Unterricht im Freien: Was ist Naturerziehung?

· 8. Juni 2019
Dank der Erziehung im Freien haben Kinder Kontakt mit der Natur und lernen alle Fächer zusammen und nicht getrennt. Diese Art der Bildung hilft auch dabei, den Kindern Teamwork und Respekt für die Umwelt zu vermitteln.

Die Generationen sind im Wechsel, daran besteht kein Zweifel. Heutzutage langweilen sich Kinder mit herkömmlichen Unterrichtsmethoden. Das ist der Grund, warum viele Schulen und Eltern so etwas wie Naturerziehung, also Unterricht im Freien, nutzen.

Möchtest du wissen, was es damit auf sich hat? Dann lies im Folgenden weiter.

Was ist Naturerziehung?

Bis vor ein paar Jahren glaubten viele, dass Unterricht nur in einem Klassenzimmer stattfinden kann. Dabei müssen sich die Kinder konzentrieren und aufmerksam dem Unterricht des Lehrers an der Tafel folgen.

All dies hat sich jedoch geändert. Obwohl es immer noch Klassen gibt, entscheiden sich immer mehr Schulen für neue, effektivere Methoden. Dazu zählt auch der Unterricht im Freien.

Grundsätzlich handelt es sich um ein Konzept, bei dem die Natur und der Umweltschutz ein sehr wichtiger Bestandteil des Unterrichts darstellen. Außerdem dürfen Kinder in dieser Art von Bildung kreativer sein. Sie können frische Luft einatmen und Sport treiben, ohne es zu merken.

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Der Unterricht im Freien kann in einem Park, auf dem Schulhof, in einem Obstgarten, am Strand, auf dem Land, im Wald oder in den Bergen stattfinden – die Möglichkeiten sind unzählig!

Dieses Modell mag in einigen Ländern neu erscheinen. Aber die Wahrheit ist, dass die Naturerziehung in vielen Ländern bereits angewendet wird.

In Deutschland, Norwegen, Finnland und Schweden wird dieses Modell beispielsweise häufig, sowohl an privaten als auch an öffentlichen Schulen, angewendet.

Unterricht im Freien: Zweck der Naturerziehung

Das Hauptziel dieser Methode ist es, dass Kinder bereits in jungen Jahren vollen Kontakt mit der Natur haben. Das geht auch dann, wenn sie in einer Großstadt leben.

Diese Beziehung zur Umwelt ermöglicht es den Kindern, ihre körperliche und geistige Entwicklung zu verbessern.

Dies liegt daran, dass sie durch das, was sie um sich herum sehen, stimuliert werden, ohne dass dies Auswirkungen auf ihr „traditionelles“ Lernen hat, das heißt, Mathematik, Literatur, Geschichte usw.

Naturerziehung ergänzt das traditonelle Lernen

In einer sow eichtigen Phase wie der Kindheit, ist es für Schüler grundlegend, die Säulen zu schaffen, die sie im Erwachsenenalter stützen.

Der Unterricht im Freien vernachlässigt die normalen Fächer nicht, sondern umfasst nur andere Themen. Zum Beispiel betont er:

Den Unterricht im Freien erleben

Tatsache ist, dass Kinder in Großstädten deutlich weniger Kontakt zur Natur haben. Das macht sie abhängiger von technischen und bildschirmorientierten Dingen. Darüber hinaus werden die Beziehungen, die sie zu anderen Kindern in ihrem Alter haben, erheblich gemindert.

Daher ist die Naturerziehung eine hervorragende Möglichkeit, um mit der Umwelt in Kontakt zu treten. Hauptsächlich bietet sie den Schülern mehr Platz für die Interaktion als in einem Klassenzimmer.

Manche Kinder besuchen Sommercamps außerhalb ihrer Stadt, um Kontakt zur freien Natur zu haben. Diese Camps ergänzen zwar die Ausbildung, reichen jedoch nicht aus.

Wenn Kinder klein sind, brauchen sie Platz, um sich so viel wie möglich zu bewegen. Schulen, die im Freien unterrichten, sind eine perfekte Möglichkeit, Bewegung zu fördern.

Wie ist der Unterricht in diesen Schulen?

Die Idee der Schulen, die das Modell der Naturerziehung umsetzen, ist die, dass „die Natur das Klassenzimmer ist“. Daher versuchen diese Institutionen, den größten Teil des Tages im Freien zu verbringen.

Die Kinder können einen Garten nutzen, im Schatten eines großen Baumes zu Mittag essen, Insekten analysieren, Vögel beobachten, Landwirtschaft und Viehzucht erlernen und auf dem Rasen Sport treiben.

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Ebenso gibt es auch Klassenräume im Freien mit Dächern und Wänden, in denen sie andere Tätigkeiten ausüben. Gleichzeitig bieten sie Schutz, wenn es draußen sehr heiß oder kalt ist. Oder aber dann, wenn es regnet oder schneit.

Bei der Naturerziehung ist die Natur das Klassenzimmer

Wenn du deine Kinder auf eine Schule mit Außenunterricht schicken möchtest, aber  du dir nicht sicher bist, ob diese Art der Bildung für sie geeignet ist, könnt ihr einen Besuch in einer solchen Schule vereinbaren.

Klassen haben nur eine kleine Gruppe von Kindern. In der Regel sind es nicht mehr als 25 und die Schüler sind alle unterschiedlichen Alters. Dort lernen sie verschiedene Fächer, die alle miteinander verbunden sind.

Dies bedeutet, dass es keinen Mathematik-, Biologie- oder Literaturunterricht gibt. Im Gegenteil, sie lernen alles als Ganzes und kombinieren alle Konzepte.

Natürlich gibt es auch Freizeit, um zu spielen, Abenteuer zu erleben, Sprachen, Musik und Kunst zu lernen und all das, was Kinder brauchen, um zu lernen und zu wachsen. Kurz gesagt, sie sind eine sehr gute Alternative zu konventionellen Schule und werden weltweit immer beliebter.