Dein Kind benimmt sich schlecht? Bleib ruhig, wenn du das ändern willst

10. April 2018
Mit gutem Beispiel voran zu gehen ist die erste Wahl, wenn es darum geht, deine Familie voran zu bringen. Was man täglich daheim sieht, wird sich auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen.

Dein Kind benimmt sich schlecht? Genau aus diesem Grund ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Möglichkeit wahrzunehmen, es ruhig und diszipliniert zu erziehen.

Obwohl es einfach klingt, ist es das nicht. Es geht vor allem darum, emotionale Intelligenz in Alltagssituationen anzuwenden. Das wird es dir ermöglichen, in bestimmten Situationen, welche deine Geduld auf die Probe stellen, trotzdem ein gutes Verhalten an den Tag zu legen.

Salovey und Mayer zufolge ist emotionale Intelligenz: „Die Fähigkeit, seine eigenen und die Gefühle anderer zu beobachten, zu unterscheiden und diese Information zu nutzen, um das Denken und Handeln zu beeinflussen.“

Dein Kind benimmt sich schlecht? Ärgere dich nicht, sondern analysiere die Situation und reagiere entsprechend. Du solltest nie deinem Verhalten – welches du als Erwachsener beeinflussen kannst – erlauben, die emotionale Entwicklung deiner Kinder schlecht zu beeinflussen.

Dein Kind benimmt sich schlecht - rede ruhig mit ihm

Das Kind benimmt sich schlecht – Warum werden wir wütend?

Gemäß verschiedenen Spezialisten ist Wut ein grundlegendes und allbekanntes Gefühl, welches alle Menschen und Tiere fühlen können. Es ist von großem Wert, wenn es ums Überleben geht. Trotzdem ist der Schlüssel als Elternteil, nicht übermäßig reizbar zu sein.

Das heißt nicht, dass du diese negativen Emotionen verstecken sollst. Sie sind ganz normal, da Menschen alle möglichen Dinge fühlen. In jedem Fall geht es jedoch darum, das was dich aufregt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, da unkontrollierte Wut deine ganze Umgebung negativ beeinflusst.

Zum Beispiel der Moment, in dem dein Sohn ein Glas zerbrochen hat, weil er einen Ball in der Wohnung herumgeworfen hat. Sogar wenn du sehr wütend bist, weil es ein Geschenk deiner Mutter war, atme durch und erkläre ihm in einem angemessenen, ruhigen Tonfall, warum er das in Zukunft nicht mehr machen darf. Er wird auf jeden Fall auf dich hören und die Situation ohne Trauma durchstehen.

Wenn du andererseits das Gegenteil machst, er das Glas zerbricht und du fuchsteufelswild bist und anfängst mit Schreien, dann wird dein Kind sicher Angst bekommen und anfangen zu weinen. Es wird zu überfordert sein, um richtig zu verstehen, dass es so etwas nicht mehr machen darf.

Dein Kind benimmt sich schlecht - gemeinsam daran arbeiten

Dein Kind benimmt sich schlecht? Rege dich 5 Minuten auf und sprich dann mit ihm

Deine Wut zu kontrollieren ist von größter Wichtigkeit in allen Phasen des Lebens deines Kindes. Während es aufwächst, kann das durchaus zur Mammutaufgabe werden. Dies gilt vor allem in komplizierteren Phasen wie zum Beispiel der Pubertät oder bei Heranwachsenden.

Ohne Zweifel ist es sehr wichtig, dass du dich anstrengst, um deine Wut im Zaum zu halten und von den ersten Lebensjahren an versuchst, ruhig zu kommunizieren.

Behalte im Kopf, dass obwohl die Unschuld der Kindheit einige der Fehler, die Eltern machen, vergibt, Kinder nach und nach mehr von ihrer Umgebung aufnehmen und verstehen. Diese Verhaltensweisen stellen Präzedenzfälle dar, die sich nach und nach auf den Alltag übertragen.

In diesem Sinn ist es von Vorteil, dich zusammenzureißen und darauf zu achten, wann dein Temperament mit dir durchgeht.

Dann ist eventuell der Moment gekommen, in dem du kurz aus dem Raum gehen solltest um dich ein wenig abzuregen und deine Laune ein wenig zu verbessern, um dich an dein Kind zu wenden.

Statt auf Distanz zu bleiben und autoritär mit dem Kind umzugehen, solltest du Kommunikation und Disziplin fördern:

  • Beuge dich zu deinem Kind hinunter und rede mit ihm in einem angemessenen Tonfall.
  • Schau ihm in die Augen, bitte es darum, aufzupassen.
  • Sobald du seine volle Aufmerksamkeit hast, erkläre die Situation und frage es, ob es sie versteht.
  • Wiederhole den Prozess wann auch immer es nötig ist, bis es zu einer Angewohnheit wird. So wirst du vermeiden können, eine angespannte Beziehung zu deinem Kind zu haben und dich von ihm zu entfernen.

Wenn du es so machst, wirst du eine viel bessere Verbindung zu deinem Kind haben und die Eltern-Kind-Beziehung wird auf gegenseitigem Respekt und Werten begründet sein.

Praktiziere diese Verhaltensweisen täglich und sie werden dir auf jeden Fall helfen dein Leben entspannter zu leben und dauerhaft das Band der Zuneigung zu deinem Kind zu stärken.

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