Gynäkologische Osteopathie bei Menstruationskrämpfen

Sind deine Regelschmerzen beinahe unerträglich? Dann solltest du unbedingt weiterlesen! Denn in unserem heutigen Artikel erfährst du, was gynäkologische Osteopathie ist und welche Vorteile sie bietet.
Gynäkologische Osteopathie bei Menstruationskrämpfen

Letzte Aktualisierung: 24. Oktober 2021

Weißt du was gynäkologische Osteopathie ist? Hast du schon davon gehört, dass sie bei der Linderung von Menstruationsbeschwerden hilfreich ist? Wahrscheinlich nicht. Deshalb wollen wir dir erklären, was gynäkologische Osteopathie ist und wie sie sich auf die Gesundheit im Allgemeinen auswirkt.

Die durch die Menstruation verursachten Schmerzen sind meist intensiv und anhaltend. Natürlich ist dieses Gefühl subjektiv und variiert bei jeder Frau. Aber oft ist es die Schwere der Schmerzen, die den Verdacht auf eine Krankheit aufkommen lässt.

Im Allgemeinen wird der Begriff Dysmenorrhoe verwendet, um die Menstruationsbeschwerden einer Frau zu beschreiben.

Menstruationsbeschwerden

Unter Dysmenorrhoe versteht man starke Schmerzen im Zusammenhang mit der Menstruation, entweder vor oder während der Periode. Sie sind meist kolikartig und konzentrieren sich auf den Beckenbereich. Tatsächlich gilt dies als eine der häufigsten Ursachen für Unterleibsschmerzen bei Frauen.

Eines der Merkmale der Dysmenorrhoe ist, dass die von den Frauen empfundenen Schmerzen mäßig bis stark sind und verschiedene Ursachen haben können. Um die Ursachen besser erkennen zu können, werden sie in zwei Haupttypen eingeteilt:

  • Primär (wenn es keine andere Krankheit gibt, die damit einhergeht)
  • Sekundär (wenn der Schmerz als Folge einer anderen Krankheit auftritt)
Gynäkologische Osteopathie - Frau hat Bauchkrämpfe

Die Ursachen von Dysmenorrhö

Wie wir bereits erwähnt haben, gibt es verschiedene Ursachen für Dysmenorrhö, unter anderem folgende:

  • Gebärmutterkrankheiten, die mit einem Ungleichgewicht des Prostaglandin-Spiegels einhergehen (sie verursachen unwillkürliche Kontraktionen der Gebärmutter)
  • Endometriose (begünstigt das Wachstum von gebärmutterschleimhautähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter, irgendwo in der Bauch- oder Beckenhöhle)
  • Ektopische Schwangerschaft
  • Vorwölbungen oder Polypen in der Gebärmutter
  • Sexuell übertragbare Infektionen

Andere Symptome, die mit Regelschmerzen einhergehen

Dysmenorrhoe ist ein krampfartiger Schmerz. Das bedeutet, es treten starke, krampfartige Schmerzen auf, die nach einer Weile wieder abklingen und dann erneut auftreten.

Aufgrund des Unbehagens, das sie im Körper der Frau verursachen, können sie von einigen unwillkürlichen Symptomen begleitet werden (ausgelöst durch Reize des autonomen Nervensystems), wie zum Beispiel den unten genannten:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Müdigkeit
  • Durchfall

Schmerzen während der Menstruation sind normal, aber wenn sie mit einem dieser Symptome einhergehen, solltest du aufmerksamer sein und im Zweifelsfall deinen Arzt oder deine Ärztin aufsuchen.

Gynäkologische Osteopathie bei Menstruationsbeschwerden

Die Osteopathie ist eine alternative Medizin, die sich auf Körperbewegungen und Massage konzentriert. Sie muss von einem Spezialisten (einem Osteopathen) durchgeführt werden, der zunächst eine Diagnose der Erkrankung stellt, bevor er die passende Behandlung anbietet.

Einer der größten Vorteile der Osteopathie ist, dass sie den Verbrauch von Schmerzmitteln wie Analgetika oder Antispasmodika reduziert. Durch nicht-pharmakologische Techniken kannst du die Beschwerden deiner Periode deutlich verbessern.

Laut einer im International Journal of Health Sciences veröffentlichten Studie hat sich die osteopathische Behandlung als wirksame Strategie zur Schmerzbehandlung aller Art erwiesen. Deshalb solltest du einen Osteopathen oder eine Osteopathin aufsuchen, wenn du deine Schmerzen mit herkömmlichen Behandlungen nicht in den Griff bekommst.

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Was ist gynäkologische Osteopathie?

Die gynäkologische Osteopathie zielt auf die Behandlung von Becken- oder Unterleibsbeschwerden der Frau ab. Kurz gesagt, solche, die mit dem weiblichen Fortpflanzungssystem und seinen Funktionen zu tun haben.

Die Technik, die der Osteopath anwendet, variiert je nach individueller Diagnose. Im Allgemeinen gibt es jedoch zwei Ansätze: Die innere und die externe Technik.

Gynäkologische Osteopathie: Die innere Technik

Die innere Technik ist die am wenigsten verbreitete und wird nur mit Zustimmung der Patientin durchgeführt, da sie in der Regel invasiv und etwas schmerzhaft ist. Sie ist jedoch sehr effektiv, wenn es darum geht, Fehlstellungen der Gebärmutter oder innere Narben zu behandeln.

Gynäkologische Osteopathie: Externe Technik

Die externe Technik ist in der gynäkologischen Osteopathie viel verbreiteter und wird von außen durchgeführt, entweder durch Massagen oder durch Handgriffe, die die Blutzirkulation anregen. Außerdem hilft sie, Muskelverspannungen zu lösen und die betroffenen Organe zu entspannen.

Der Fachmann führt diese Technik an bestimmten Kardinalpunkten des Körpers durch, wie beispielsweise am Schädel, am Becken und im Lendenbereich, da jeder dieser Punkte einen Einfluss auf den Körper hat.

Einige Überlegungen zur gynäkologischen Osteopathie

Im Gegensatz zu anderen Behandlungen erfordert die Osteopathie keine besondere Vorbereitung oder Pflege nach der Sitzung. In jedem Fall ist es am besten, plötzliche und übertriebene Bewegungen zu vermeiden, um nicht noch mehr Unbehagen im gerade erst behandelten Beckenbereich zu erzeugen.

Gynäkologische Osteopathie - Frau erhält Bauchmassage

Gynäkologische Osteopathie und Menstruationsschmerzen: Unterschiedliche Meinungen

Obwohl die Osteopathie nachweislich die Beschwerden der Dysmenorrhoe lindern kann, gibt es viele Meinungen darüber.

Die Schulmedizin erkennt diese Disziplin nicht als echte Wissenschaft an. Heute gibt es jedoch mehrere Studien, die die Osteopathie als medizinische Alternative unterstützen. Ein Beispiel dafür ist die Behandlung von Kreuzschmerzen.

Gleichzeitig erkennt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Osteopathie als eigenständigen Gesundheitsberuf an.

Bevor du mit einer alternativen Behandlung beginnst, solltest du dich daher gründlich informieren und mit deinem Hausarzt darüber sprechen.

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