Die zweite Schwangerschaft: Welche Unterschiede gibt es?

Die zweite Schwangerschaft ist entspannter.
Die zweite Schwangerschaft: Welche Unterschiede gibt es?

Letzte Aktualisierung: 27. Juni 2018

Wenn du bereits Mutter bist und ein weiteres Baby erwartest, solltest du bestimmte Details berücksichtigen, da die zweite Schwangerschaft normalerweise anders als die erste verläuft. Hier erfährst du alles über die Unterschiede.

Nicht alle Babys haben die gleichen Bedürfnisse. Daher ist es normal, dass bei jeder Schwangerschaft und Geburt unterschiedliche Situationen auftreten. Es ist wichtig, dass du dir als Mutter dessen bewusst bist. Im Groben kann man aber ganz allgemein ein paar Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Schwangerschaft festhalten.

Die zweite Schwangerschaft und ihr Verlauf beschäftigt dich sicher sehr. Aber sei unbesorgt, denn mit fortschreitender Schwangerschaft wirst du ganz alleine feststellen, worin die Unterschiede bestehen.

9 Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Schwangerschaft

Die Unterschiede sind in der Regel ziemlich bemerkenswert. Denke nur an die Symptome und Beschwerden, die du bei deinem ersten Kind hattest. Du wirst feststellen, wie unterschiedlich deine zweite Schwangerschaft ist. Zu diesen Unterschieden gehören:

Mehr Erschöpfung

Bei deiner zweiten Schwangerschaft, wirst du dich müder fühlen. Das führt dazu, dass du Dinge vernachlässigst, die dir vielleicht bei der ersten Schwangerschaft keine Probleme bereitet haben; zum Beispiel deine körperliche Erscheinung oder ein bisschen Sport zu treiben.

Gewichtszunahme

Die zweite Schwangerschaft ist normalerweise mit einer nicht so hohen Gewichtszunahme verbunden wie beim ersten Kind. Obwohl es unglaublich scheint, wird dies das Gewicht deines Baby überhaupt nicht beeinflussen. Im Gegenteil, es ist normal, dass dein zweites Kind bei der Geburt mehr auf die Waage bringt als das Erstgeborene.

Unterschiede bei der zweiten Schwangerschaft

Weniger Stress

Du wirst entspannter auf dein zweites Kind warten, weil du bereits den Ablauf der Schwangerschaft und der Geburt kennst. Außerdem weißt du schon alles in Sachen Babypflege und Stillen.

Körperliche Veränderung

Der Bauch wächst in der zweiten Schwangerschaft normalerweise früher, weil die Haut und die Muskeln diesen Prozess bereits durchlaufen haben. Der Babybauch wird deutlich eher sichtbar.

Unbehagen

Die zweite Schwangerschaft wird meist von mehr Schwangerschaftsbeschwerden begleitet als beim ersten Kind.  Du hast vielleicht mehr Rückenschmerzen und Krampfadern können auftreten. Diese Probleme entstehen, weil bereits Bänder, Gelenke und Blutgefäße gedehnt wurden.

Leichtere Geburt

Die Geburt ist normalerweise leichter, da die Dilatation schneller ist. Auch die inneren Strukturen sind entspannter und du hast bereits mehr Flexibilität.

Stillen

Deine Erfahrung wird es einfacher machen, dich den Bedürfnissen deines Babys anzupassen. Auch deine Brüste sind eher bereit.

Weniger postpartale Depression

Bereits Mutter zu sein hat deinen Erfahrungsschatz bereichert und wird dir helfen, dich sicherer zu fühlen. Deshalb ist es leichter, diesen hormonellen Prozess, der nach der Geburt auftritt und zu postpartalen Depressionen führen kann, zu überwinden.

Die zweite Schwangerschaft ist anders

Schmerzhaftere Genesung

Die Gebärmutter braucht viel länger, um zu ihrer ursprünglichen Größe zurückzukehren. Dies kann 3 oder 4 Tage nach der Geburt sehr schmerzhaft sein.

Notwendige Sorgfalt bei der 2. Schwangerschaft

Nur weil du bereits Erfahrung hast, bedeutet das nicht, dass du bei der zweiten Schwangerschaft nicht auf dich aufpassen musst. Im Gegenteil, die Sorgfalt muss die gleiche sein, wie bei deinem ersten Kind.

  • Besuche Vorsorgeuntersuchungen: Sie sind sehr wichtig, weil du so die Entwicklung deines Babys verfolgen kannst. Der Arzt wird dir auch sagen, welche Dinge du vermeiden solltest oder was du tun solltest.
  • Gesunde Ernährung: Du musst gute Essgewohnheiten haben. Nehme Nahrungsmittel zu dir, die dir Nährstoffe und Vitamine, zum Beispiel, Folsäure, liefern.
  • Körperliche Betätigung: Es gibt verschiedene Aktivitäten, die dir helfen können, aktiver zu sein und Müdigkeit zu vermeiden, zum Beispiel Yoga, Pilates, Wandern oder Schwimmen.
  • Viel trinken: Trinke täglich 2 Liter Wasser. Dehydration kann Probleme bereiten, also trage immer eine Flasche Wasser bei dir.
  • Verzichte auf Laster: Sie schaden der Entwicklung deines Babys. Einige davon können Drogen, Tabak oder Alkohol sein.
  • Vermeide rohe Lebensmittel: Bei ihrem Verzehr läufst du Gefahr, Bakterien zu dir zu nehmen, die dem Baby schaden können.
  • Beckenbodentraining: Ist entscheidend für eine leichte und schnelle Geburt.

Obwohl du bereits Erfahrung hast, nimm die zweite Schwangerschaft nicht zu leicht und denke daran, dass jede Geburt anders ist und dass jedes Baby andere Bedürfnisse hat. Auch bei dieser zweiten Geburt wirst du viel lernen.