Hughes-Syndrom und spontane Fehlgeburten

Diese Krankheit war bereits Thema mehrerer Studien und nun wird eine Behandlung entwickelt, die es den Patienten ermöglicht, eine bessere Lebensqualität zu genießen.
Hughes-Syndrom und spontane Fehlgeburten

Letzte Aktualisierung: 27. August 2018

In diesem Artikel erzählen wir Dir alles über das Hughes-Syndrom und spontane Fehlgeburten.

Du versuchst schwanger zu werden und möchtest eine optimale Entbindung erleben? Wenn Du bereits eine oder mehrere Spontanfehlgeburten erlitten hast, könntest Du am Hughes-Syndrom leiden.

Was ist das Hughes-Syndrom?

Das Hughes-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, bei der das Blut eine zähflüssige und klebrige Konsistenz aufweist.

Diese Eigenschaft des Blutes verursacht eine Tendenz zur Bildung von Blutgerinnseln in den Blutgefäßen. Diese Blutgerinnsel werden auch als Thrombosen bezeichnet.

Sie können in jeder Vene und sogar in den Arterien auftreten. Letzteres erhöht das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

Bei Schwangeren kann das Hughes-Syndrom zu spontanen Fehlgeburten während des zweiten Trimesters führen, da die Plazenta nicht resistent ist.

 

Hughes Syndrom

Ursachen des Hughes-Syndroms

Diese Krankheit wird auch als Antiphospholipid-Syndrom oder APS bezeichnet.

Die Ursache dieser Krankheit ist eine Produktion von abnormen Proteinen, die als Antiphospholipid-Antikörper im Blut bezeichnet werden.

Diese Antikörper stimulieren das Immunsystem, was wiederum die Blutgerinnung begünstigt.

Arten des Hughes-Syndroms

  • Primär. Die Krankheit gilt als primär, wenn sie nicht mit anderen Krankheiten wie Lupus zusammenhängt.
  • Sekundär. Ein sekundäres Hughes-Syndrom ist auf eine Autoimmunerkrankung zurückzuführen, bei der mehrere körpereigenen Systeme einschließlich des Gefäßsystems geschädigt werden.

Symptome des Hughes-Syndroms

Diese Krankheit hat normalerweise keine Symptome, die vor ihrem Auftreten warnen.

Es gibt aber bestimmte Anzeichen, die mit anderen Krankheiten verwechselt werden können. Die häufigsten Symptome sind:

  • Starke Kopfschmerzen oder Migräne.
  • Gelenkschmerzen.
  • Durchblutungsstörungen.
  • Kalte Haut.
  • In akuten Fällen können Epilepsie und eine blauviolette Hautfärbung im Bereich der Knie und Ellenbogen auftreten.

Frauen, die an dieser Krankheit leiden, können in den ersten 10 Wochen der Schwangerschaft eine spontane Fehlgeburt erleiden. In einigen Fällen kann es ab der 34. Schwangerschaftswoche zu Frühgeburten kommen.

 

Wie wird das Hughes-Syndrom diagnostiziert?

Eine Diagnose dieser Krankheit kann nur von einem Arzt gestellt werden. Der Arzt beurteilt die persönliche Vorgeschichte der Frau, die Familiengeschichte, führt eine Untersuchung durch und fordert bestimmte Labortests an, um die Krankheit auszuschließen oder zu bestätigen.

Ärzte verwenden spezielle Bluttests, um Antiphospholipid-Antikörper nachzuweisen.

 

Informiere Deinen Arzt über das Auftreten von Blutgerinnseln und anderen Symptomen.

Denke daran, dass das Hughes-Syndrom Menschen jeden Alters betreffen kann. Eine gute medizinische Behandlung kann jedoch die Lebensqualität des Patienten deutlich verbessern.

 

Häufige Komplikationen beim Hughes-Syndrom

Dieser Krankheitsfall kann mit Aspirin, Heparin oder Warfarin behandelt werden. Alle diese Antikoagulantien helfen eine Blutgerinnselbildung zu verhindern, wenn sie in bestimmten Dosen verabreicht werden.

 

Wenn die Krankheit nicht frühzeitig diagnostiziert wird, kann das Hughes-Syndrom andere Komplikationen wie Schlaganfälle, Blindheit und Herzinfarkte mit sich bringen.

Außerdem kann die Bildung von Blutgerinnseln auch eine konstante Durchblutung des Körpers verhindern.

Eine weitere Komplikation dieser Krankheit ist die Blutgerinnselbildung in der Lunge. Dies kann zu Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und Husten führen.

Hughes-Syndrom

Hughes-Syndrom und Schwangerschaft

Trotz aller Komplikationen, ist es immer noch möglich, eine glückliche Schwangerschaft zu haben. Bei geplanten Schwangerschaften wird vor der Empfängnis eine Behandlung zur Blutverdünnung empfohlen.

Eine Frau kann ohne adäquate Behandlung an Gerinnseln in der Plazenta leiden, die die Nährstoffversorgung des Fötus behindern. Dies kann zu Fehlgeburten und Präeklampsie führen.

Bei Frauen, die bereits schwanger sind, verschreiben die meisten Ärzte Aspirin. Die Behandlung soll die Blutzähigkeit reduzieren und führt bei bis zu 80% der Patienten zu erfolgreichen Schwangerschaften.

Zusammenfassend kann eine rechtzeitige Behandlung des Hughes-Syndroms zu einer positiven Schwangerschaft und zur Verhinderung von Spontanfehlgeburten führen.