Stillen nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz

· 4. November 2018
Stillen hat für das Kind verschiedene Vorteile, doch es ist nicht immer einfach, das Kind weiterhin mit Muttermilch zu versorgen, wenn man schon früh wieder zur Arbeit zurück muss.

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist nicht immer einfach, erfolgt jedoch oft noch während der Stillzeit. Durch das Stillen wird eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind aufgebaut. Deshalb handelt es sich um eine sehr wichtige Zeit. Doch wie kann man trotz Job sein kleines Baby weiterhin stillen?

Erfahre mehr darüber in unserem heutigen Artikel.

Stillen hat für das Kind verschiedene Vorteile. Es wird so sicher und bequem ernährt und kann vor Infektionen geschützt werden. Dadurch soll das Kind auch seltener an Allergien, Atemwegs- oder Harnwegsinfektionen, Gastroenteritis oder Ohrinfektionen erkranken. 

Darüber hinaus schützt das Stillen auch die Gesundheit der Mutter. Stillende Mütter haben ein niedrigeres Risiko für Brustkrebs und Eierstockkrebs. Sie können damit auch Osteoporose vorbeugen und sich zum Beispiel vor Hüftfrakturen im Alter schützen.

Doch nicht immer ist es einfach, Berufs- und Familienleben zu koordinieren. Viele Mütter müssen ihre Babys zu Hause lassen und zu ihrem Arbeitsplatz zurückkehren, auch wenn die Stillzeit noch nicht vorbei ist.

Die Rückkehr zum Arbeitsplatz ist oft die erste Zeit, in der du dich mehrere Stunden von deinem Kind trennst, was für beide nicht einfach ist.

Stillen ist das Band der Liebe, das unsere Kinder gesund, stark und glückliche macht.
-Montserrat Caraccioli

5 Tipps für die Rückkehr an den Arbeitsplatz und das Weiterstillen

Im folgenden findest du 5 nützliche Tipps, die dir vielleicht helfen können, wenn du dich in dieser Situation befindest:

1. Fange rechtzeitig mit der Flasche an

Du musst bereits mit der Flasche zufüttern, bevor du an deinen Arbeitsplatz zurückkehrst. Gewöhne dein Kind rechtzeitig daran, damit es danach einfacher wird. 

Die meisten Experten empfehlen, dem Baby bereits drei Wochen nach der Geburt ab und zu eine Flasche mit abgepumpter Muttermilch zu füttern.

2. Kaufe eine Muttermilchpumpe

Du musst die Milch abpumpen, um dein Baby nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz damit versorgen zu können.

Meist ist dies nach der ersten Stillzeit des Tages am besten. Denn dann ist die Milchproduktion am höchsten. 

Nach dem Abpumpen bewahrst du die Milch im Kühl- oder Gefrierschrank auf. Im Kühlschrank hält Muttermilch bis zu 5 Tage, im Gefrierfach sogar bis zu 5 Monate. 

Es gibt dafür speziell für Muttermilch hergestellte Aufbewahrungsbeutel. Diese sind desinfiziert, gefriertauglich und auslaufsicher.

3. Auf der Arbeit Milch abpumpen

Große Unternehmen verfügen meist über einen Raum für Mütter, wo sie auch Milch abpumpen können. Wenn es das an deinem Arbeitsplatz nicht gibt, musst du dir einen geeignete Ort suchen.

Vielleicht gibt es eine Möglichkeit im Badezimmer, doch vergiss nicht, dass alles sehr hygienisch ablaufen muss. Nimm immer antibakterielle Tücher mit.

4. Erleichterung der Rückkehr an den Arbeitsplatz

Für berufstätige Mütter ist die erste Woche nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz am kompliziertesten, da sie sich noch an die Trennung von ihrem Baby gewöhnen müssen.

Vielleicht kann dir dein Arbeitsgeber die Übergangszeit erleichtern. Sprich mit ihm, ob es die Möglichkeit gibt, in der ersten Woche weniger Stunden zu arbeiten.

Rückkehr an den Arbeitsplatz, Muttermilchpumpe

5. Plane deine Still- und Pumpzeiten

Experten empfehlen Müttern, die Stillzeiten genau zu planen, damit sie das Kind vor und nach der Arbeit an die Brust nehmen können. So brauchen sie nur zwischendurch, wenn sie von anderen Personen versorgt werden, die abgepumpte Muttermilch. 

6. Planung ist alles!

Du muss bereits alles im Voraus planen, damit es dir leichter fällt, an den Arbeitsplatz zurückzukehren und dein Kind trotzdem weiterhin zu stillen.

Nimm die Milchpumpe immer mit, denn du brauchst sie auch während des Tages.

Wenn du dir alles gut einteilst, kannst du dein Kind auch mit Muttermilch versorgen, wenn du wieder in deinem Job tätig bist.