Arten von Geburtsfehlern und Vorbeugung

· 20. Mai 2018
Sie können entweder strukturell oder funktional sein. Sie treten in der Regel in der Gebärmutter auf und werden in der Schwangerschaft, nach der Geburt oder zu einem späteren Zeitpunkt entdeckt.

Fetale Fehlbildungen oder bestimmte Arten von Geburtsfehlern sind angeborene Anomalien.

Ein minimaler Prozentsatz von Geburtsfehlern

Heutzutage gebären die meisten Frauen gesunde Babys. Dies ist den großen medizinischen Fortschritten und der Politik in den Entwicklungsländern zu verdanken.

Dadurch hat sich das Auftreten von fetalen Fehlbildungen deutlich verringert.

In vielen Ländern sind angeborene Geburtsfehler die Ursache für eine hohe Kindersterblichkeit, chronische Krankheiten und Behinderungen. Behinderungen haben große Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen, ihre Familie, die Gesundheitssysteme und auf die Gesellschaft im Allgemeinen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat 1 von 33 Kindern eine fetale Fehlbildung. Jedes Jahr werden schätzungsweise 3,2 Millionen Babys mit Behinderungen geboren.

Die Früherkennung dieser Krankheitsbilder durch diagnostische Methoden in der Schwangerschaft ist von grundlegender Bedeutung. Tests ermöglichen es Spezialisten, geeignete und wirksame Therapien für viele embryonale Fehlbildungen durchzuführen.

Über die Arten von Geburtsfehlern kann man sich beraten lassen

Für 50 % der fetalen Fehlbildungen ist es schwierig, eine spezifische Ursache zu finden. Aber Spezialisten haben es geschafft, bestimmte Faktoren auszumachen. Eine Rolle spielen Sozioökonomie, Umwelt, Demographie, Genetik, Infektionen, Ernährungszustand der Mutter etc.

Arten von Geburtsfehlern

  • Die häufigsten Arten von Geburtsfehlern: Lippenspalte, Gaumenspalte, Zerebralparese, angeborene Hypothyreose, fetales Alkoholsyndrom oder Neuralrohrdefekte, einschließlich Spina bifida und Anenzephalie.
  • Herzfehler sind Septum- und Ventrikeldefekte, Persistierender Ductus arteriosus, Aortenstenose und Koarktation der Aorta. Außerdem die Transposition großer Gefäße, das hypoplastische Linksherzsyndrom und die Fallot-Tetralogie.
Viele Arten von Geburtsfehlern können verhindert werden

  • Defekte im Magen-Darm-Trakt: Ösophagusatresie, angeborene Zwerchfellhernie, Pylorusstenose, Morbus Hirschsprung, Gastroschisis, Omphalozele, Analatresie und Gallengangsatresie.
  • Erbkrankheiten: Mukoviszidose, Down-Syndrom, Fragiles-X-Syndrom, Muskeldystrophie, Phenylketonurie, Sichelzellenanämie, Tay-Sachs-Syndrom, etc.
  • Infektionen, die fetale Fehlbildungen verursachen können: Angeborene Rötelninfektion, Zytomegalievirus, Toxoplasmose, Genitalherpes, Ringelröteln, Windpocken, angeborene Syphilis.

Erkennung

Der Nachweis dieser pathologischen Veränderungen kann zu folgenden Zeitpunkten erfolgen:

  • Vor der Empfängnis.
  • In der SchwangerschaftHierzu gehören grundlegende Praktiken der reproduktiven Gesundheit, Gentests und Beratung.
  • In der Säuglingszeit.

Behandlung und Pflege

Eine Vielzahl von strukturellen angeborenen Anomalien, wie z.B. Gaumenspalten, können durch kinderchirurgische Eingriffe korrigiert werden.

Auch Kinder mit funktionellen Veränderungen wie Thalassämie und angeborener Hypothyreose können frühzeitig behandelt werden.

Vorbeugung von Geburtsfehlern

Präventive Gesundheitsmaßnahmen und -kampagnen, die in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens und der Hygiene angeboten werden, sind sehr effektiv bei der Vorbeugung von vielen Arten von Geburtsfehlern des Fötus.

Die Umsetzung dieser Richtlinien hat das Auftreten von Geburtsfehlern reduziert. Einige der Maßnahmen sind:

  • Eine Anpassung der Ernährung von Frauen im gebärfähigen Alter, die den Verzehr von lebenswichtigen Mineralien und Vitaminen, wie z.B. Folsäure, sicherstellt.
  • Sicherstellung, dass schwangere Frauen keine Stoffe konsumieren, die für das sich entwickelnde Baby schädlich sein können. Zu diesen Schadstoffen gehören unter anderem Drogen, Alkohol und Tabak.
  • Regelmäßige Arztbesuche und Durchführung der notwendigen Untersuchungen vor der Empfängnis und in der Schwangerschaft. Dadurch können Krankheiten, die durch eine spezielle Diät behandelt werden können, wie z.B. Diabetes mellitus, erkannt und bekämpft werden.
  • Reduzierung oder Vermeidung der Exposition gegenüber Schadstoffen wie Schwermetallen oder Insektiziden in der Schwangerschaft.
  • Begrenzung der Strahlenbelastung (und der Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft). Die Exposition/Einnahme muss immer zuvor hinsichtlich der Risiken und des Nutzens für die Gesundheit von Mutter und Kind bewertet werden.
  • Gesundheitsfördernde Maßnahmen, einschließlich der Verbesserung des Zugangs zu Impfstoffen. Vor allem Impfstoffe gegen das Röteln-Virus bei Frauen und Mädchen. Kinder-Röteln-Impfstoffe sind wirksam zur Vorbeugung gegen die Krankheit. Wenn eine Frau die Krankheit nicht hatte, kann sie den Anti-Röteln-Impfstoff in der Schwangerschaft bekommen.

Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Geburtsfehler kommen dank dieser Fortschritte immer seltener vor. Es ist jedoch wichtig, Krankheiten frühzeitig – vor, während oder gleich nach der Schwangerschaft – zu erkennen und zu bekämpfen.