Liebevolle Erziehung: Mythen und Fakten

13 Januar, 2019
Die liebevolle Erziehung ist eine Philosophie, die sich auf die Zuneigung konzentriert, die einem Menschen in der Kindheit als Grundlage für die volle körperliche und emotionale Reife in der Zukunft entgegengebracht wird.
 

Liebevolle Erziehung bedeutet, dass die Unterstützung und Liebe, die das Kind im Anfangsstadium erhält, seine Entwicklung erleichtern wird.

Wenn ein Kind die Liebe seiner Eltern wahrnimmt und das Gefühl der Nähe hat, wächst es zu einem selbstbewussten Menschen heran und ist auf emotionaler Ebene völlig unabhängig.

Auf der anderen Seite kann der Mangel an Zuneigung in der Kindheit sein Wachstum und seine Entwicklung verzögern.

Die Erziehung mit Zuneigung ermöglicht es dem Kind, gute Beziehungen zu anderen aufzubauen. Um so zu lernen, eigene Entscheidungen zu treffen, die zu einem Erwachsenen mit großer Eigenständigkeit führt.

Damit du dir aller Vorteile der liebevollen Erziehung bewusst bist und einige deiner Zweifel ausräumen kannst, werden wir dir weitere Informationen geben.

Die Mutter küsst ihren Sohn auf die Wange, um ihm Liebe entgegen zu bringen.

Wie kann ich mit Zuneigung erziehen?

Die erste Regel der liebevollen Erziehung ist es, dem Kind viel Liebe zu schenken und so lange wie möglich mit dem Kind zusammen zu sein.

Dies wird erreicht durch:

  • Du liebst dein Kind, weil es in deinem Bauch ist. Die Emotionen, die Mutter und Kind während der Schwangerschaft teilen, bilden unzertrennliche Bindungen. Es zu lieben, mit ihm zu reden, zu singen, auch ohne es zu kennen, fördert seine Entwicklung im Mutterleib.
 
  • Ihm Liebe schenken und es in den ersten Wochen seines Lebens stimulieren. Dies stärkt auch die Neuroentwicklung im Gehirn und macht das Kind glücklich.
  • Ihm einen sicheren und harmonischen Haushalt bieten, in dem es keine Gewalt gibt und seine körperliche Integrität nicht gefährdet ist.
  • Füttere es mit Muttermilch, wann immer es möglich ist.
  • Befriedigung seiner lebenswichtigen Bedürfnisse und Lehre, wie man sie erfüllt, wenn es größer wird.
  • Sicherstellung ihrer wirtschaftlichen Nachhaltigkeit.
  • Schutz, Überwachung und Pflege seiner Krankheiten und anderer Erkrankungen.

Was nicht über liebevolle Erziehung gesagt wird: Mythen und Realitäten

Als Mutter solltest du wissen, dass es viele Mythen gibt, die sich um die liebevolle Erziehung drehen. Sie haben sowohl Anhänger als auch Kritiker.

Hier werden wir drei davon erklären und aufklären.

Nummer 1:

Es ist ein Mythos, dass liebevolle Erziehung bedeutet, ein Kind zu verwöhnen.

Ein Kind wird nur durch eine gute oder schlechte Erziehung verwöhnt, nicht durch die Liebe und Unterstützung, die es von seinen Eltern erhält.

Nummer 2:

Es ist ein Mythos, dass, wenn ein Kind mit Zuneigung aufwächst, es der Liebesbeziehung seiner Eltern im Weg steht und ihnen die Zeit als Paar nimmt.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass ein Kind nichts mit der Liebe zu tun hat, die beide Elternteile füreinander haben. Ein Paar, das sich sexuell liebt und anzieht, wird immer die Zeit finden, zusammen zu sein.

Es ist gewiss, dass mit der Ankunft des Kindes und der dafür benötigten Zeit, sich ändernden Zeitplänen und Routinen zu Hause, die Liebhaber kreativer sein müssen, um Zeit zum Zusammensein zu finden.

 
Liebevolle Erziehung fängt im Mutterleib an und kann auf das Baby übertragen werden.

Aber diese Kreativität kann als Werkzeug benutzt werden, damit Routinen überwindet werden und die Liebesbeziehung in ständiger Entwicklung bleibt.

Nummer 3:

Ein dritter Mythos, der diese Philosophie mit sich bringt, ist, dass wir, wenn wir mit Zuneigung erziehen wollen, das Baby nicht weinen lassen dürfen.

Um diesen Glauben zu widerlegen, müssen wir dir sagen, dass Weinen das natürliche Verhalten eines Babys ist.

Das Baby weint, wann immer es will oder etwas braucht: Muttermilch, Windeln wechseln, Liebe, es tragen, schlafen…

Aber liebevolle Erziehung bedeutet nicht, zu laufen, sobald das Kind anfängt zu weinen.

Dem Kleinkind muss die Möglichkeit gegeben werden, zu lernen, dass durch das Weinen seine Bedürfnisse befriedigt werden. Aber wir werden dies nicht erreichen, wenn wir an seiner Wiege festhalten.

Wir sollten es zwar nicht zu sehr weinen lassen, jedoch auch nicht der ersten Sprache berauben, mit der es mit uns kommunizieren kann.

Was nicht über liebevolle Erziehung gesagt wird, ist, dass sie genauso aufopfernd wie bezaubernd ist. Genauso wie eine natürliche Geburt. Sie ist ebenso erstaunlich wie schmerzhaft. Und die mütterliche Liebe ist so gewaltig wie sie ist.

 
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