Probiotika - Wie helfen sie Kindern und Schwangeren?

Es gibt verschiedenste Produkte mit lebenden Bakterienkulturen, am beliebtesten sind Milchprodukte wie Joghurt. 
Probiotika - Wie helfen sie Kindern und Schwangeren?

Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2018

Probiotika sind Mikroorganismen, die große Vorteile für die Gesundheit haben. Auch für Babys, Kinder und Schwangere. Es gibt verschiedenste Produkte mit lebenden Bakterienkulturen, am beliebtesten sind Milchprodukte wie Joghurt.

Probiotika können in der Schwangerschaft von Vorteil sein, weil sie die Leistungsfähigkeit und die Regenerationsfähigkeit des Körpers verbessern und gleichzeitig das Immunsystem stärken.

Sie sind auch während der Stillzeit ideal, da sie zur Verbesserung des Verdauungsystems und der Abwehrkräfte beitragen.

Was sind Probiotika?

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die eine gesunde Darmflora unterstützen. Für den menschlichen Körper ist es sehr wichtig, dass ein gesundes Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Mikroorganismen gewahrt wird, um Schäden durch andere Bakterienarten zu vermeiden.

Schwangere isst Probiotika

Manchmal beeinflussen Ernährungsprobleme, Medikamente, Stress, Krankheiten und andere Faktoren unsere bakterielle Flora. Dies kann zu einer Schwächung der Abwehrkräfte und sogar zu Infektionen führen.

Probiotika sind nützlich, um zu verhindern, dass schädliche Bakterien angreifen. Die Hauptfunktion dieser Organismen besteht darin, unseren Körper vor der Besiedlung durch schädliche Bakterien und Krankheitserreger zu schützen.

Aber nicht alle Probiotika bieten die gleichen  Vorteilen; einige sind in bestimmten Fällen stärker und effektiver.

Wie helfen Probiotika unserem Organismus?

Studien haben gezeigt, dass die Vorteile dieser Mikroorganismen in der Immunabwehr und der Darmgesundheit liegen. Aufgrund ihrer Vorteile werden Probiotika bei Durchfall und Krankheiten, wie Reizdarmsyndrom (IBS) und anderen Darmproblemen, empfohlen.

Aus Studien geht hervor, dass die Bakterienkulturen bei der Behandlung von infektionsbedingtem akutem Durchfall bei Kindern vorteilhaft sind. Ihre antibiotische Wirkung in der Vorbeugung von Magen-Darm-Problemen wird ebenfalls anerkannt.

Sie erfüllen auch eine wichtige immunologische Funktion und schützen die Darmschleimhaut vor der Vermehrung schädlicher Bakterien.

In einer Studie wurde auch festgestellt, dass Probiotika die Beschwerden bei Menschen mit Laktoseintoleranz verbessern.

Auch bei der Behandlung von Darmkrebs wurde der Einsatz in Betracht gezogen. Dies liegt an der Wirkung auf pathologische Bakterien in der Darmflora. Die Rolle in der Prävention von Darmkrebs wurde bei Tieren nachgewiesen.

Weitere Vorteile von Probiotika sind:

  • Prävention von Darmkolonitis
  • Verbesserung von Verdauungsstörungen
  • Reduzierung von Allergiesymptomen und Asthma
  • Vorsorge gegen Harnwegsprobleme
  • Positive Wirkung in der Prävention von Tumoren
  • Vorsorge gegen Infektionen bei Neugeborenen
  • Reduziert die Auswirkungen von Erkältungs– und Fiebersymptomen

Lebensmittel, die Probiotika enthalten

Kind isst Probiotika

Probiotische Inhaltsstoffe können durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel in unsere Ernährung aufgenommen werden.

Um diese Lebensmittel zu finden, ist es wichtig, die Kennzeichnungen auf den Produkten sorgfältig zu lesen. Die häufigsten Komponenten sind Lactobacillus, Fructooligosacaride und Bifidobacterium.

Im Allgemeinen finden sich diese Bestandteile in fermentierten Lebensmitteln und Milchprodukten wie Joghurt.

Außerdem muss man darauf hinweisen, dass diese Produkte manchmal in Form von Präbiotika erhältlich sind, einem Bestandteil, der das Wachstum von Probiotika fördert.

Aus diesem Grund werden sie in der Regel mit angereicherten Lebensmitteln in Verbindung gebracht, die in Geschäften angeboten werden. Das heißt, sie können sowohl natürlich vorkommen als auch künstlich hinzugefügt werden.

Sie finden sich in den folgenden Lebensmitteln:

  • Joghurt
  • Angereicherte Produkte
  • Sauerkraut, hergestellt auf der Basis von Kohl und fermentiertem Gemüse.
  • Misosuppe, ein Rezept japanischen Ursprungs, das Reis, Bohnen, fermentierten Roggen und kaum noch Wasser enthält.
  • Mikroalgen
  • Erdmandeln
  • Gurken und anderes eingelegtes Gemüse
  • Brotteig
  • Tempeh, ein Lebensmittel, das als Fleischersatz gegessen wird
  • Zartbitterschokolade
  • Weichkäse wie Gouda
  • Kefir
  • Fermentierte Sojapasta


  • Olveira y González. Actualización de probióticos, prebióticos y simbióticos en nutrición clínica. Endocrinología y nutrición. 2016. 63. (9): 437-508. DOI: 10.1016/j.endonu.2016.07.006.
  • Guía Práctica de la Organización Mundial de Gastroenterología: Probióticos y prebióticos WGO Practice Guideline: Probiotics and prebiotics. 2011. [Online].