7 Wege, wie man besser mit Frust umgeht

7. Juli 2018
Herausforderungen und Rückschläge führen oftmals zu Frust. Bringe deinem Kind früh bei, damit umzugehen, dann hat es auch später in seinem Leben keine Probleme.

Im Leben läuft nicht immer alles, so wie du es willst. Daher ist es wichtig, dass man weiß, wie man mit Frust umgeht und auch in schwierigen Situationen positiv reagiert. Bringe dies deinen Kindern bei und du bewahrst sie vor einer Menge Ärger in der Zukunft.

Die Fähigkeit unangenehme Gefühle zu ertragen oder stressige Situationen zu meistern ist nicht einfach zu erlangen. Menschen, die das in ihrer Kindheit nicht gelernt haben, neigen dazu, alle ihre Konflikte sofort lösen zu wollen.

In anderen Worten: Sie versuchen schwierige Situationen einfach und schnell hinter sich zu bringen. Wenn sie keine schnelle Lösung auf ein Problem finden, empfinden sie ein tiefes Gefühl der Unruhe und Angst

Wenn man nicht weiß, wie man mit Frust umgeht, versucht man herausfordernde Situationen zu meiden. Das wiederum erhöht zusätzlich den Stress und die Angst.

Um dein Kind davor zu bewahren, solltest du ihm helfen eine Toleranz gegenüber Frust aufzubauen.

Wie bringst du deinem Kind bei, wie es besser mit Frust umgeht?

Das Immunsystem eines Kindes entwickelt sich am besten, wenn es Schadstoffen ausgesetzt ist. Daraufhin bildet es Abwehrkörper. Deshalb ist es so, dass Kinder, die in einer sterilen Umgebung aufwachsen, häufiger an Allergien und andere Krankheiten leiden.

Etwas Ähnliches passiert mit der Frustrationsgrenze. Sie wird höher, je öfter ein Kind Frust ausgesetzt ist. Das ist der erste Ratschlag für Eltern.

1. Erfahrungen mit Frustration tragen zur emotionalen Entwicklung bei

Es ist normal, dass du dein Kind vor unangenehmen Situationen bewahren möchtest. Wenn du jedoch diese negativen Emotionen vermeidest, erlaubst du ihm nicht, seine Fähigkeiten zu entwickeln.

Ausdauer, Entschlossenheit und die Fähigkeit auch schwierige Situationen zu meistern, werden erst erworben, wenn man Hindernisse überwinden muss.

Ein Kind, welches weiß, wie es mit Frust umgeht, wird zu einem glücklichen und erfolgreichen Erwachsenen. Es wird wissen, dass nicht alle Erfahrungen schön sind, aber es wird sie durchstehen, ohne an einem schrecklichen Trauma zu leiden.

„Wir wurden hier hin geschickt, um Dinge zu lernen, die unsere Seele vervollständigen.“

– Eric Pearl –

2. Beobachte, bevor du zur Rettung eilst

Sei geduldig und löse die Probleme deines Kindes nicht sofort. Vertraue in seine Fähigkeit, seine Herausforderungen selbstständig zu meistern.

Dein Kind braucht dich nicht, damit du ihm alle Lösungen auf dem Silbertablett präsentierst. Es braucht dich nur, damit du ihm einen Schubs in die richtige Richtung gibst. 

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3. Hilf ihm seine Emotionen auszudrücken

Bringe deinem Kind bei, dass es ok ist zu lachen oder zu weinen, wenn es sich glücklich oder traurig fühlt. Seine Gefühle auszudrücken ist der erste Weg sich besser zu fühlen.

Alle Gefühle, die dein Kind hat, sind gerechtfertigt und helfen ihm seinen Charakter zu bilden. 

4. Lege klar definierte Grenzen fest

Manchmal braucht dein Kind ein klares „Nein“ von dir. Es ist möglicherweise nicht das was es will, aber das was es in diesem Moment benötigt.

Es steht dir zu „Nein“ zu sagen, wenn dein Kind nach einem besonders teuren Spielzeug fragt, oder noch sehr spät abends TV schauen möchte. Auf diese Weise schaffst du Disziplin und dein Kind weiß, dass es nicht immer alles bekommt, was es will.

5. Entwickelt zusammen Strategien, um Reaktionen zu kontrollieren

Zeige deinem Kind wie Atemübungen, ein Spaziergang oder entspannte Musik dazu beitragen können, sich zu beruhigen. Entspannung ist wichtig, um vom Gefühl des Frustes loszukommen. 

Dein Kind sollte auch wissen, dass es nicht falsch ist nach Hilfe zu fragen, wenn man mit einem Problem selbst nicht fertig wird.

„Wenn du sieben Mal hinfällst, stehe acht Mal wieder auf.“

– Chinesisches Sprichwort –

6. Sei ein Vorbild

Sicherlich hast du das schon viele Male gehört aber trotzdem: Kinder lernen mehr von deinen Handlungen als durch deine Worte. Wenn du dich ruhig verhältst, sollte etwas nicht so laufen wie geplant, wird dein Kind deine Reaktion verinnerlichen und später selbst so handeln. 

Stelle sicher, dass dein Kind sich in einer Umgebung entwickelt, in der Menschen wissen, wie man mit Frust umgeht.

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7. Lass dein Kind die Früchte seiner Entscheidungen tragen

Kinder werden in ihrem täglichen Leben Entscheidungen treffen müssen. Was es isst, was es anzieht, mit welchen Spielsachen es spielt; diese Dinge entscheiden sich nicht von alleine.

Dein Kind muss verstehen, dass jedes Mal, wenn es eine Entscheidung trifft, daraus Konsequenzen folgen und es diese akzeptieren muss, auch wenn sie ihm nicht gefallen.

Das wird ihm in Zukunft helfen und ihm erlauben, stärker über das was es wirklich will nachzudenken.

Die Zukunft deines Kindes hängt von den Richtlinien ab, die du in den ersten Jahren seines Lebens vorgibst. Gute Werte, Durchsetzungsvermögen und Belastbarkeit sind der Schlüssel, der deinem Kind helfen wird ein besserer Mensch zu sein.

Es gibt niemanden, der sich nicht mit Herausforderungen oder Rückschlägen auseinandersetzen muss. Wenn du deinem Kind hilfst zu lernen wie man mit Frust umgeht, verhinderst du, dass es in der Zukunft unter zu viel Stress leidet.