Was sind Pflegefamilien und wie funktionieren sie?

· 5. Mai 2019
Pflegefamilien bieten eine vorübergehende Betreuung für Kinder an, ohne dass sie die rechtmäßigen Eltern des Kindes werden. Dies ist der Hauptunterschied in Bezug auf die Adoption.

Pflegefamilien betreuen ein Kind oder einen Jugendlichen vorübergehend. Diese Familien verpflichten sich, das Kind physisch, emotional, psychisch und wirtschaftlich zu schützen und zu stützen, bis es zu seiner biologischen Familie zurückkehren kann.

Die Pflegeunterbringung ist eine vorübergehende Schutzmaßnahme für Minderjährige in hilflosen Situationen. Kinder bleiben dabei in einem familiären Umfeld, bis ihre eigene Familie oder ihre nahen Angehörigen sich um sie kümmern können. Wenn dies allerdings nicht möglich ist, nimmt eine nicht verwandte Pflegefamilie das Kind auf.

Wenn Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern können, schützt die Regierung sie. Um ihre Bedürfnisse zu decken, können Jugendzentren für sie sorgen. Im Laufe der Zeit haben Forscher jedoch herausgefunden, dass sich Kinder für ihre Entwicklung als Teil einer Familie fühlen müssen. Auf diese Weise entstanden die ersten Pflegesysteme.

Pflegefamilien fungieren als Vormund und kümmern sich um Kinder, bis ihre familiäre Situation gelöst ist. Die Pflegeunterbringung bedeutet allerdings nicht, dass die Menschen, die Kinder legal aufnehmen und sie betreuen, auch ihre Eltern werden. Dies ist der Hauptunterschied zwischen der Adoption und der Pflege.

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Pflegefamilien: Wie funktioniert die Pflegeunterbringung?

Pflegefamilien müssen Kinder in ihr eigenes Leben integrieren und ihnen eine persönliche, materielle, spirituelle und pädagogische Entwicklung bereitstellen. Sie machen dies so lange, bis sie in ihre biologischen Familien zurückkehren können.

Diese Wiedervereinigung findet statt, wenn die leiblichen Eltern eine Schulung erhalten, in der sie lernen, wie sie sich um ihre Kinder kümmern können. Gleichzeitig müssen sie zeigen, dass sie den Konflikt oder die Situation überwunden haben, die zur Trennung von ihren Kindern führte.

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Die Pflegeunterbringung ermöglicht es Kindern, eine Verbindung zu ihren leiblichen Familien aufrechtzuerhalten. Das bedeutet, dass sie ihre Eltern sehen können, während die Pflegefamilie sich um sie kümmert, bis sie wieder zu den leiblichen Eltern zurückkehren können. Dabei werden die Pflegeeltern nicht zu den Eltern der Kinder.

Im Bereich der Pflegeunterbringung regeln Gesetze die Rechte und Pflichten aller am Prozess beteiligten Parteien. Die Gesetzgebung garantiert auch den Respet für die Kinder, ihre biologischen Familien und ihre kulturellen Identitäten.

Pflegeeltern übernehmen die Vormundschaft für Kinder, aber werden nicht zu deren Eltern

Pflegefamilien haben andere Eigenschaften als die Institutionalisierung. Das Kind profitiert von persönlicher Aufmerksamkeit und der Entwicklung innerhalb eines familiären Umfelds. Dies stellt eine wichtige und bereichernde Erfahrung für alle Beteiligten dar.

Diese Koexistenz wird so lange forgesetzt, bis die Bedingungen wiederhergestellt sind, die ursprünglich zu der Trennung geführt haben. Andererseits könnte auch eine andere Situation eintreten, um die Pflege zu verlassen, z. B. Adoption.

Anforderungen an Pflegefamilien

Diverse Bedingungen führen dazu, dass Pflegefamilien benötigt werden, wie  z. B. wirtschaftliche Schwierigkeiten, gesundheitliche Besorgnisse oder Konflikte zwischen den Eltern. Daher kann der Beschluss von Fall zu Fall verschieden sein.

So können Kinder zum Beispiel nur wenige Tage pro Woche in die Pflege gehen, wenn die Arbeit der leiblichen Eltern während dieser Zeit es ihnen nicht erlaubt, bei ihnen zu bleiben.

„Die Pflege wird durch Gesetze geregelt, die die Rechte und Pflichten aller am Prozess beteiligten Parteien regeln.“

Ein Vormund kann auch für kurze Zeit, als Reaktion auf eine vorübergehende Notwendigkeit oder einen Notfall, eingerichtet werden. Dies ist der Fall, wenn die Eltern sich während eines bestimmten Zeitraums, beispielsweise während eines Krankenhausaufhalts, nicht um ihr Kind kümmern können.

Die häufigste Form der Pflegesituation ist letztlich eine langfristige Vormundschaft. Dies gilt für die Fälle, in denen nicht vorhergesagt werden kann, wann das Kind oder Kleinkind zu seiner oder ihrer biologischen Familie zurückkehren kann.

Sich um ein Pflegekind kümmern: eine schwierige Entscheidung

Ehepaare behaupten die beste Position, um ein Pflegekind aufzunehmen. Paare mit Kindern, die in etwa so alt wie das Pflegekind sind, haben Vorrang. Danach werden verheiratete Paare bevorzugt, die keine Kinder haben, und letztendlich alleinstehende Personen.

Soziale Einrichtiungen und medizinische Teams bereiten die Pflegeeltern auf ihre Aufgaben vor. Gleichzeitig bewerten und unterstützen sie sie. Ihre Zusammenarbeit ist der Schlüssel, da diese besondere Erfahrung stets mit der Hilfe und Unterstützung von Fachleuten unternommen werden muss.

Sich um ein Kind mit einer schwierigen Geschichte zu kümmern, ist wunderbar. Dennoch stellt dies eine Herausforderung für die Pflegeeltern dar. Denn das Kind kann sich in der Pflegefamilie seltsam fühlen oder sich fragwürdig verhalten.

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Pflegekinder können manchmal eine Herausforderung für die Pflegeeltern darstellen

In diesem Sinne ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Angst der Kinder vor allem darin besteht, ihre biologischen Familien zu verlieren. Da sie ihre Pflegefamilien nicht gut kennen, wissen sie natürlich nicht, inwieweit sie auf sie zählen können. Deshalb ist es wichtig, flexibel zu bleiben.

Der Nutzen von Pflegefamilien

Das System der Pflegeunterbringung ermöglicht es Kindern jeden Alters, in einer anderen Familie aufzuwachsen. Dabei sind Pflegfamilien ebenso gastfreundlich und unterstützend wie es die biologische Familie in der Regel ist.

Gleichzeitig sind sie, für einen bestimmten Zeitraum, immer da, wenn das Kind sie braucht. Basierend auf diesen Erfahrungen ist die Pflegefamilie ein mögliches und machbares System.

Die Pflegeunterbringung bietet sowohl kurz- als auch langfristige Vorteile. Ein Mangel an angemessener Betreuung in der frühen Kindheit kann ernste und manchmal dauerhafte Folgen für die Entwicklung des Kindes haben. Dank der Pflegefamilien haben viele Kinder eine glücklichere Kindheit und eine bessere Zukunft.