Tricks, um die Milchproduktion anzukurbeln

Wenn du ab dem ersten Lebenstag deines Babys reichlich Muttermilch zur Verfügung haben möchtest, halte dich einfach an unseren folgenden Rat.
Tricks, um die Milchproduktion anzukurbeln

Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2018

Viele Müttern glauben, dass sie nicht genug Milch für ihr Baby produzieren. Während der Zeit des Stillens greifen viele Frauen zu Hausmitteln, um ihre Milchproduktion anzukurbeln.

Aber diese Hausmittel sind oft ineffektiv und die Lösung ist tatsächlich simpler, als manch einer glaubt.

Die ersten Stunden nach der Geburt deines Babys

Die Muttermilchproduktion setzt während den ersten Stunden nach der Geburt deines Babys ein.

In dieser Zeit ist es höchst wichtig, dass die Mutter ihr Kind an die Brust legen kann. Dies wird den ersten Kontakt des Babys mit deiner Milch wesentlich einfacher machen. Dein Baby wird aufmerksam und ruhig sein, was einen Moment der Nähe zwischen Mutter und Kind ermöglicht. Dies ist ein sehr intimer und besonderer Augenblick.

Sind die ersten paar Stunden nach der Geburt deines Babys vorüber, wird dein Kind in einen tiefen Schlaf fallen und sich für 6 bis 12 Stunden ausruhen. Während dieser Zeit wird es schwierig sein, dein Kind an die Brust zu legen.

Trotzdem wird es mit viel Geduld und Feingefühl möglich sein, dein Neugeborenes zu füttern.

Das Geheimnis, um deine Milchproduktion zu steigern

Füttere dein Baby Tag und Nacht. Das ist das beste Rezept, damit deine Brust eine ausreichende Milchzufuhr produziert.

Also sollte dein Baby während der ersten Woche seines jungen Lebens wenigstens 8- bis 10-mal pro 24 Stunden gestillt werden. Das bedeutet Füttern rund um die Uhr, sowohl tags- als auch nachtsüber.

Milchproduktion ankurbeln

Nun einige Tricks

  • Stelle sicher, dass dein Kind korrekt an die Brust gelegt wurde. Inkorrektes Stillen wird nicht nur mit unzureichender Milchproduktion in Verbindung gebracht, sondern auch mit anderen Problemen wie rauen Brustwarzen oder dem Ausbleiben der Muttermilch. Die richtige Position deines Babys zu finden ist das erste, was du tun musst, um das Stillen korrekt ausführen zu können. Was ist also die korrekte Position? Der Nacken deines Kindes sollte nicht verdreht sein und sein Mund sollte auf der Höhe der Brustwarzen gehalten werden.
  • Lege dein Baby auf ein Stillkissen. Dadurch wird dein Baby auf der Höhe der Brustwarzen liegen können und den Mund korrekt zur Brust führen können. Dein Kind sollte deine gesamte Brustwarze und den größten Teil des Warzenhofes in den Mund nehmen. Seine Unterlippe sollte nach außen zeigen und du solltest keine Klickgeräusche hören, während du stillst.
  • Gebe deinem Baby die Zeit, an einer Brust zu Ende zu saugen, bevor du die Seite wechselst. Nur so kannst du sichergehen, dass die Brust korrekt geleert wird. Dies ist wichtig, um für eine gute Milchproduktion zu sorgen. Dadurch wird auch klargestellt, dass dein Kleines den besonders nahrhaften Anteil der Milch zu sich nehmen kann.
    Zu Beginn jedes Stillens ist die Milch die dein Baby einsaugt weniger konzentriert, aber lindert den Durst des Babys. Wenn dein Baby dann weiter an der gleichen Brust saugt, wird es die Nachmilch deiner Brust erreichen können. Diese Milch hat einen höheren Fettgehalt und mehr Vitamine, um deinem Baby Nährstoffe zu geben.
  • Erlaube deinem Baby an die Brust gelegt zu werden wann immer es möchte. Vergiss deine Uhr und halte dich an dein Kind. Jedes Kind hat einen eigenen Rhythmus. Manche Babys werden alle zwei Stunden hungrig, während andere in weniger regelmäßigen Abständen gefüttert werden möchten. Denke auch daran, dass manche Babys eine Brust innerhalb von 5 bis 10 Minuten leeren können, während andere dafür viel mehr Zeit benötigen.

Das Stillen bietet die emotionale Sicherheit zum Beginn des Lebens und ist für jeden Menschen notwendig.
-Anonym-

  • Milchnahrung, Glukose-Mischung, etc… Ja oder Nein? Wenn das Stillen von Anfang an korrekt ausgeführt wird, werden deine Brüste genug Milch produzieren, um dein Baby mit allen Nährstoffen zu versorgen, die es benötigt. Jede weitere Quelle wird dann nicht mehr notwendig sein, es sei denn sie wurde von einem Arzt verordnet. Manchmal führen Milchnahrung und Glukose-Mischungen sogar zum Gegenteil des erwünschten Effekts. Dein Kind trinkt immer weniger Brustmilch und dein Körper sieht dies als Signal an, um weniger Milch zu produzieren.
  • Vermeide es, einen Schnuller zu verwenden. Während der ersten 10 Tage im Leben des Babys und bis sich das Stillen richtig etabliert hat, solltest du Schnuller vermeiden. So wirst du Verwirrungen für das Baby vermeiden. Denn die Art und Weise wie dein Baby an einem Schnuller saugt unterscheidet sich von einer Brustwarze. Wenn du deinem Baby zu früh einen Schnuller gibst wird es versuchen, an deiner Brustwarze wie am Schnuller zu saugen und diese Technik wird fehlschlagen.
  • Das Stillen bringt viele Vorteile mit sich. Unter anderem ist das Nuckeln die beste Art, um dein Baby zu beruhigen. Daher solltest du daran denken, dass dein Baby nicht immer hungrig sein muss, wenn es gestillt werden möchte. Ein paar Minuten Hautkontakt könnten ausreichen, damit es sich ruhig und geborgen fühlt.
Milchproduktion

  • Erhole dich und ernähre dich gut.
    Versuche, eine ausgewogene Ernährung mit 2500 Kalorien am Tag (abhängig von deinem Körperbau) aufrecht zu erhalten. Erhole dich außerdem so viel wie du kannst, damit du deinen Energiehaushalt auflädst. Während der ersten Wochen im Leben eines neuen Babys ist es normal, dass Mütter (und Väter) für einen Großteil der Nächte wach bleiben. Daher ist es wichtig, dass du die Schlafenszeiten deines Babys tagsüber ausnutzt und so viel Schlaf wie möglich bekommst.
  • Bitte um eine Massage.
    Massiert zu werden ist entspannten und ist außerdem ein guter Weg, deine Muttermilch zum Fließen zu bringen. Bitte deinen Partner, deinen Rücken zu massieren: runde Bewegungen um die Wirbelsäule von unten nach oben wiederholen. Du kannst während der Massage sitzen bleiben.

Wenn du Hilfe benötigst – bitte darum! 

Du solltest sichergehen, dass du deine Familie, deinen Kinderarzt oder deine Freunde um Hilfe bittest, wenn du sie brauchst. Sie sollten dich in schwierigen Zeiten unterstützen, falls du Sorgen und Probleme mit dem Stillen oder deiner Milchproduktion hast.

Erkundige dich nach Laktationsberatern und Hilfegruppen, an denen du teilnehmen kannst, wenn du es möchtest. Lasse dir von anderen helfen und dich begleiten, und du wirst sehen, dass dir alles leichter fallen wird.



  • Binns C., Lee MK., Low WY., The long term public health benefits of breastfeeding. Asia Pac J Public Healht, 2016. 28 (1): 7-14.
  • Ciampo LA., Ciampo IR., Breastfeeding and the benefits of lactation for women’s health. Rev Bras Ginecol Obstet, 2018. 40 (6): 354-359.