Emotionale Erziehung im Mutterbauch

17 Februar, 2019
Entdecke anschließend, wie du eine ganz besondere Beziehung zu deinem kleinen Bauchbewohner aufbauen kannst, um seine emotionale Intelligenz von Anfang an zu fördern. 

Die emotionale Erziehung im Mutterbauch ist eine wunderbare Möglichkeit, dein Kind frühzeitig zu fördern, damit es eine ausgeglichene, stress- und angstfreie Persönlichkeit entwickeln kann.

Indem die emotionale Welt der Mutter gepflegt wird, profitiert auch der kleine Bauchbewohner sein ganzes Leben lang durch diese wunderbare Erfahrung. 

Wenn du darüber einen Augenblick nachdenkst, wird dir eines bewusst: Während der Schwangerschaft hast du verschiedene ärztliche Kontrolltermine, du sorgst für eine besonders gute Ernährung, treibst Sport, kaufst Dinge für dein Baby und machst dir Gedanken über seine Erziehung.

Doch bist du dir über deine eigenen Emotionen bewusst? Pflegst du sie? Was passiert, wenn die Beziehung zu deinem Vater nicht optimal verläuft, oder wenn du dir Sorgen um deinen Job machst?

Vivette Glover, perinatale Psychobiologin am Imperian College in London erklärt, dass eine enge und mächtige Beziehung zwischen den Emotionen der Mutter und der Entwicklung des Fötus im Mutterbauch besteht. 

Eine schöne emotionale Verbindung mit dem Baby im Mutterbauch begünstigt die Entwicklung des Kindes.

Auswirkungen von Emotionen auf den kleinen Bauchbewohner

Wir sind uns oft nicht bewusst darüber, doch eine Schwangerschaft ist viel mehr als hormonelle, emotionale und physische Veränderungen. Oft verkauft man uns die Idee, dass eine Schwangerschaft wunderbar ist, dass es die schönste Zeit des Lebens ist, doch nicht jede Frau erlebt das so.

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Zeit der Veränderungen und der Beschwerden

Die Position der Organe der Frau verändert sich während der Schwangerschaft, um Platz für das Kind zu machen. All diese Veränderungen können Beschwerden auslösen, die manche Frauen mehr, andere weniger spüren. 

Wir kümmern uns um unseren Körper, aber nicht um unsere Emotionen

Experten in perinataler Psychologie bringen uns das Risiko ins Gedächtnis: Es ist notwendig, die emotionale Welt der Mutter während der Schwangerschaft zu berücksichtigen! 

Ultraschall, Blutanalysen und eine spezielle Ernährung sind sehr wichtig, doch man muss auch untersuchen, ob die werdende Mutter an Stress, Nervosität oder einer versteckten Depression leidet. 

In einem interessanten Buch von Vivette Glover, das den Titel “Perinatale und postnatale Depression” trägt, erwähnt die Psychobiologin eine interessante Studie, die am Imperian College von London durchgeführt wurde. Darin wurden 14.000 schwangere Frauen untersucht.

Die emotionale Erziehung im Mutterbauch ist eine wunderbare Möglichkeit, dein Kind frühzeitig zu fördern, damit es eine ausgeglichene, stress- und angstfreie Persönlichkeit entwickeln kann.

emotionale Erziehung im Mutterbauch

  • In dieser Studie wurden Stresslevel und mögliche Indikatoren für Depressionen untersucht.
  • Nach der Entbindung erfolgte eine Überwachung der Kinder über einen Zeitraum von 5 Jahren.
  • Das Ergebnis dieser Studie zeigte auf, dass ein Zusammenhang zwischen Depression oder Stress in der Schwangerschaft mit späterem Aufmerksamkeitsdefizit mit oder ohne Hyperaktivität besteht.

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Emotionale Erziehung im Mutterbauch

Wir alle stellen uns vor, dass die Plazenta eine undurchdringbare Grenze darstellt, die das wachsende Kind vor jedem Risiko schützt. Viele Mütter glauben sogar, dass Sorgen, berufliche oder familiäre Probleme und Stress keine Auswirkungen auf das Baby haben.

Doch das entspricht nicht der Wahrheit. Um dies besser verstehen zu können, stellen wir uns eine stressige Situation vor, die sich aus welchen Gründen auch immer täglich wiederholt.

  • In dieser Situation produziert der Hypothalamus mehr CRH-Hormone, die wiederum Cortisol erzeugen.
  • Bei chronischem Stress während der ganzen Schwangerschaft kann die natürliche Barriere der Plazenta der großen Menge an Cortisol im Blut nicht standhalten, das heißt, dass dieses Stresshormon auch bis zum Fötus vordringt. Das sich entwickelnde Baby befindet sich dann im Alarmzustand, da die Biochemie nicht förderlich ist.

Wir müssen uns über diese Realität bewusst sein und gewisse Gewohnheiten verändern, um die emotionale Welt anders zu steuern.

Anschließend haben wir ein paar Tipps für dich, die dir helfen werden, diese Aspekte während der Schwangerschaft zu berücksichtigen.

Wie kann ich eine emotionale Beziehung zu meinem kleinen Bauchbewohner aufbauen?

schwangere Frau meditiert

Es gibt viele Möglichkeiten, doch am allerwichtigsten ist, dass sich die werdende Mutter wohl fühlt. Denn dann wird es auch dem kleinen Kind gut gehen.

Wenn du unter Druck und Stress stehst, solltest du Abstand nehmen. Während der Schwangerschaft musst du dich um dein emotionales Wohlbefinden kümmern!

  • Praktiziere Yoga und Meditation. Diese beiden Aktivitäten werden dir helfen, dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Nur wenn du Innenschau hältst, kannst du auch eine starke Beziehung zu deinem Baby aufbauen.
  • Sanfte Bauchmassagen, auch von deinem Partner, sind ebenfalls sehr vorteilhaft. Du kannst dafür ein sanftes, gut duftendes Öl verwenden. Damit zeigst du deinem Kind, dass du es liebst und glücklich und ruhig bist.

Die emotionale Erziehung beginnt bereits im Mutterbauch. Nutze diese wertvolle Zeit und pflege dich und dein Kind!