Wachstumsschübe und wie du ihnen begegnest

· 17. März 2019
Wachstumsschübe sind schwierige Phasen (für Babys und ihre Eltern) und sie sind dennoch ein völlig normaler Teil der kindlichen Entwicklung. Erfahre hier, mehr darüber und wie du diesen Herausforderungen der Mutterschaft am besten begegnen kannst.

Wenn du dein Baby in den Armen hast, spürst du diese starken Gefühle, an denen du für immer festhalten möchtest. Dein kleiner Schatz wird jedoch herananwachsen. Und dabei musst du dich einigen Veränderungen und Herausforderungen stellen. Dazu gehören auch Wachstumsschübe.

Dies ist völlig normal. Denn es bedeutet, dass dein Baby heranwächst.

Was sind Wachstumsschübe?

Wachstumsschübe sind die Phasen, in denen Babys wachsen und an Körpergröße zunehmen. Sie benötigen mehr Energie und sind hungriger. Daher sind sie unzufrieden mit der Menge Milch, die sie bekommen und verlangen nach mehr.

Während dieser Zeit ist es normal, dass sich Babys unwohl fühlen. Außerdem weinen sie viel, um zu zeigen, dass sie unglücklich sind.

Dieser natürliche Prozess bringt Mütter dazu, mehr Milch zu produzieren. Auf diese Weise können sie den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht werden.

Denke daran, dass die Anforderungen des Babys die Produktion von Muttermilch regulieren. Das bedeutet, dass dies alles auf natürliche Weise geschieht.

Warum kommt es zu Wachstumsschüben?

Diese Phasen im Leben von Babys signalisieren, wie der Name schon sagt, Wachstum. Babys wachsen und fordern mehr Nahrung. Dies gibt ihnen mehr Energie.

Sie benötigen diese Energie für die neurologische, motorische und psychologische Entwicklung.

Außerdem produziert der Körper der Mutter mehr Milch, um den Bedürfnissen des Babys gerecht zu werden.

Wachstumsschübe: Wie oft kommen sie vor?

Jedes Baby ist anders und hat spezielle Bedürfnisse. Daher variiert das Zeitintervall für Wachstumsschübe. Sie haben jedoch die Tendenz, in den ersten Monaten häufiger vorzukommen. Im Allgemeinen treten sie um diese Zeiten herum auf:

Zwischen 15 und 20 Tagen

Bei der Geburt haben Babys normalerweise mehr oder weniger regelmäßige Bedürfnisse mit vorhersehbaren Schlafmustern. In der dritten Woche ändert sich dieses Muster jedoch zusammen mit der Einstellung des Babys.

Für ungefähr 2 oder 3 Tage verlangt das Baby alle 30 Minuten nach Milch. Darüber hinaus sind sie verärgert, wenn die Nahrung weggenommen wird.

Zwischen 6 und 7 Wochen

Etwa 40 Tage nach der Geburt eines Babys ändert sich die Muttermilch und nimmt einen salzigeren Geschmack an.

Babys erleben zu dieser Zeit wieder einen Wachstumsschub. Die Kleinen sind angespannt und reizbar, während sie sich an diese Veränderung anpassen. Diese Phase dauert normalerweise etwa 1 Woche.

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Während eines Wachstumsschubs kann das Baby das Stillen ablehnen

3 Monate

Um diese Zeit herum hören viele Mütter mit dem Stillen auf, da das Baby in diesem Alter oft anfängt das Stillen abzulehnen.

In diesem Alter wissen Babys, wie man schnell füttert. Durch äußere Reize sind sie jedoch schnell abgelenkt und hören daher auf zu stillen.

Zu diesem Zeitpunkt verstehen Babys, dass ihre Mutter Milch produzieren kann, wenn sie danach fragen. Dies wird durch verschiedene Prozesse im Körper der Mutter verursacht. Darüber hinaus kann dieser Vorgang bis zu 3 oder 4 Wochen dauern.

6 Monate

Nach 6 Monaten kommen Wachstumsschübe weniger häufig vor. Dies liegt daran, dass Babys nun anfangen, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Daher sind sie leichter zu handhaben und ihre Mutter kann besser verstehen, was sie brauchen.

Babys wachsen und brauchen mehr Nahrung. Dies gibt ihnen mehr Energie. Sie brauchen diese Energie für die neurologische, motorische und psychologische Entwicklung.

1 Jahr und älter

Nach 12 Monaten kommt es zu neuen Wachstumsschüben. Und mit ihnen steigt die Häufigkeit mit der das Baby gehalten werden möchte. Babys suchen in dieser Phase Trost und Unterstützung von ihrer Mutter.

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Wachstumsschübe: Was kannst du tun?

Diese schwierigen Phasen im Leben eines Babys kann für neue Mütter frustrierend sein. Sie können sich wertlos und hoffnungslos fühlen.

Daher ist es wichtig, auf die psychologischen Probleme zu achten, die du gerade durchmachst. Stelle sicher, dass du ihnen mit Geduld, Zuneigung und Liebe begegnest.

Finde im Folgenden einige Tipps von Experten:

  • Gib deinem Baby Muttermilch, wann immer es diese will und braucht. Wenn du ausschließlich stillen möchtest, vermeide die Flaschenfütterung. Denn dies kann die Milchproduktion behindern.
  • Achte darauf, etwas mehr zu essen. Auf diese Weise erhältst du die Energie und die Kalorien, die du für die Milchproduktion deines Babys benötigst.

  • Denke daran, dass Wachstumsschübe nur vorübergehende Phasen sind. Diese Situation halten nur für eine intensive, kurze Zeit an.
  • Wenn dein Kind nicht essen will, zwinge es nicht dazu. Lass dein Baby aber ebenso nicht weinen, weil es Hunger hat. Wenn dein Kind traurig ist, wird es dem Essen gegenüber widerstandsfähiger sein.

Denke schließlich daran, dass der natürliche Wachstumsprozess meist mit Stress und Weinen verbunden ist. Wenn du diesen Prozess verstehst, kannst du die richtigen Mittel einsetzen und optimal handeln.

Fazit: Wachstumsschübe bedeuten, dass Babys zu gesunden Kindern heranwachsen. Wenn du jedoch darauf vorbereitet bist, sind die Entwicklungsprozesse deines Kindes auch weniger frustrierend für dich.