Was wir online stellen, bleibt auch online

In den falschen Händen kann jeder Inhalt, den wir über unsere Kinder online stellen, ein Instrument für ihre Erniedrigung sein. Die Gewährleistung der Sicherheit und des Schutzes eines Kindes ist die Hauptaufgabe der Eltern.
Was wir online stellen, bleibt auch online

Letzte Aktualisierung: 23. August 2018

Die Dinge, die wir online stellen, können nicht einfach gelöscht werden. Wenn Inhalte, die unsere Kinder, Geschwister oder Enkelkinder enthalten, viral werden, wird dies sie für den Rest ihres Lebens begleiten.

Cyber-Mobbing und -pädophilie können durch geeignete Maßnahmen vermieden werden.

Die Folgen unserer digitalen Handlungen sind heutzutage bekannt. Alles, was wir online stellen, wird für immer gespeichert. Egal wie sehr wir uns auch bemühen, wir werden es vielleicht nie ganz beseitigen können.

Deshalb müssen wir vorsichtig sein mit dem, was wir und unsere Kinder online veröffentlichen. Wir sollten es uns zweimal überlegen, bevor wir etwas teilen, um sicherzugehen, dass es auch angemessen ist.

Cyber-Mobbing und übermäßiger Kontakt mit dem Internet

Cyber-Mobbing kann schon im Alter von 10 bis 12 Jahren anfangen. Die meisten Kinder verbinden ihre Geräte, um Bilder zu senden.

Das bezieht sich nicht auf den Inhalt, den erwachsene Familienmitglieder hochladen. Diese Bilder können auch manchmal die Ursache von Cyber-Mobbing sein.

Ein lustiges, unangemessenes oder schlecht aufgenommenes Bild kann zu einer Quelle des digitalen Missbrauchs werden.

Andere Kinder können das Bild speichern und neu veröffentlichen. Sie können sogar anstößige Kommentare abgeben oder das Bild verändern. Das ist etwas, was heutzutage in sozialen Netzwerken weit verbreitet ist.

Die Folgen dieser Kettenveröffentlichungen können drastisch sein. Du brauchst nur eine Seite, eine Facebook-Gruppe oder ein Profil, um Inhalte viral zu machen.

Die Folgen können für das betroffene Kind oder den Jugendlichen traumatisch sein.

Online stellen

Wenn wir etwas online stellen, können Fehler aufgezeigt werden

Die aktuelle Dynamik in sozialen Netzwerken tendiert zur Verherrlichung des Lustigen, Ironischen oder Sarkastischen. Unsere eigenen Interaktionen sind in der Regel das Aufzeigen von Details oder das Lachen über eine Veröffentlichung.

In den falschen Händen kann jeder Inhalt, der unsere Kinder enthält, das Instrument ihrer Erniedrigung sein.

Eltern müssen die Hauptzensur für die Veröffentlichungen ihrer Kinder und Familie sein. Es ist nicht schwer zu überprüfen, ob der Inhalt anstößig ist oder nicht. Beachte, dass Bilder verändert werden können.

Verwandte können Bilder veröffentlichen, die Deine Kinder enthalten, ohne ihre Privatsphäre-Einstellungen zu kennen. So können Fotos oder Videos deiner Kinder weltweit von jedermann gesehen werden.

“In den falschen Händen kann jeder Inhalt, der unsere Kinder enthält, das Instrument ihrer Erniedrigung sein.”

Der Sam Griner-Effekt

Vielleicht ist sein Name nicht sehr bekannt, aber Sam ist ein Kind, das wir alle schon online gesehen haben.

Sein Bild mit erhobener Faust und grünem Hemd wurde von Millionen von Menschen online gesehen. Dieses Bild wurde zu dem, was wir als “Meme” kennen.

Dies passierte, weil seine Mutter 2007 ein Bild von ihm auf ihrem Profil veröffentlichte. Jetzt kennen wir alle dieses Bild und oft vergessen wir, dass es ein Foto einer realen Person ist.

Was wir mit Sam Griner gesehen haben, kann mit jedem Bild passieren, das wir online stellen. Es bedarf nur des Einflusses einer Person auf Facebook oder Instagram, um das Bild mit seinen Anhängern zu teilen.

Es gibt Leute online, die sich ausschließlich dieser Art von Dingen widmen.

Welche Art von Bildern sollten wir vermeiden?

  • Nahaufnahmen: Veröffentliche keine Bilder, in denen das Kind lustige Gesichter oder Gesten macht. Markante Gesten sind die Hauptquelle für Memes und lustige Bilder im Internet.
  • Nacktbilder: Selbst wenn es nur ein Baby ist, kann die Veröffentlichung dieser Art von Fotos gefährlich sein. Wir müssen bedenken, dass es Nutzer und Seiten gibt, die sich mit Pädophilie und Kinderpornographie beschäftigen.
  • Bilder mit Suggestivposen: Dies gilt insbesondere für junge Menschen. Eine unschuldige Pose kann leicht zum viralen Hit werden.
Online stellen

Zwei Empfehlungen zum Schutz Deiner Online-Aktivitäten

Die Gewohnheit, ein privates Profil zu pflegen, ist eine gute Möglichkeit, die Daten Deiner Kinder zu schützen. Auf Facebook gibt es eine Einstellung, bei der nur Deine Freunde Deine Publikationen sehen können.

Twitter und Instagram hingegen erlauben es uns, die Personen zu kontrollieren, die unsere Profile sehen.

Wir sollten kontrollieren, wenn wir Familie und Freunde markieren. Sobald der Inhalt beschriftet ist, kann er nämlich von Leuten gesehen werden, die wir nicht einmal kennen. Es ist empfehlenswert, dass Angehörige Dich zuerst fragen, bevor sie einen Inhalt mit Deinem Kind veröffentlichen.

Abschließend möchte ich sagen, dass wir das, was wir online stellen, kontrollieren müssen, um das Wohl und die Privatsphäre unserer Kinder zu schützen. Diese Empfehlungen gelten sowohl für die Kleinen als auch für die Eltern.