der Arzt einen Spiegel oder ein Laryngoskop verwenden. Der Arzt kann auch Signale bemerken, die eine Biopsie erfordern. Die Biopsie wird gegebenenfalls durchgeführt, um mögliche Karzinome auszuschließen. In diesen Fällen spricht man dann von einer Mikrolaryngoskopie.

Chirurgische Eingriffe sind der letzte Ausweg für Stimmbandknötchen oder Polypen

Allgemeine Behandlungen für Stimmbandknötchen und Polypen

Chirurgische Eingriffe sind der letzte Ausweg für diese Art von Verletzung. Nur wenn die Halsbeschwerden sehr extrem sind und schon seit langer Zeit bestehen, müssen sie operativ entfernt werden. Denn zunächst werden die Ärzte vielmehr versuchen, die Hauptursachen für die Stimmbandknötchen oder Polypen zu ermitteln.

Ob es sich dabei um ein Drüsenproblem (Hyperthyreose), ein Magenproblem (Reflux) oder ein allergisches Problem handelt, ein HNO-Arzt wird die Patienten an die entsprechenden Spezialisten überweisen. Auf der anderen Seite ist das Stimmtraining die wirksamste Behandlung zur Linderung, Vorbeugung und Heilung von Stimmbandknötchen und Polypen.