Dein Kind kann nicht mit dem Schreien aufhören?

Babys drücken durch Schreien ihre Bedürfnisse aus. Du musst herausfinden was genau dein Kind möchte.
Dein Kind kann nicht mit dem Schreien aufhören?

Letzte Aktualisierung: 27. September 2018

Zuneigung, Stillen und Spaziergänge gehören zu den besten Medikamenten, wenn dein Baby nicht mit dem Schreien aufhören will.

Es gibt kein magisches Hilfsmittel, damit dein Kind mit dem Schreien aufhören kann. Aber es gibt verschieden Methoden, Techniken und Rituale, die von Eltern und Kinderärzten erprobt wurden und die du ausprobieren kannst.

Familienzuwachs bringt viel Freude mit sich. Wenn du dein Kleines schreien hörst, dann ist es normal, dass du es sofort beruhigen und auf den Arm nehmen möchtest. Aber vielleicht hörst du dann Kommentare wie “Lass es schreien” von Familie und Freunden.

Denke daran, dass dein Kind vollkommen von dir abhängig ist und dich benötigt, um seine Bedürfnisse zu stillen. Wenn dein Kind schreit, dann lässt es dich wissen, dass es dich braucht.

Gründe, warum dein Baby nicht mit dem Schreien aufhören will

Eltern, insbesondere Erstlingseltern, stehen vor einer großen Aufgabe: Sie müssen lernen, die Signale ihres Kindes zu verstehen. Es gibt viele Gründe, warum dein Kind mit nicht dem Schreien aufhören kann:

  • Hunger: Dies ist der häufigste Grund und vielleicht der am einfachsten zu lösende. Lege dein Kind an die Brust oder bereite ihm ein Fläschchen vor.
  • Blähungen: Die Luft im Bauch deines Babys könnte der Grund dafür sein, dass es oft schreit.
  • Dreckige Windeln: Eine nasse und dreckige Windel könnte unbehaglich sein und dein Baby aufregen. Mit seinen Tränen will es deine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
  • Müdigkeit: Manchmal fällt es Babys schwer, einzuschlafen, selbst wenn sie müde sind. Dann werden sie aufgebracht und gereizt.
  • Das Bedürfnis, gehalten zu werden: Es ist normal und gesund für Babys, dass sie Aufmerksamkeit und Körperkontakt suchen. Sie weinen, um beides zu bekommen.
  • Temperaturwechsel: Dein Baby wird sein Unbehagen über einen Temperaturwechsel durch Schreien ausdrücken.
  • Zahnen: Wenn sich die Zähne entwickeln und durch das Zahnfleisch kommen, kann dies für das Baby sehr schmerzhaft sein. Und natürlich führt dies dann zu Tränen.
  • Gesundheit: Wenn sich dein Baby nicht gut fühlt, könnte dies das Ergebnis von Fieber sein, hervorgerufen durch eine virale oder bakterielle Infektion. In diesem Falle könnte das Schreien anders als sonst klingen. Du musst dies erkennen.
Schreien aufhören

Was du tun kannst, wenn dein Baby schreit

Wir haben dir die häufigsten Ursachen für das Schreien deines Kindes genannt. Doch nicht immer kann der genaue Grund festgestellt werden.

Du kannst lernen, dein Kind zu beruhigen. Dein mütterlicher Instinkt wird dir dabei helfen.

Hier ist eine Liste genereller Empfehlungen, die jede Mutter kennen sollte, damit sie ihr schreiendes Kind beruhigen kann:

  • Wiegen: Ohne Zweifel gibt es keinen besseren Ort für dein Baby als deine Arme. Dein Baby kann deine Berührung spüren und deine Haut riechen. Es wird sich so sicher fühlen.
  • Ein Spaziergang oder eine Spazierfahrt: Ob du nur um das Haus oder um den Block gehst, die Bewegungen und die visuellen Eindrücke werden dein Kind beruhigen. Manchmal benötigt dein Baby etwas mehr Unterhaltung und dann kannst du versuchen, es mit auf eine Autofahrt zu nehmen. Dies sollte jedoch der Ausnahmefall und keine Gewohnheit sein!
  • Massage: Deine liebevollen Hände und etwas Feuchtigkeitscreme sind das perfekte Heilmittel für das Schreien deines Babys.
  • Andere Arme: Ob du es glaubst oder nicht – dein Baby liebt das Experimentieren. Obwohl es immer deine Arme bevorzugen wird, macht es auch gerne neue Erfahrungen. Vielleicht sind die Arme einer anderen Person dann die Lösung.
  • Dein Herzschlag: Um deinem Kind zu helfen, damit es mit dem Schreien aufhören kann, solltest du es auf deine Brust legen und dich flach hinlegen, damit es deinen Herzschlag spürt. Diese Position wird deinem Baby erlauben, deine Wärme und deinen Schutz zu genießen. Und außerdem wird es dein Kind daran erinnern, wie es war, in deinem Mutterleib zu sein, was ebenfalls beruhigend für dein Baby ist.
  • Stillen: Das Stillen ist ein natürliches Mittel, mit dem man nie falsch liegt. Wenn du dein Baby stillst, fühlt es sich vollkommen mit dir verbunden und kann es genießen, dich von ganz nah zu sehen. Während ihr euch gegenseitig in die Augen seht, wird sich eure Beziehung vertiefen und stärker werden.
Schreien aufhören

Weitere Ratschläge, um ein schreiendes Baby zu beruhigen

Als Mutter, die ihr Kind jeden Tag ein bisschen mehr kennenlernt, wirst du immer ein Ass im Ärmel haben.

Vielleicht kann dein Baby mit dem Schreien nicht aufhören und du weißt nicht warum. Du hast vielleicht bereits alle Empfehlungen ausprobiert.

Warum nimmst du dein Baby nicht mit auf einen Ausflug, damit ihr etwas Zeit zusammen verbringen könnt?

Erkläre deinem Baby alles, was du machst. Zeige deinem Kleinen etwas Neues und Interessantes. Es könnte ein Gemälde sein oder eine Blume, oder was auch immer sich vor der Haustür befindet.

Du kannst auch versuchen, die Windeln deines Babys für einige Minuten abzunehmen.

Dies wird deinem Kleinen ein Gefühl der Freiheit geben. Es ist ein neues Erlebnis. Vielleicht ist es genau das, was dein Baby braucht, um sich zu beruhigen.

Es gibt kein magisches Hilfsmittel, damit dein Kind mit dem Schreien aufhört. Aber es gibt verschiedene Methoden, Techniken und Rituale, die von Eltern und Kinderärzten erprobt wurden und die du ausprobieren kannst.

Und schließlich könnte dein Baby einfach nur gelangweilt sein oder eine Ruhepause brauchen, falls es nicht hungrig, müde oder krank ist.

Selbst in diesem zarten, jungen Alter erfährt dein Baby eine Phase, in der es neue Dinge erleben muss.

Daher sind diese Tipps zum Beruhigen deines Babys einfach und natürlich. Denke daran: Das beste Heilmittel, das du deinem Kind geben kannst, ist immer noch die Liebe einer Mutter.



  • Various authors. Simple ways to calm a crying baby and have a more peaceful night's sleep. 2013. [Online].
  • Douglas, Pamela & Hill, Peter. (2011). The crying baby: What approach? Current opinion in pediatrics. 23. 523-9. 10.1097/MOP.0b013e32834a1b78.
  • Soothing a crying infant. Safe Children and Healthy Families are a Shared Responsability. [Online].