Fetaler Distress: 7 Anzeichen

· 8. April 2019
Wir sprechen heute über einen erhöhten Gefahrenzustand, in dem sich das Kind während der Schwangerschaft befindet. Dadurch verstehen wir auch besser, wie wichtig die richtige Pflege während der Schwangerschaft, der Entbindung und nach der Geburt ist. Denn damit kann man Gefahren vermeiden oder bestimmte Störungen rechtzeitig behandeln. 

Als Fetaler Distress bezeichnet man eine erhöhte Gefahr für die Gesundheit des Kindes vor oder während der Geburt. Meist geht es um Störungen, die zu Komplikationen führen können, solange sich das Baby noch im Mutterbauch befindet.

Dieser Ausdruck wird auch verwendet, um Veränderungen des Wohlbefindens des Fötus zu bezeichnen. Es kann sich beispielsweise um einen Nährstoff- oder Sauerstoffmangel (über die Plazenta) handeln.

Aus diesem Grund sind Kontrolluntersuchungen und die richtige Pflege während der Schwangerschaft grundlegend. Du solltest jeder Veränderung Aufmerksamkeit schenken. 

Fetaler Distress: Ursachen

Die häufigste Ursache für dieses Phänomen ist Sauerstoffmangel durch eine unzureichnede Durchblutung von Gebärmutter und Plazenta, oder wegen einer Nabelschnurknotung oder anderer Komplikationen, wie einer Blutung.

Fetaler Distress kann auch durch eine Anomalie des Fruchtwassers, eine Plazentalösung oder durch andere Probleme mit der Nabelschnur auftreten.

Fetaler Distress: Arten

Je nach Schweregrad und Art der Störung wird Fetaler Distress als akut oder chronisch klassifiziert. Darüber hinaus werden leichte, moderate oder schwerwiegende Arten unterschieden.

Akuter Fetaler Distress entsteht in der Regel plötzlich während der Entbindung. Es handelt sich in diesem Fall um einen Notfall, deshalb muss das Baby so schnell wie möglich aus dem Mutterbauch geholt werden.

Chronischer Fetaler Distress entwickelt sich progressiv während der Schwangerschaft, deshalb muss die Entbindung normalerweise nicht vorgezogen werden. Denn der Fötus muss zuerst ein gewisses Entwicklungsstadium erreichen, um sein Leben und sein Wohlbefinden zu garantieren.

Bei einer perinatalen Hypoxie handelt es sich beispielsweise um chronischen Fetalen Distress.

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Häufigste Anzeichen für Fetalen Distress

Veränderter Herzrhythmus

Bei einem veränderten Herzrhythmus des Fötus handelt es sich um ein klares Anzeichen. Meist kommt es dazu während oder nach den Wehen.

Das Baby leidet an Tachykardie (Herzrasen) oder Bradykardie (langsame Herztätigkeit). Dies ist an einer Blutprobe des Kindes während der Entbindung zu erkennen.

Fetaler Distress Diagnose

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Abnormale Position des Fötus

Eine ungesunde Position des Fötus beeinträchtigt die Durchblutung und kann auch zu Sauerstoffmangel führen.

Der Arzt muss in diesem Fall eine geeignete Lösung finden, damit das werdende Kind ausreichend Sauerstoff erhält. Es könnte sonst zu Gehirnschäden oder einer Totgeburt kommen.

Fetaler Distress: Das Baby bewegt sich nicht mehr

Während der Schwangerschaft ist es ganz normal, dass sich das Kind immer wieder bewegt. Der kleine Bauchbewohner ist sehr aktiv und meist weiß die werdende Mutter, zu welcher Zeit sich das Kind bewegt. Sie spürt die Tritte des Kindes, doch sollte dies nicht der Fall sein, muss sie sofort zum Arzt.

Stuhl des Babys in der Gebärmutter

Solange das Kind sich noch in der Gebärmutter befindet, kann es durch Fetalen Distress oder duch eine zu lange Schwangerschaft dazu kommen, dass das Baby seinen ersten Stuhl produziert.

In diesem Fall handelt es sich um eine ernste und sehr gefährliche Situation, sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Wenn die Fruchtblase platzt und die Mutter beobachtet, dass das Fruchtwasser schmutzig ist, muss sie sofort ins Spital!

Der erste Stuhl des Kindes wird auch als Mekonium oder Kindspech bezeichnet. Es handelt sich nicht um ein Verdauungsprodukt, sondern um eine Masse aus eingedickter Galle, abgeschilfertem Epithel der Schleimhäute und mit dem Fruchtwasser verschluckten Haaren und Hautzellen.

Wenn das Baby diese giftige Masse, die sich im Fruchtwasser befindet, schluckt, ist dies für seine Gesundheit gefährlich.

Baby im Bauch

Fetaler Distress: Blutungen

In der Schwangerschaft kann es zu Blutungen kommen, die auf eine Fehlgeburt oder auf Fetalen Distress hinweisen könntenIn diesem Fall muss die werdende Mutter sofort ins Krankenhaus, insbesondere, wenn dies im ersten Schwangerschaftstrimester vorkommt. 

Krämpfe

Viele Frauen haben während der Schwangerschaft Krämpfe, da es zu einer veränderten Durchblutung kommt. Diese Veränderungen treten durch den Druck auf, die das heranwachsende Kind auf die Blutgefäße des Beckens ausübt. Dieses Symptom kann sehr gefährlich sein, wenn es mit vaginalen Blutungen einhergeht.

Krämpfe in Kombination mit Blutungen sind gefährliche Anzeichen, die auf eine Fehlgeburt hinweisen könnten.

Das Gewicht der Mutter

Auch dies könnte ein Anzeichen für Fetalen Distress sein: Wenn die Mutter weniger wiegt, als sie sollte, könnte dies ein ernstes Symptom sein. Das ist deshalb besorgniserregend, da der Fötus dann nicht die nötigen Nährstoffe und Vitamine erhält. 

Übergewicht während der Schwangerschaft ist ebenfalls schädlich, denn es könnte auf Schwangerschaftsdiabetes hinweisen oder ein Anzeichen dafür sein, dass das Kind zu schnell wächst.

Vorsorgemaßnahmen

  • Gesunde Lebensgewohnheiten.
  • Vermeide abrupte Bewegungen und Aktivitäten.
    • Hebe kein schweres Gewicht.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen während der Schwangerschaft.
    • In diesem Sinne ist es wichtig, die Größe und das Gewicht des Babys festzustellen, um die richtige Entwicklung in der Plazenta zu beobachten. Auch andere Hinweise über die gesunde Entwicklung des Kindes müssen beachtet werden. 
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