Schlaftabelle: Wie viel Schlaf brauchen Babys, Kleinkinder und Kinder?

Mit Hilfe der Schlaftabelle für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder kannst du herausfinden, wie viel Schlaf dein Kind in jeder Phase braucht. Hier erfährst du, wie du sie interpretieren kannst.
Schlaftabelle: Wie viel Schlaf brauchen Babys, Kleinkinder und Kinder?

Letzte Aktualisierung: 12. April 2022

Mit der Ankunft eines Kindes ist der Schlaf einer der Aspekte, der Eltern am meisten Sorgen bereitet. Häufiges Aufwachen, Schwierigkeiten beim Einschlafen, Zweifel daran, ob das Kind genug Schlaf bekommt. All diese Probleme können Eltern verunsichern. Daher möchten wir dir die Schlaftabelle für Babys, Kleinkinder und Kinder vorstellen, damit du sie in der Wachstumsphase deines Kindes zu Rate ziehen kannst.

Ausreichende Erholung ist für die Entwicklung deines Kindes von entscheidender Bedeutung, und das hat verschiedene Gründe. Zum einen wird während des Schlafs ein Maximum an Wachstumshormonen ausgeschüttet. Außerdem werden einige Stoffwechselregulierungsprozesse durchgeführt, die Übergewicht verhindern und dazu beitragen, die im Wachzustand verbrauchte Energie wieder aufzufüllen.

Darüber hinaus baut das Gehirn von Kleinkindern im Schlaf neuronale Verbindungen auf und aus. Auf diese Weise konsolidieren sie bestimmte Informationen, während sie andere Informationen verwerfen. Kurz gesagt, sie optimieren ihre Funktionsweise und ihre kognitiven Fähigkeiten.

Daher kann sich Schlafentzug auf das Wachstum, die Gesundheit und die Tagesform von Kindern auswirken. Aber woher weißt du, ob dein Baby oder Kleinkind den nötigen Schlaf bekommt? Wir sagen es dir.

Die Schlaftabelle für Babys, Kleinkinder und Kinder

Die Schlaftabelle ist ein sehr praktisches Hilfsmittel, an dem du leicht ablesen kannst, wie viele Stunden Schlaf dein Kind braucht. Sie gibt an, wie viele Stunden Schlaf dein Kind in jeder Lebensphase benötigt. Allerdings handelt es sich hier nur um Richtwerte. Man darf nicht vergessen, dass jedes Kind anders ist, spezifische Bedürfnisse hat und sich in seinem eigenen Tempo entwickelt.

Trotzdem ist es sehr hilfreich, die durchschnittlichen Ruhezeiten für jedes Alter und die Empfehlungen der Experten zu kennen. So kannst du feststellen, ob dein Kind zu wenig schläft oder ob du dir unnötig Sorgen machst.

Du solltest wissen, dass es auch kontraproduktiv sein kann, dein Kind zu mehr Ruhezeiten als nötig zu zwingen. Wenn du dein Kind z. B. dazu ermutigst, länger als nötig zu schlafen oder den Mittagsschlaf erst dann zu halten, wenn er nicht mehr benötigt wird, kann das seine Nachtruhe beeinträchtigen und ihm das Einschlafen erschweren.

Aus all diesen Gründen empfehlen wir dir, die Schlaftabelle immer griffbereit zu haben und sie bei Bedarf zu Rate zu ziehen.

Schlaftabelle
Quelle: thirtyhandmadedays.com

Wie viel sollte ein Baby schlafen?

Der Schlaf von Babys unterscheidet sich stark vom Schlaf Erwachsener. Am Anfang haben Babys nur zwei Schlafphasen (im Vergleich zu den 5, die sie später entwickeln werden). Außerdem wachen sie häufig auf, um Nahrung, Aufmerksamkeit oder Trost zu bekommen, und es fällt ihnen schwer, zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Deshalb schlafen sie in der Regel gleichmäßig über den Tag verteilt sehr viele Stunden.

Wenn sie wachsen und reifer werden, nimmt die Gesamtzahl der Schlafstunden ab und das Schlafmuster verlagert sich auf die Nacht. Auf diese Weise können sie nachts immer mehr Stunden am Stück schlafen und brauchen weniger Nickerchen. In jedem Fall kann dies ein schwieriger Prozess für Eltern sein, da er ihre eigene Erholung beeinträchtigt. Die nötigen Informationen können jedoch sehr dabei helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden.

In den ersten Lebensmonaten benötigt ein Baby insgesamt zwischen 16 und 18 Stunden Schlaf. Doch schon mit drei Monaten kann man feststellen, dass der Nachtschlaf viel ausgedehnter ist als der Tagesschlaf und dass letzterer auf etwa 4 Stunden reduziert wird.

Diese Entwicklung setzt sich bis zum 12. Monat fort. Zu diesem Zeitpunkt beträgt die Nachtruhe etwa 12 Stunden und das Kind kann nur noch zwei Nickerchen machen (eines am Morgen und eines am Nachmittag).

Es ist erwähnenswert, dass das Kind zwar immer mehr Stunden in der Nacht schläft, dieser Schlaf aber nicht ununterbrochen erfolgt. Das Kind wacht in diesem Alter immer noch häufig auf, auch wenn sein Magen größer geworden ist und es nicht mehr aufwacht, weil es Hunger hat. Kurzum, du musst geduldig sein, während sich die Schlafgewohnheiten deines Kindes regulieren.

Wie viel sollte ein Kind schlafen?

Ab dem ersten Lebensjahr wird die Situation für die Eltern einfacher, da sie allmählich ihre eigene Ruhe wiederfinden werden. Von nun an bis zum dritten Lebensjahr braucht das Kind etwa 12 bis 13 Stunden Schlaf (etwas weniger, je älter es wird), gefolgt von einem Nachmittagsschlaf.

Im Alter von vier Jahren verzichten viele Kinder auf diese Tagesruhe und schlafen nur noch nachts. Ihr Schlafbedarf liegt zwischen 10 und 12 Stunden.

Bei Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren reichen 10 Stunden nächtliche Ruhezeit aus, und dieser Bedarf wird bis zum Eintritt in die Pubertät ähnlich sein (vielleicht etwas geringer).

In dieser Zeit ist das nächtliche Erwachen kein Problem mehr (obwohl es in der Kindheit sporadisch auftreten kann). Es können aber auch andere Probleme auftreten, wie z. B. nächtliche Ängste, Albträume oder Schlaflosigkeit im Kindesalter.

Aus diesem Grund müssen Eltern immer darauf achten, dass die Kinder genügend Schlaf bekommen, und bei Bedarf Hilfe in Anspruch nehmen. Die Schlaftabelle für Kinder wird dir helfen, dich jederzeit zu orientieren.

Schlaftabelle - Vater liest seinem Sohn eine Gutenachtgeschichte vor
Die Beibehaltung einer angemessenen Routine für die Schlafenszeit begünstigt die Aneignung der Gewohnheit und eine gute Nachtruhe für die Kleinen.

Routinen helfen, die Bedürfnisse deiner Kinder gemäß der Schlaftabelle zu erfüllen

Wie du sehen konntest, zeigt die Schlaftabelle für Kinder eine Entwicklung des Schlafs von Babys, Kleinkindern und Kindern, die allmählich zur Nachtruhe tendiert. Allerdings musst du dein Kind bei der Etablierung dieses Prozesses unterstützen.

Bei Säuglingen ist es am besten, ihnen zu helfen, zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden, damit sie nachts in Ruhe und Dunkelheit schlafen und tagsüber mit der anregenden Umgebung zurechtkommen können.

Bei Kindern (aber auch bei Babys) können Schlafroutinen sehr hilfreich sein: Führe jeden Tag das gleiche Ritual durch (z. B. Zähneputzen, eine Geschichte vorlesen und einen Gutenachtkuss bekommen), um das Kind in den Schlaf zu wiegen und ihm zu helfen, diesen Moment mit dem Akt des Zubettgehens und Schlafens zu verbinden.

Kurz gesagt, mit Geduld wirst du alle Phasen durchlaufen und gute Schlafgewohnheiten bei deinem Kleinen etablieren können. Wenn du jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt merkst, dass dein Kind nicht genug schläft, zögere nicht, deinen Kinderarzt oder deine Kinderärztin zu konsultieren.

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