Ich helfe nicht meiner Frau, sondern wir teilen uns die Verantwortung

· 3. Juni 2018
Ich werde kein Beobachter sein, der meiner Frau zu schaut wie sie den ganzen Tag im Haus auf und ab läuft. Herumsitzen, während sie die ganze Arbeit erledigt, kommt für mich nicht in Frage. Seit dem ersten Tag verstehe ich die Verantwortung in einer Beziehung und der Vaterschaft.

Meine Frau und ich teilen uns die Verantwortung. Ich „helfe“ ihr nicht zuhause und ich plane auch nicht das je zu tun. Ich werde mich nicht wie ein Gast verhalten, der darauf wartet umsorgt zu werden.

Schon von Anfang an habe ich verstanden, dass ich der Partner meiner Frau bin. Ich liebe sie und wir haben diesen großartigen Weg einer gemeinsamen Familie gewählt. Eine Familie zu haben bedeutet die guten Zeiten zu genießen und die harten zu akzeptieren. 

Wir teilen uns die Verantwortung und ich wusste seit dem ersten Tag, dass dies der Schlüssel ist. Als Vater bin ich Teil des Hauses und das bedeutet, dass ich auch im Haushalt mitwirke. Ich mache den Abwasch, bügle, wechsle die Windeln und koche. Nichts von Alledem beschämt mich oder lässt mich wünschen ich wäre Single.

Das bedeutet es für mich, ein guter Mann zu sein. Traurigerweise ist die Realität in der heutigen Zeit in vielen Haushalten eine andere. Frauen sind meistens diejenigen, die sich um alles kümmern. Die Männer sind meistens nur Beobachter, die andere Dinge tun.

Aber wenn wir an unsere Kinder denken, ist das beste Beispiel das wir ihnen geben können, das einer Familie als Einheit, die ihre Hausarbeit gerecht aufteilt. 

Ich helfe meiner Frau nicht. Wir teilen uns die Verantwortung

Diese Debatte kommt nie aus der Mode. Was ist mehr wert – die Arbeit drinnen oder außerhalb des Hauses? Diese Frage stelle ich mir selber, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin: „Wertschätzen wir die Arbeit unserer Frauen, zuhause und auch außerhalb?

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„Letztens habe ich den Abwasch gemacht und meine Frau hat mir nicht gedankt“, ist ein Satz, den wir alle schon einmal gehört haben.

Wenn wir darüber nachdenken, warum sollten unsere Frauen uns für etwas danken, das einfach nur ein Beitrag zu unserem gemeinsamen Leben zu Hause ist?

Warum mir für etwas danken, das sie selber hunderte Male macht, ohne dass es jemand mitbekommt oder ihr dafür dankt?

Daher betrachte ich es nicht als meiner Frau „helfen“. Sie braucht die Hilfe von Niemandem. Sie ist selbstständig und sehr wohl in der Lage alles zu Hause und bei ihrer Arbeit zu erledigen.

Was wir beide brauchen ist ein Partner. Wir sollten uns gegenseitig unterstützen, auch wenn sie es zur Not alleine erledigen kann.

Ich „helfe“ meiner Frau nicht das Haus sauber zu halten. Ich versuche nur den Ort wo wir zusammen leben gepflegt zu halten. Aus dem gleichen Grund putze und räume ich auf, nämlich weil auch ich hier lebe, unter dem gleichen Dach.

Beim Kochen „helfe“ ich nicht. Ich mache mit und wir teilen uns die Verantwortung, weil ich auch esse. Und dabei mache ich Teller und Kochutensilien schmutzig, also ist es auch meine Verantwortung nachher wieder sauber zu machen.

Ich „helfe“ meiner Frau nicht mit den Kindern. Ich kümmere mich um die Kinder, weil sie auch meine Kinder sind. Unsere.

Zu hause „helfe“ ich nicht. Ich erledige meinen Anteil.

Waschen, Aufhängen, Falten der gesamten Familienwäsche. Spielsachen aufheben. Den Kindern Mathe beibringen. Gartenarbeit erledigen.

Was auch immer getan werden muss, wisse, dass ich nicht nur im Haus helfe, sondern Teil der Familie bin. Das ist der Grund, warum ich so handle.

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Nie mehr werde ich denken, dass Hausarbeit nur Frauensache ist. Unabhängig von der Geschlechterrolle mit der ich aufgewachsen bin, was meine Eltern mir beigebracht haben oder was ich in der Schule gelernt habe. Ich bin glücklich über die Familie, die ich habe. Ich will ein positives Beispiel für meine Kinder sein.

Ich will meine Frau als Partnerin behandeln und mich nicht wie ein Gast verhalten. Ich tue das, weil ich meine Frau und alles was sie für unsere Familie tut, wertschätze. Ich respektiere sie, so wie sie ist. Das ist genau so wie ich möchte, dass sie mich behandelt.