Massage gegen Verstopfung bei Babys

Verstopfungen können Erwachsene und Kinder gleichermaßen betreffen, wobei es zu einer erschwerten Darmentleerung kommt. Meist ist man gestresst und gereizt. Dieser Zustand kommt bei Babys in den ersten Lebensmonaten häufig vor.
Massage gegen Verstopfung bei Babys

Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2018

Verschiedenste Ursachen können zu Verstopfungen führen: Laktoseintoleranz, Ernährungsveränderungen oder zu wenig Flüssigkeit sind nur ein paar Beispiele. Auch wenn die Mutter während des Stillens übermäßig viel Milch konsumiert, kann ihr Baby dadurch an Verstopfung leiden. Eine Massage gegen Verstopfung kann manchmal Wunder wirken.

Wie stellt man fest, ob ein Baby an Verstopfung leidet?

eine Massage gegen Verstopfung bei Babys kann gegen ihr Unwohlsein helfen

Wenn ein Kind eine Verstopfung hat, neigt es dazu, unruhig, launisch und nervös zu werden.

Blähungen und Krämpfe sind dann leider unvermeidlich. Kinderärzte weisen darauf hin, dass ein Baby in der Stillzeit normalerweise nach jedem Essen den Darm entleert. Bei etwas älteren Kindern, die schon Brei essen, nimmt diese Häufigkeit ab.

Wenn ein Baby an Verstopfung leidet, ist es notwendig, umgehend einen Kinderarzt aufzusuchen, um zu vermeiden, dass dieser Zustand chronisch wird. Je länger der Stuhl im Dickdarm verbleibt, desto schmerzhafter und schwieriger ist dann die Darmentleerung.

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Welche Faktoren führen bei Babys zu Verstopfung?

eine Massage gegen Verstopfung bei Babys reduziert Stress

Eine Ernährungsveränderung kann die Verdauung beeinträchtigen. Schließlich muss sich der Körper erst einmal an seine neue Ernährung gewöhnen.

Beginnt man mit der Umstellung auf feste Nahrung, ist es notwendig, auf eine ballaststoffreiche Ernährung zu achten.

Wenn man zusätzlich versucht, seinem Kind möglichst viel Obst und Gemüse zu geben, verringert man das Risiko einer Verstopfung. Gleichzeitig werden die Kleinen mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffen versorgt.

Wenn ein Baby im Laufe des Tages nicht genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, versucht der Körper, diese mit der Nahrung aufzunehmen, um auf diese Weise den Stuhl weicher zu machen.

Deshalb benötigt ein Baby ausreichend natürliche Säfte oder Wasser. So werden Verdauungsstörungen vermieden.

Eltern sollten außerdem darauf achten, dass ihre Kinder nicht zu viel Vollmilch trinken. Schließlich kann eine übermäßige Kalziumzufuhr bereits in jungen Jahren zu Verstopfungen führen.

Massage gegen Verstopfung bei Babys

Die Eltern sollten besonders auf eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder achten. So lässt sich die Darmfunktion regulieren und Verstopfungen werden vermieden. Zudem kann man den Bauch des Babys massieren, um den Darmtrakt anzuregen.

Bei einer solchen Massage gegen Verstopfung hält man die Knöchel des Kindes fest und massiert den Bauch mit kontinuierlichen und festen Bewegungen im Uhrzeigersinn.

Eine weitere Option ist es, das Baby auf den Rücken zu legen und mit den Handflächen von oben nach unten seinen Bauch zu massieren.

Hat ein Baby Schwierigkeiten mit seinem Stuhlgang, kann man es zunächst auf die Seite legen. Danach streckt man ein Bein aus und bewegt das andere 10 Minuten in Richtung seines Bauches. Auf diese Weise wird der Darmtrakt angeregt. Diese Übungen kann man gerne 5 bis 6 Mal pro Tag wiederholen.

Eine weitere Übung, an der die meisten Kinder Spaß haben, ist das sogenannte “Fahrradfahren”. Dabei legt man das Baby auf den Rücken, hält seine Beine fest und macht Tretbewegungen.

Man sollte dabei darauf achten, dass seine Oberschenkel in Richtung Bauch zeigen, um so die Darmflora und das Verdauungssystem zu aktivieren.

Babys können auch auf dem Bauch liegen und dabei von ihren Eltern sanft mit beiden Händen massiert werden. Meist empfinden die Kleinen diese Position jedoch als nicht besonders angenehm. Man kann deshalb versuchen, sie mit einem Spielzeug abzulenken.

Kinderärzte sind der Meinung, dass diese Art von Massage gegen Verstopfung eine große Hilfe darstellt. Für Eltern ist es deshalb wichtig, sich bestimmte Techniken anzueignen, um auf diese Weise das Leiden ihres Kindes ein wenig zu mindern.



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