Brief an Doc McStuffins – warum Kinder keine Angst vor dem Arzt mehr haben

18. März 2018
Die meisten Kinder schauen gerne Cartoons und können daraus sogar wichtige Lektionen mitnehmen. Deshalb ist es nicht überraschend, dass ein spezialisierter Kinderarzt wie Steve Silvestro entschieden hat, einen Brief an Doc McStuffins, die berühmte Kuscheltierärztin aus der gleichnamigen Disney-Serie zu schreiben.

In diesem Brief an Doc McStuffins versucht Dr. Silvestro fehlerhafte Informationen über die Auswirkungen der Serie Doc McStuffins auf Kinder zu widerlegen. Seine Position steht damit im Gegensatz zur Meinung der Universität Harvard, die eine wenig schmeichelhafte Studie zu ihrem und anderen Charakteren veröffentlicht hat.

In diesem Bericht steht, dass Kinder die Peppa Pig anschauen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Autismus entwickeln. Diese Aussage wurde jedoch schnell widerrufen, sowohl von medizinischen Spezialisten als auch von der Universität selbst, die jede Art der Analyse zurück gewiesen hat.

Nur kurz nach diesem unglücklichen Vorfall erschien der rührende und amüsante Brief an Doc McStuffins von Dr. Silvestro. Dieser dankt darin dem Erfinder der Figuren für den Beitrag dazu, dass Kinder jetzt keine Angst mehr vor dem Doktor haben!

Der Brief an Doc McStuffins:

Wie Sie wissen, ist es üblich für uns Ärzte, dass wir uns über gemeinsame Patienten austauschen. Nun hat sich herausgestellt, dass wir jede Menge Patienten gemeinsam haben und so möchte ich Ihnen berichten, wie sehr sie ihnen geholfen haben.“, so Dr. Silvestro.

Brief an Doc McStuffins der Arztkoffer

Der nordamerikasche Kinderarzt beginnt wie folgt: „Zuerst muss ich Ihnen sagen, dass sie meine Arbeit so viel einfacher gemacht haben!“ Er erklärt, dass die Angst der Kinder zum Arzt zu gehen, verschwunden ist. Jetzt seien sie geradezu aufgeregt zum Arzt zu gehen und manche von ihnen haben sogar weiße Kittel an.

Wenn ein Kind immer noch nervös ist, wenn ich den Raum betrete, dann muss ich nur „Time for Your Checkup“ singen und ich sehe wie die Augen leuchten. Es ist wie ein geheimes Zeichen, dass den Kids zeigt, dass ich auf ihrer Seite bin.

„Jeder weiß, dass Sie Ihr Stethoskop dazu benutzen, um Kuscheltiere zum Leben zu erwecken. Deshalb fürchten sich die Kinder nicht mehr vor meinem. Es ist für sie kein kaltes, medizinisches Gerät mehr, sondern ein Tor zu Phantasie und Spaß.“ 

„Ich kann vortäuschen, dass ich es falsch anlege – an den Ellenbogen oder die Knie oder auf meiner Nase wie ein Elefant – und wenn ich es schließlich auf der Brust aufsetze, bekomme ich Kichern zu hören statt Wimmern.“

Andere Lektionen von Doc McStuffins

„Aber ich möchte betonen, dass Sie Kindern über den Arztbesuch hinaus helfen. Geduldig sein und Ängste überwinden, der Umgang mit Freunden, Adoption und ein neues Baby nach Hause bringen. Sie zeigen den Kindern wie man durch all diese herausfordernden und manchmal unangenehmen Situationen des kindlichen Alltags geht.“

Eines der Dinge, die Dr. Stevenson am meisten schätzt ist die Beziehung von Doc McStuffins zu Chilly. Chilly ist eine leicht hypochondrisch veranlagte Person und macht sich über recht banale Dinge Sorgen.

Aus diesem Grund, so der Verfasser des Briefes, sei sie „einem Kind nicht unähnlich„. Denn für Kinder erscheinen die kleinsten Dinge groß und einschüchternd. 

Ein nützlicher Weg, die Kleinen zu motivieren

Obwohl Chilly’s Ängste unbegründet sind, hört Doc McStuffins ihm aufmerksam zu, spricht ihm zu und gibt ihm ein Gefühl von Sicherheit.

„Ihr Beispiel ist eine hervorragende Erinnerung für Eltern und auch andere Ärzten, die mit Kindern arbeiten, dass wir immer ein offenes Ohr für ängstliche Kinder haben und ihnen mit Wärme und Liebe begegnen sollten.“, so der Kinderarzt.

Der Brief an Doc McStuffins – ein großes Dankeschön

Und dennoch, so Dr. Silvestro, ist das nicht das einzige Lehrbeispiel. So wie Doc McStuffins davon träumt Ärztin zu werden wie ihre Mutter, so ist sie selbst eine Inspiration für viele Patienten.

Jetzt fragen viele Kinder nach dem Stethoskop, um ihren Herzschlag zu hören. Viele von ihnen haben dann sogar den tiefen Wunsch, selbst einmal Arzt oder Ärztin zu werden.

So heißt es abschließend im Brief an Doc McStuffins: „Deshalb noch einmal Danke dafür, dass Sie meinen Job leichter gemacht haben, dass ich mitten in einer Untersuchung lossingen kann und dafür, dass Sie so ein wundervolles Vorbild für meine Patienten und für mich sind. Ich hoffe wir teilen weiterhin die Arbeit mit vielen kleinen Patienten!“

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