4 verschiedene Milcharten für Babys

Eine Mutter die Probleme mit dem Stillen hat kann auf andere Milchprodukte ausweichen. die ebenfalls alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Wir haben eine Liste mit Optionen für dich.
4 verschiedene Milcharten für Babys

Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2018

Es gibt verschiedene Milcharten für Babys. Die wichtigste davon ist Muttermilch, denn sie enthält viele verschiedene Nährstoffe und ist gut für die Verdauung. Doch daneben gibt es noch weitere Alternativen die du kennen solltest.

Am meisten gebräuchlich und weit verbreitet ist Kuhmilch. Sie ist reich an Eiweiß. Sie wird industriell so weiter verarbeitet, dass sie der natürlichem Muttermilch möglichst ähnlich ist. Außerdem gibt es noch weitere Milcharten für Babys.

Die verdünnte Milch fütterst du deinem Baby nur im ersten Monat. Später gehst du allmählich auf eine Mischung aus Milch und Wasser im Verhältnis 2:1 über. Mit 6 Monaten kannst du deinem Baby schließlich reine Milch geben.

Milcharten für Babys

Es gibt einige Milcharten für Babys auf dem Market. Sie unterscheiden sich in gewisser Hinsicht. Jede versucht die speziellen Bedürfnisse von Kleinkindern bestmöglich zu bedienen. Wir zeigen dir hier die beliebtesten.

1. Ziegenmilch

Diese Art von Milch musst du unbedingt verdünnen. Durch die Aufnahme von roher Milch wird oftmals das sogenannte Maltafieber verbreitet. Deshalb ist es immer ratsam die Milch zuerst abzukochen und sie erst dann zu trinken.

2. Lamm-Molke

Einige Experten empfehlen deren Verwendung in der Herstellung einer künstlichen Muttermilch. Diese Lösung setzt sich aus 25% Wasser, 10% Zucker, 25% Schafmilch und 50% Schafmolke zusammen.

Diese enthält dann für gewöhnlich mehr Eiweiß als Kuhmilch, jedoch gleich viel oder weniger Milchzucker. Hier bedarf es allerdings der Vorsicht wegen Bakterien. Das bedeutet, dass du sie sorgfältig lagern musst, um die Qualität zu erhalten.

Milcharten für Babys

3. Kuhmilch

Einige Milcharten werden aus Kuhmilch hergestellt:

  • Kondensmilch: Auch wenn hier nur noch wenige Vitamine enthalten sind, wird sie zum Füttern an das Baby empfohlen. Sie sollte allerdings immer frisch zubereitet werden, denn gerade im Sommer ist es bei der Hitze gefährlich sie vor allem offen zu lagern. Beachte als Grundsatz ein ausgewogenes Mischverhältnis von gekochtem Wasser und Kondensmilch. Allerdings ist diese Art der Babymilch die am wenigsten verbreitete.
  • Milchpulver: Aus der Verdampfung heraus wird Milchpulver produziert. Dafür gibt es verschiedene Methoden, zum Beispiel die nach Krause. Das jedoch führt auch zum Verlust von Vitaminen und macht meist eine spätere Zugabe von Zucker erforderlich.

Vollmilch solltest du erst füttern wenn dein Kinderarzt das abgesegnet hat. Vollmilchpulver hat einen hohen Fettgehalt. Daran können sich Babys eventuell nicht richtig gewöhnen, je nachdem wie alt sie sind.

4. Spezialmilch

In einigen Fällen kann auch eine pflanzliche Milch gegeben werden. Nämlich dann wenn ein Baby zu früh auf die Welt gekommen ist, eine Allergie hat oder den hohen Fettgehalt von Kuhmilch oder verarbeiteter Milch nicht verträgt.

Diese Milchart ist pflanzlichen Ursprungs und wird das Baby ebenfalls gut versorgen. So schützt du es vor einer Kolik oder anderen Magen- und Verdauungsproblemen.

Manche Kinder haben schon ab der Geburt eine Allergie auf Milcheiweiß. Dann solltest du eine sogenannte Allergie-Milch geben. Sie ist ideal, weil das besagte Protein in ihr nicht vorkommt.

“Vollmilchpulver hat einen hohen Fettgehalt. Daran können sich Babys eventuell nicht richtig gewöhnen, je nachdem wie alt sie sind.”

Für Frühchen oder Neugeborene mit geringem Gewicht wird der Arzt eine besondere Mischung verschreiben. Sie hat einen hohen Kaloriengehalt und enthält außerdem viele Mineralstoffe. Diese Babys brauchen einfach nochmal mehr.

Leider gibt es auch Babys die unter einem permanenten Sodbrennen leiden und nicht richtig zunehmen. Für sie  reichert man Milch auch mit Stärke aus Reis an.

5. Muttermilch

Diese Art von Milch kannst du natürlich nicht im Supermarkt kaufen. Doch wenn es um Babynahrung geht, ist es unmöglich, sie nicht anzuführen. 

Muttermilch beschreibt man gerne als die einzige vollständige Milchart. Sie ist alles was dein Baby ab der Geburt bis zum 6. Lebensmonat braucht. 

Milcharten für Babys

Ein Merkmal von Muttermilch ist, dass das Verhältnis zwischen Fetten und Zucker 2:1 beträgt. Das macht sie so hervorragend für die Versorgung des Babys.

Außerdem enthält Muttermilch einige Stoffe, die gut für die Verdauung des Kleinen sind. Und als ob das noch nicht genug wäre, sind in ihr auch noch Substanzen zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte des Babys enthalten.

Wenn es um die Gesundheit unseres Babys geht, dann sollten wir immer nach der besten Option suchen. Ihre Ernährung sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Deshalb ist es immer gut und ratsam einen Experten um seine Meinung zu fragen. Das kann zum Beispiel deine Hebamme oder der Kinderarzt sein.

Doch zum Glück gibt es auch einige alternative Milcharten für Babys. Und auch diese sind auf den Bedarf der Kleinen abgestimmt. Wenn Muttermilch oder das Stillen also aus irgendeinem Grund keine Option ist, dann hast du gute Alternativen zur Hand. 



  • Unicef UK. A guide to infant formula for parents who are bottle feeding. The Health Professional’s Guide. 2-19. [Avaiable online].
  • Harton A, Myszkowska-Ryciak J. Types of Milk and/or Its Substitutes Given to Children (6–36 Months) in Nurseries in Poland: Data from the Research and Education Project “Eating Healthy, Growing Healthy”. Int. J. Environ. Res. Public Health 2018, 15, 2789; doi:10.3390/ijerph15122789