Kindern beibringen, dass sie nicht mit Fremden mitgehen dürfen

Es ist äußerst wichtig, den eigenen Kindern beizubringen, dass sie nicht mit Fremden mitgehen sollen. Daher solltest du mit ihnen diesbezüglich klare Regeln vereinbaren.
Kindern beibringen, dass sie nicht mit Fremden mitgehen dürfen

Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2022

Weißt du, wie du deinen Kindern beibringst, nicht mit Fremden mitzugehen? Eine der größten Ängste von Eltern ist, dass ihr Kind irgendwann entführt wird. Leider gibt es in unserer Gesellschaft Menschen, die jede Unachtsamkeit ausnutzen, um Böses zu tun. Außerdem wissen diese Leute, dass Kinder sehr wehrlos sind, weil sie unbedarft handeln und nicht die Fähigkeit haben, schlechte Absichten zu erkennen.

Darüber hinaus wollen die Kleinen immer Spaß haben und ihre Wünsche befriedigen. Deshalb lassen sie sich leicht überreden, wenn ihnen ein Spielzeug oder eine Süßigkeit in Aussicht gestellt wird.

Aus all diesen Gründen ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern von klein auf beibringen, dass sie nie mit Fremden mitgehen dürfen. Außerdem ist es wichtig, dass du deinen Kindern Sicherheitsregeln vermittelst, um Bedrohungen zu erkennen.

Das ist wichtig, denn nicht immer sind es Fremde, die eine Bedrohung darstellen. Es gab schon zahlreiche Situationen auf der ganzen Welt, in denen eine Person, die das Kind kennt, sein Vertrauen ausnutzt, um es zu entführen.

Wenn du dich an die Regeln hältst, die wir im Folgenden erklären, kannst du verhindern, dass deine Kinder derartigen Situationen zum Opfer fallen. Hier sind einige Tipps, wie du deinen Kinder beibringen kannst, dass sie nicht mit Fremden mitgehen dürfen und wie sie sich in solchen Situationen verhalten sollten.

1. Nicht mit Fremden mitgehen und niemals Geschenke von Fremden annehmen

Es ist nicht normal, dass ein Fremder aus heiterem Himmel auf ein Kind zugeht und ihm ein Geschenk geben will. Das passiert nur, wenn die Kinder hilflos wirken und das Geschenk kann ein Weg sein, diese Wehrlosigkeit auszunutzen.

Daher solltest du deinen Kindern klarmachen, dass die einzigen sicheren Geschenke die sind, die sie von ihren Eltern und engen Verwandten erhalten. Außerdem solltest du ihnen erklären, dass sie Angebote von Fremden immer ablehnen und sich so schnell wie möglich aus dieser Umgebung entfernen sollten.

Zu diesen Angeboten gehören auch alle Arten von Süßigkeiten und Bonbons. In manchen Fällen werden diese Süßigkeiten von Entführern benutzt, um Kinder unter Drogen zu setzen, um sie dann unbemerkt entführen zu können.

nicht mit Fremden mitgehen - abwehrende Geste

2. Erkläre deinem Kind, warum es nicht mit Fremden mitgehen darf

Eine Person, die dem Kind fremd ist, ist auch für die Eltern fremd. Wenn das Kind diese Person nicht kennt, liegt das daran, dass sie ihr noch nie zuvor begegnet ist.

Daher ist es wichtig, dass du deinem Kind erklärst, dass ein Fremder es niemals an einen Ort mitnehmen wird, den es kennt. Denn der Fremde hat in der Regel keine Informationen über dein Kind oder sein Umfeld.

Erkläre deinem Kind, dass es nicht mit Fremden mitgehen darf – unter keinen Umständen. Selbst dann nicht, wenn der/die Fremde ihm die schönsten Erlebnisse oder Überraschungen in Aussicht stellt. Darüber hinaus solltest du auch darauf hinweisen, dass der/die Fremde mit dieser Aktion nur darauf abzielt, das Kind zu verwirren und es für immer von seinen Eltern fernzuhalten.

3. Keine Geheimnisse!

Wenn ein anderer Erwachsener nicht möchte, dass die Eltern etwas Bestimmtes erfahren, dann deshalb, weil er/sie weiß, dass das Kind die Eltern auf eine gefährliche Situation aufmerksam machen könnte. Deshalb ist es so wichtig, deinen Kindern beizubringen, dass sie dir sagen, wenn andere sie darum bitten, ein Geheimnis zu bewahren.

Denn nur dann kannst du als Elternteil rechtzeitig reagieren und deine Kinder schützen. Außerdem kannst du ihnen erklären, warum diese Person schädlich ist.

Mutter spricht eindringlich mit ihrer Tochter

4. Keine persönlichen Informationen an Fremde weitergeben

Angreifer/innen neigen dazu, persönliche Informationen zu nutzen, um Kinder davon zu überzeugen, dass sie mit ihren Eltern befreundet sind und dass sie in Sicherheit sind. Deshalb solltest du deinem Kind klarmachen, dass es niemals wichtige Informationen über sich selbst oder seine Familie an Fremde weitergeben darf.

Das verhindert nicht nur Erpressung, sondern auch, dass Angreifer herausfinden, wo das Kind wohnt oder zur Schule geht.

5. Nicht mit Fremden mitgehen: Keine Angst, um Hilfe zu rufen!

Eltern sollten ihren Kindern sagen, dass niemand das Recht hat, sie gegen ihren Willen oder unter Androhung von Gewalt irgendwohin zu bringen oder sie gar zu entführen. Daher musst du deinem Kind klarmachen, dass es laut um Hilfe rufen soll, wenn es angegriffen wird.

Auf diese Weise ist sichergestellt, dass alle in der unmittelbaren Umgebung wissen, was vor sich geht, und dass der Täter nicht ungestraft davonkommt. Außerdem können sie durch einen Hilferuf die Unterstützung einer Autoritätsperson erhalten, die ihnen Sicherheit bietet.

Kleines Mädchen ruft um Hilfe

6. Vereinbare ein Sicherheitswort, um Fremde zu meiden

Eltern und Kinder können sich auf einen Code einigen, den nur sie beide kennen. Wenn ein anderes Familienmitglied oder ein Freund das Kind von der Schule abholen muss, können diese das Codewort nutzen, damit das Kind weiß, dass es nicht in Gefahr ist.

An dieser Stelle ist es wichtig, dem Kind klarzumachen, dass es dieses Codewort niemandem verraten darf. Sonst ist es den Angreifern schutzlos ausgeliefert.

Mutter erklärt ihrer Tochter, dass sie nicht mit Fremden mitgehen darf.

7. Für den Fall, dass dein Kind verloren geht

Du solltest deinen Kindern erklären, dass sie sich zu keinem Zeitpunkt aus der Sichtweite ihrer Eltern entfernen dürfen, da jemand die Situation ausnutzen könnte, um sie zu entführen.

Ebenso solltest du ihnen klarmachen, dass sie, wenn sie sich einmal verirrt haben, dort bleiben sollten, wo sie sind. Ansonsten verlieren sie noch mehr die Orientierung und entfernen sich noch weiter von ihren Bezugspersonen.

Außerdem müssen deine Kinder wissen, dass sie sich in solchen Fällen nur an einen Polizeibeamten oder eine Sicherheitsperson wenden sollten. Diese Personen sind dafür zuständig, sie zu beschützen und die notwendigen Schritte zu unternehmen, um sie wieder zu ihren Eltern zurückzubringen.

Schiebe diese wichtigen Lektionen nicht auf!

Die Vereinbarung dieser einfachen Regeln ist der ideale Weg, um deinen Kinder zu vermitteln, wer die Menschen sind, die ihnen Sicherheit und Geborgenheit geben. Außerdem können die Kinder so rechtzeitig reagieren, wenn sie mit einem möglichen Entführungsfall konfrontiert werden. Verpasse nicht die Gelegenheit, sie über dieses wichtige Thema aufzuklären!

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  • Naciones Unidas. Manual de lucha contra el secuestro [Internet]. New York: Naciones Unidas; 2006 [citado 29 de diciembre de 2021]