Postpartalen Trost suchen: Warum ist es so wichtig?

· 27. November 2018
Die Zeit nach der Geburt kann für Mütter besonders schwierig sein. Es ist wichtig, dass du deinem Bedürfnis nachgehst, dich mit jemandem auszusprechen und deine Gedanken zu teilen.

Postpartalen Trost nach der Geburt zu suchen, ist ein sehr wichtiger Teil deiner vollständigen Erholung. Besonders, wenn du während deiner Schwangerschaft oder der Geburt ein negatives Erlebnis hattest.

Manchmal halten dich diese Erfahrungen davon ab, ein friedliches und harmonisches Leben zu führen. Möglicherweise war die Geburt deines Kindes schwierig oder unglücklich.

Weil das medizinische Personal deine Wünsche nicht respektiert hat…weil du gelitten hast…weil du Angst um dich selbst oder um dein Kind hattest…weil du dich alleine gefühlt hast…

Egal was davon der Fall war, du musst deine Gefühle über diese Situation zum Ausdruck bringen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Selbstheilung.

Im folgenden Artikel wollen wir mit dir weiter Informationen über dieses wichtige Bedürfnis teilen.

Glücklicherweise haben viele medizinischen Einrichtungen ihre Vorgehensweisen und die Behandlung am Krankenbett verbessert, wenn es sich um eine Geburt handelt.

Dennoch kennen wir alle Geschichten von Frauen, die unangenehme Erfahrungen während ihrer Entbindung gemacht haben.

Gründe für emotionalen Schmerz

  • Dammschnitt
  • Kaiserschnitt in letzter Minute
  • Gleichgültigkeit und mangelndes Einfühlungsvermögen des medizinischen Personals
  • Trennung vom Baby, bevor die Mutter ihren ersten Kontakt mit ihm hatte. Dies kann geschehen während die Angestellten das Baby baden, die Nabelschnur durchschneiden usw.
postpartalen Trost - postpartalen_Trost-2
Den Mut zu finden, sich zu öffnen und postpartalen Trost zu suchen, ist nicht einfach, aber heilsam. Aus dem einen oder anderen Grund zögerst du vielleicht,  deine negativen Erfahrungen erneut zu durchleben.

Du musst dich jedoch öffnen, um Heilung zu finden. Es ist nicht leicht eine Unterhaltung zu starten. Für viele kann es sehr schmerzhaft sein und manche sind sogar beschämt.

Es macht aber keinen Unterschied, wie schwierig, komplex und schmerzhaft deine Erfahrungen waren.

Es gibt immer jemanden, der bereit ist, dir zuzuhören und dich daran erinnert, dass Leben mehr als nur dieser eine Moment ist.

Du kannst immer auf einen Freund, ein Familienmitglied oder einen Experten zählen.

Trotz der feindlichen, gleichgültigen oder negativen Behandlung, die du möglicherweise im Krankenhaus erhalten hast, geht das Leben weiter. Es ist wichtig, dies zu behalten und zu wissen, dass du weitermachen kannst. 

Alles was du tun musst, ist, deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und dich um diese unangenehmen Emotionen kümmern. Darum geht es, wenn du postpartalen Trost suchst.

Respektlosigkeit gegenüber Müttern hinterlässt ihre Spuren

Es beginnt alles mit ein paar Wehen. Stück für Stück werden die Wehen häufiger und stärker. Du spürst einen immer stärker werdenden Schmerz in deiner Niere.

Als Mutter machst du dich dann auf den Weg ins Krankenhaus, nur um wieder zurück nach Hause geschickt zu werden, weil sich dein Muttermund noch nicht genug geweitet hat.

„Du bist noch nicht so weit“, sagen sie. Zuhause füllst du dann eine Badewanne mit warmem Wasser oder gehst auf und ab. Vielleicht legst du ein warmes Kissen auf deinen Rücken.

Wir empfehlen auch diesen Artikel: Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Entbindung im Krankenhaus

Dies ist ein intensiver körperlicher und schmerzvoller Prozess. Trotzdem erleben die meisten Frauen an diesem Punkt unvergessliche Aufregung und Vorfreude.

Dennoch gibt es keinen Weg zurück, wenn deine Fruchtblase erstmal geplatzt ist. Zu diesem Zeitpunkt beginnt meist das medizinische Protokoll. 

Vaginale Untersuchungen, ausgezogen und wie auf dem Präsentierteller, umgeben von Fremden…

Viele Spezialisten erklären, dass jede Mutter davon träumt die „perfekte Geburt“ zu erleben. Die meisten Frauen wissen jedoch, dass die Geburt selten so abläuft, wie sie es sich erträumt haben.

Ein Kind zu gebären ist schmerzhaft, nicht einfach und normalerweise keine besonders angenehme Angelegenheit. Kein Kind kommt ohne Tränen in diese Welt.

In der Realität brauchen Mütter keine perfekte Geburt. Aber sie brauchen den Respekt des medizinischen Personals – und das geschieht leider nicht immer.

  • Sobald sie ins Krankenhaus kommen, erfahren viele Frauen die Kühle des medizinischen Protokolls. Bevor sie auch nur ihren Namen nennen können, kommt schon eine Krankenschwester und untersucht ihren Gebärmutterhals. Manchmal spricht sie nicht einmal mit der Mutter oder schaut sie an, um ihr gut zu zusprechen.
  • Die Zeit vergeht und die vaginalen Untersuchungen gehen weiter und zusätzlich noch die Überwachung des Fötus, um die Herzfrequenz zu überprüfen. In vielen Fällen bekommen die Mütter synthetisches Oxytocin, um die Wehen und die Geburt zu beschleunigen. 

Und unglücklicherweise gibt es immer noch einige Orte, welche das Becken der Frau rasieren oder ihr sogar einen Einlauf geben.

Unter grellem weißen Licht wird der Mutter nur eine Sache gesagt: Pressen. Und sie darf dies in nur einer Position machen: Auf dem Rücken liegend in einem Krankenhausbett.

Suche postpartalen Trost: Erzähl deine Geschichte!postpartalen Trost - postpartalen_Trost

Kommunikation ist ein unerlässlicher Teil deines emotionalen Wohlbefindens. Du musst deine Angst und Zweifel herauslassen, um zu heilen und weiterzumachen.

Während des Geburtsprozesses, gibt es viele Situationen die stattfinden können, auf die eine Mutter nicht vorbereitet ist. 

Und wenn die Behandlung durch das medizinische Personal unmenschlich ist, fühlt sich die Mutter einfach nur noch vernachlässigt. Sie ist nur ein Gefäß für das Baby und dieses muss entfernt werden.

Noch ein interessanter Artikel: Postpartale Zwangsstörung und wie man damit umgeht

Mütter sollten dieses Trauma nicht ignorieren. Du musst Heilung und Freiheit suchen. Du musst dir selbst erlauben, zu weinen und deine Gefühle zu benennen.

Daher ist es so wichtig, in dieser Phase postpartalen Trost zu finden und nichts wofür man sich schämen muss.

Du solltest deine Gefühle niemals wegsperren und dem Trauma nicht erlauben, zu wachsen.

Es ist viel besser für dich und deine Familie, wenn du deine Erfahrungen mit anderen Müttern, Freunden und Familienmitgliedern teilst. 

Weine über deine Ängste, lasse den Schmerz raus, die Wut und die Hilflosigkeit, die du gefühlt hast.