Hashimoto-Krankheit bei Kindern: Ursachen, Symptome und Behandlung

31. Juli 2019
Eine Schilddrüsenunterfunktion, aufgrund der Hashimoto-Krankheit bei Kindern, verursacht viele Probleme. So kann es beispielsweise zu Problemen mit dem Stoffwechsel, der Verdauung, den Neuronen und dem Herzen kommen.

Wusstest du, dass die Hashimoto-Krankheit bei Kindern deren Wachstum und Entwicklung ernsthaft beeinträchtigen kann? Denn abnormale Werte des Schilddrüsenhormons wirken sich auf das Herz, die Muskeln, das Gehirn und andere Organe aus. Daher ist es wichtig, besser über diese Störung informiert zu sein.

Was ist die Hashimoto-Krankheit bei Kindern?

Bei der Hashimoto-Krankheit werden vom Immunsystem Antikörper gebildet. Auf diese Weise greift das Immunsystem, die Schilddrüse an, obwohl es vor Infektionen schützen sollte. Folglich kommt es zu einer Entzündung der Schilddrüse.

Mit der Zeit reduziert diese Entzündung die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Dies wiederum führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion, was bedeutet, dass die Hormonspiegel niedriger als normal sind.

Bei der Hashimoto-Krankheit greift das Immunsystem die Schilddrüse an
Im Allgemeinen sind Frauen mittleren Alters häufiger von dieser Krankheit betroffen. Doch auch Männer und Jungen können daran leiden.

Diese Störung wird auch als Autoimmun-Thyreoiditis oder Hashimoto-Thyreoiditis bezeichnet. Sie ist eine häufig vorkommende Art der Schilddrüsenunterfunktion bei Kindern. Generell können Kinder davon betroffen sein, wenn sie älter als 6 Monate alt sind.

Mögliche Ursachen

Bisher wissen die Forscher nicht, warum das Immunsystem die Schilddrüse dauerhaft schädigt. Viele glauben jedoch, dass dies sowohl auf Umweltfaktoren, als auch auf die Genetik zurückzuführen ist. Andererseits können bestimmte Medikamente und Substanzen die Schilddrüsenhormone beeinflussen.

Eine weitere Ursache könnte ein übermäßiger Konsum von Jod sein. Darüber hinaus sind ein hoher Cholesterinspiegel und Chemikalien, wie Pestizide, mögliche Ursachen. Ein Mangel an Vitamin D und Veränderungen der Sexualhormone können diese Krankheit ebenfalls auslösen.

4 Faktoren, die das Risiko der Hashimoto-Krankheit bei Kindern erhöhen

Es gibt bestimmte Faktoren, die das Risiko der Hashimoto-Krankheit bei Kindern erhöhen. Einige davon sind zum Beispiel:

  • Genetik. Kinder mit Familienmitgliedern, die an Schilddrüsenerkrankungen leiden, erkranken häufiger daran.
  • Autoimmunerkrankungen, wie Typ-1-Diabetes, Lupus, Autoimmunhepatitis oder rheumatoide Arthritis.
  • Angeborene Faktoren, wie das Down-Syndrom.
  • Strahlenbelastung. Dies ist zum Beispiel bei Kindern der Fall, die sich einer Chemotherapie gegen Krebs unterziehen mussten. Dies gilt auch für Personen, die einer übermäßig starken Umgebungsstrahlung ausgesetzt waren.

Häufige Symptome

Die Anzeichen und Symptome können variieren. Zu Beginn schreitet diese Krankheit nur sehr langsam voran. Einige Kinder zeigen überhaupt keine Symptome. Daher kann es Jahre dauern, bis Ärzte eine Diagnose stellen.

Die häufigsten Symptome sind:

  • Gestörtes Wachstum
  • Spröde Nägel oder trockene, blasse Haut
  • Haarverlust
  • Größere Zunge als normal
  • Depression, Müdigkeit oder Reizbarkeit
  • Verstopfung
  • Verzögerte sexuelle Entwicklung
  • Empfindlichkeit gegen Kälte
  • Niedrige Herzfrequenz
  • Gewichtszunahme

Empfohlene Behandlung der Störung

Bei der Behandlung der Hashimoto-Krankheit bei Kindern werden in der Regel die Schilddrüsenhormone durch Levothyroxin ersetzt. Dieses synthetische Hormon normalisiert die Hormonspiegel in ihrem Blut. Auf diese Weise können die Kinder und Jugendlichen normal wachsen. Gleichzeitig entwickeln sie sich auch normal.

Allerdings haben nicht alle Kinder mit der Hashimoto-Krankheit eine Schilddrüsenunterfunktion. Diejenigen, die eine Hypothyreose entwickeln, benötigen jedoch eine lebenslange Behandlung. Die Dosis variiert jedoch von Kind zu Kind. Aus diesem Grund führen Spezialisten Tests durch, um die beste Dosis zu ermitteln.

Wenn die Dosis nicht ausreicht, kann sich eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln. Wenn sie allerdings zu hoch ist, kann es zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen. Wir empfehlen daher, mindestens einmal im Jahr einen Kontrolltermin bei einem Arzt wahrzunehmen. Auf diese Weise kann er die Behandlung überwachen.

Wenn dein Kind Probleme mit seiner Konzentration hat, schläfrig oder unruhig ist, wendest du dich am besten an euren Arzt. Denn diese Symptome können darauf hindeuten, dass die Dosis zu hoch ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hashimoto-Krankheit bei Kindern nicht geheilt werden kann. Mit der richtigen Behandlung kann dein Kind jedoch ein völlig normales Leben führen. Euer Arzt muss die Behandlung allerdings streng überwachen und kontrollieren. Auf diese Weise wächst dein Kind gesund heran und entwickelt sich normal.

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