Ungewöhnliche Vornamen: Tu deinem Kind kein Leid an!

19. Dezember 2018
Es gibt so viele schöne und originelle Namen - warum dem Kind großes Leid zufügen, anstatt es mit seinem Namen zu inspirieren und zu motivieren?

Man würde meinen, dass Eltern ihren Kindern nicht bewusst ungewöhnliche Vornamen geben, die Anlass für Hänseleien oder Mobbing sein könnten. Trotzdem kommt es immer wieder vor.

Natürlich kann jeder Name ins Lächerliche gezogen werden, doch bestimmte Vornamen sind von vorneherein No-Gos und werden von den Behörden dann auch in den meisten Fällen abgelehnt.

Der Trend zu einzigartigen, originellen und unkonventionellen Vornamen ist steigend. Früher war das viel einfacher: Man verwendete einen Namen aus der Familie oder der Schutzpatron des Geburtstages des Kindes musste herhalten.

Doch die Suche für einen Vornamen für den neuen kleinen Erdenbürger ist inzwischen weitaus komplizierter. Es gibt viele originelle und außergewöhnliche Namen, die schön klingen und auch eine motivierende Bedeutung haben. Doch bei der falschen Wahl kann das Kind sein ganzes Leben lang gehänselt werden und daran leiden.

Die Wahl des Namens ist grundlegend, deshalb sollte er auch sorgfältig und tiefgründig überlegt werden. Wenn die Eltern einen zu besonderen oder speziellen Namen aussuchen, könnte dies das Interesse und die Gefühle des Kindes verletzen.

Psychologen empfehlen deshalb, einfach aussprechbare und schreibbare Namen zu wählen, die zum Nachnamen passen und eine schöne Bedeutung haben.

Gewöhnungsbedürftige Namen können großen Schaden anrichten! 

Ungewöhnliche Vornamen: Welche Konsequenzen entstehen dadurch für das Kind?

Viele Eltern kommen in Versuchung, ihrem Kind einen originellen, aber gewöhnungsbedürftigen Vornamen zu geben. In den letzten Jahren ist es wichtig geworden, die Besonderheit hervorzuheben und einzigartige Namen zu wählen. Das ist kein Problem, solange die Kinder dadurch nicht zu Schaden kommen.

Denn ein falsch gewählter Name kann die Persönlichkeit des Kindes negativ beeinflussen und es lächerlich machen. Spitznamen und Hohn können die Folge sein und das Selbstbewusstsein des Kindes beeinträchtigen.

Aus verschiedenen Gründe kann deshalb ein ungewöhnlicher Vorname ein Fehler sein. Psychologen empfehlen, leicht aussprechbare und schreibbare Namen zu wählen, die gut zum Nachnamen passen.

Vorsicht ist auch bei fremdländischen Namen geboten, die in der ursprünglichen Sprache eine Bedeutung haben, die zu Spott führen könnte. Oder Namen aus anderen Kulturkreisen, die nicht richtig ausgesprochen werden können und deshalb Hänseleien auslösen.

Welche Folgen kann ein ungewöhnlicher Vorname für dein Kind haben?

Hänseleien durch ungewöhnlichen Vornamen

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Ein ungewöhnlicher Vorname muss kein Problem sein, solange er nicht für Spott sorgt oder in einem falschen Kontext missbräuchlich verwendet wird. Eine offene Mentalität sollte sich an unkonventionellen Namen nicht stoßen. Und dieser sollte auch die Entwicklung des Kindes nicht beeinträchtigen, wenn Toleranz und Respekt vorhanden sind.

Doch die Realität schaut oft anders aus. Wenn sich Eltern für einen außergewöhnlichen Namen entscheiden, bedenken sie dabei oft nicht, wie schwer dadurch das schulische Leben ihres Kindes sein kann. Die Folgen wirken sich oft bis ins Erwachsenenalter negativ auf den Charakter aus!

Aus Studien zu diesem Thema geht hervor, dass Vornamen, die mit der Rasse oder der sozialen Stellung zu tun haben, auch ein Problem bei der Arbeitssuche darstellen können. 

Es geht also nicht nur darum, dass der Name unangenehme Reaktionen auslöst, sondern mit einem ganz spezifischen Umfeld in Verbindung gebracht wird. Zum Beispiel, wenn dieser Name besonders häufig von einer bestimmten Rasse oder ethnischen Gruppe gewählt wird.

Spott wegen ungenwöhnlichem Vornamen

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Ein unkonventioneller Vorname kann dem Kind bereits in jungem Alter großes Leid zufügen. Es kann sich dadurch das ganze Leben lang unwohl fühlen. Häufig werden auch die Persönlichkeit und das Verhalten negativ beeinflusst. Es hat weniger Chancen und ein schlechtes Selbstwertgefühl.

Folgende Faktoren spielen dabei eine große Rolle:

1. Der Name wird normalerweise für Mädchen benutzt

Wenn du für deinen Sohn einen Vornamen einer Persönlichkeit aus einem Buch oder einem Film wählst, kannst du dich irren, da der Kontext unterschiedlich ist. 

Sehr oft werden für Jungen Namen gewählt, die eigentlich typisch für Mädchen sind. Und dies kann ernste Probleme verursachen. Das Kind wird in der Schule gehänselt und wird von Unbekannten auch oft als „Frau“ identifiziert. Es kann natürlich auch vorkommen, dass sich in der gleichen Schulklasse ein Mädchen mit dem gleichen Namen befindet, was das Ganze noch schlimmer macht.

2. Fremdländische Namen

Namen aus anderen Ländern und Kulturkreisen sind oft schwierig auszusprechen oder zu schreiben. Das Kind kann dadurch selbst Probleme haben, seinen Namen richtig zu schreiben. Die Eltern müssen mit dem Kind besonders lange üben, damit dies nicht als Anlass für Spott dient und sich das Kind verteidigen kann.

Experten gehen davon aus, dass dadurch zwar das Selbstbewusstsein des Kindes gestärkt werden könnte, doch andererseits muss es immer wieder Erklärungen über seinen ungewöhnlichen Vornamen abgeben. 

Auch bei zusammengesetzten oder sehr langen Vornamen ist dies der Fall. Das Kind muss sich in diesem Fall oft mit einem Kurz- oder Spitznamen zufrieden geben. 

3. Modenamen

Oft beeinflussen Name von Künstlern, Sportlern oder anderen Persönlichkeiten den Modetrend, was auch in der Namensgebung zum Tragen kommt. Wenn es sich um Persönlichkeiten aus der Vergangenheit handelt, sind die Namen oft unbekannt und ungewöhnlich.

Das Kind muss dann immer wieder erklären, woher sein Name kommt, was das für eine Persönlichkeit war, die keiner kennt, und warum seine Eltern ihm diesen Namen gegeben haben. Das ist nicht immer angenehm.

4. Kontroverse Namen

Polemische und kontroverse Vornamen sorgen für besonders großes Leid. Immer wieder gibt es Eltern, die ihrem Kind gerne Namen wie „Lucifer“, „Hitler“ oder „Störenfried“ geben würden. Doch in Deutschland sind derartige Namen verboten.

Im Zweifelsfalle wird gerichtlich darüber entschieden, ob der Vorname zulässig ist. Verboten sind im Allgemeinen Namen, die anstößig oder unpassend sind und das Kind der Lächerlichkeit preisgeben. Auf dieser Liste befinden sich beispielsweise folgende Namen: Judas, Sputnik, Verleihnix, Bierstübl oder Satan.

Eltern tragen mit der Wahl des Vornamens ihres Sprösslings großer Verantwortung und sollten sich die Konsequenzen gut überlegen, die ein ungewöhnlicher Name für das Kind mit sich bringen könnte. Es gibt so viele schöne und originelle Namen – warum dem Kind großes Leid zufügen, anstatt es mit seinem Namen zu inspirieren und zu motivieren?