Mittagsruhe mindestens bis zum 3. Lebensjahr wichtig

8. April 2019
Die Mittagsruhe ist gerade für Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr besonders wichtig. Du solltest daher versuchen, dass auch dein Kleines ein Mittagsschläfen hält.

Die Mittagsruhe, der Mittagsschlaf, die Siesta – es gibt viele Namen dafür. Doch immer bezieht man sich damit auf die Zeit der Ruhe nach dem Mittagessen, die hilft, die am Vormittag verbrauchten Energien wieder aufzuladen.

Normalerweise dauert die Mittagsruhe nicht allzu lang. Doch sie ermöglicht es demjenigen, der diese Zeit zum Schlafen oder zumindest zum Ruhen nutzt, danach mit neuer Energie an seine täglichen Verrichtungen zu gehen.

So eine Mittagsruhe ist gerade für Kleinkinder besonders wichtig. Du solltest daher versuchen, dass auch dein Kleines ein Mittagsschläfen hält.

Spezialisten weisen darauf hin, dass eine Mittagsruhe in jedem Alter von Vorteil ist. Aber zumindest bis zum 3. Lebensjahr halten sie eine solche Siesta für überaus notwendig.

Mittagsruhe halten: eine gesunde Gewohnheit

In vielen Regionen gehört die Mittagsruhe fast schon zur Tradition. Trotzdem gibt es natürlich immer Familien, in den es den Kindern erlaubt wird, in der Mittagszeit zu spielen, wenn sie eigentlich schlafen sollten.

Aber indem du dein Kind jeden Mittag ein Nickerchen machen lässt, gibst du ihm die Möglichkeit, sich rundum wohl zu fühlen. Denn so kann es voller Energie spielen, lernen und sich überhaupt einfach so verhalten, wie das Kind, das es ist: neugierig, aufgeweckt, lebhaft…

Bei Kindern unter 3 Jahren, die keine Mittagsruhe halten, kann es vorkommen, dass sie sich gegen Abend sehr erschöpft fühlen. Und dass sie dann zu dieser Zeit schläfrig sind. Außerdem werden sie dann leicht unruhig, unleidlich und reizbar.

Es ist daher zu empfehlen, dass gerade Kleinkinder täglich mindestens eineinhalb Stunden Mittagsruhe halten. Egal ob sie zu Hause, in einer Kindertagesstätte oder im Urlaub sind.

Neugeborenes Baby

Es ist gut zu wissen, dass gerade Kinder – und vor allem solche unter 3 Jahren – besonders ihre Mittagsruhe brauchen.

Denn in diesem Alter hilft das Nickerchen nicht nur dem Körper, die verbrauchte Energie wieder aufzuladen. Sondern es verbessert sich dadurch auch die Gehirnaktivität. Und außerdem wird so auch die Lernfähigkeit gefördert.

Kinderärzte empfehlen, dass die Mittagsruhe auch in Ferienzeiten eingehalten werden sollte. Denn so sind die Kleinen den restlichen Tag über aufgeweckt, gut gelaunt und in der Lage, die Ferien in vollen Zügen zu genießen.

Tipps für die Mittagsruhe

Damit die gute Gewohnheit, eine kleine Siesta zu machen, auch ihren Nutzen bringt, sollten Mütter und Väter folgende Tipps beachten:

Mittagsruhe: nicht zu kurz und nicht zu lang

Wenn du dein Kleines zu früh aus seinem Mittagsschlaf aufweckst, wird es gereizt sein. Doch wenn du es länger als nötig schlafen lässt, besteht die Gefahr, dass es dann bis spät in die Nacht wach bleibt.

In jedem Fall solltest du darauf achten, dass dein Kind jeden Tag gleich lang Mittagsruhe hält.

Der Mittagsschlaf sollte sich von der Nachtruhe unterscheiden

Wenn das Kind nachts in seiner Wiege schläft, wäre es keine schlechte Idee, für die Mittagsruhe einen anderen Platz zu suchen. So könnte es vielleicht im Sommer die Hängematte im Schatten der Bäume sein.

Ein weiterer Tipp: Wenn du deinem Kleines abends vor dem Schlafengehen etwas vorsingst oder -liest, solltest du das vor seinem Nickerchen in der Siesta nicht tun.

Es ist also wichtig, unterschiedliche Rituale festzulegen. Denn so kann dein Kind erkennen, dass es sich in dem einen Fall nur um eine eher kurze Ruhezeit handelt, im anderen um die lange Nachtruhe.

Eine Leseempfehlung: Gesunde Schlafgewohnheiten: 0 bis 3 Monate

Halte die festgelegten Uhrzeiten ein

Wenn du dein Kind normalerweise um 12:30 Uhr mittags zum Mittagsschlaf hinlegst, solltest du diese Gewohnheit auch einhalten, wenn ihr unterwegs seid.

Der Körper und das Gehirn passen sich den festgelegten Gewohnheiten an. Daher wird es einfacher sein, dass dein Kleines zur gewohnten Uhrzeit einschläft als zu einer anderen.

Das gilt vor allem dann, wenn dein Kind zu denen gehört, die stets protestieren, wenn es darum geht, ins Bett zu gehen. Ganz egal, ob abends oder tagsüber.

Leg dein Kind nicht sofort hin, wenn es vom Tisch aufsteht

Kleinkind schläft an der Brust

Obwohl das Nickerchen nach dem Mittagessen stattfinden sollte, ist es besser, noch einige Minute damit zu warten.

Denn so kannst du verhindern, dass die ersten Verdauungsgase den Schlaf des Kleinen stören. Dadurch kann das kleine Kind eher unruhig werden statt dass es zur Ruhe kommen kann.

Lege Gewohnheiten fest und befolge sie

Die Mittagsruhe genauso so wie der Nachtschlaf sollten idealerweise bestimmten Gewohnheiten folgen. Und diese sollten immer oder zumindest so oft wie möglich eingehalten werden.

Dabei hilft zum Beispiel, dass du das Kind immer auf die gleiche Seite des Bettes legst, ihm seine Schlafpuppe gibst, das Fenster so wie immer kippst… Dieser gewohnte Ablauf sorgt dafür, dass dein Kleines leichter einschläft.

Sorge dafür, dass die Mittagsruhe erholsam ist

Die Umgebung, in der dein Kind seine Mittagsruhe hält, sollte ruhig sein. Und außerdem sollte eine angemessene Temperatur im Raum herrschen.

Vermeide lautes Sprechen, während das Kleine sein Nickerchen macht.

Zudem ist zu empfehlen, den Fernseher auszuschalten. Und überhaupt sollte die Mittagsruhe einfach in einer angenehmen Atmosphäre stattfinden, die es ermöglicht, das dein Kleines ganz ungestört seinen Erholungsschlaf genießen kann.