Schwangerschaft nach 35 – es gibt Risiken aber nicht nur!

· 31. März 2018
Schon die Idee einer Schwangerschaft nach 35 oder älter wird von den meisten Menschen mit einer Risikoschwangerschaft oder Risiko-Geburt assoziiert. Neuerliche Studien bestätigen jedoch, dass nicht alle Aspekte dessen negativ sind.

Schon die Idee einer Schwangerschaft nach 35 wird von den meisten Menschen mit einer Risikoschwangerschaft oder Risiko-Geburt assoziiert. Neuerliche Studien bestätigen jedoch, dass sie nicht nur mit negativen Aspekten einhergeht.

Die Fachzeitschrift des Amerikanischen Verbandes geriatrischer Ärzte hat hierzu eine Studie veröffentlicht. Darin wird erklärt, dass die Schwangerschaft nach 35 die geistigen Fähigkeiten einer Frau verbessert. Ebenso erklärt die Studie dass die Teilnehmerinnen, die das erste Mal in diesem Alter oder noch später Mutter wurden, besser in Tests für geistigen Scharfsinn, Problemlösungskompetenzen und verbale Fähigkeiten abschnitten.

Das Mutter-Sein in der heutigen Welt

Das ist definitiv eine gute Nachricht für die Mehrheit der Frauen in der heutigen Gesellschaft. Diese ist geprägt von Berufstätigen, die sich zuerst ihrer Karriere widmen wollen und danach ihrem Privatleben. Das hat dazu geführt, dass es immer mehr ältere Mütter gibt. Eine Schwangerschaft nach 35 ist also nichts Außergewöhnliches mehr.

Laut Medizinern liegt nach rein biologischen Gesichtspunkten das ideale Alter für eine Schwangerschaft unter 25. In unserer heutigen Gesellschaft hat sich das Durchschnittsalter für Erst-Mütter jedoch nach hinten verschoben.

In Spanien zum Beispiel liegt es laut Informationen des INE bei 32,2 Jahren. Allerdings gibt es auch eine nicht unbedeutende Zahl an Frauen, die bei der Geburt ihres ersten Babys älter als 35 sind.

Vorteile einer Schwangerschaft nach 35

Schwangerschaft nach 35

Die genannte Studie ist nicht die einzige, die die Vorteile einer späten Schwangerschaft hervor gehoben hat.

Eine weitere wurde 2014 durchgeführt. Sie besagt, dass Frauen, die bei der Geburt ein Alter von 33 Jahren oder älter erreicht haben, möglicherweise länger leben im Vergleich zu denen, die jünger als 33 sind.

Weitere Forschungen der Universität Boston zeigen, dass Erstgebärende mit 35 oder mehr Jahren eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen 95 Jahre alt zu werden, verglichen mit Müttern deren letztes Kind noch vor dem Erreichen des 30. Lebensjahres geboren wurde.

Und es gibt noch eine weitere Studie, die die positiven Aspekte der späteren Schwangerschaft deutlich macht. Durchgeführt wurde sie von einer Gruppe Wissenschaftler der Universität von Südkalifornien. Sie basiert auf den Antworten von 830 Frauen, die die Menopause schon hinter sich haben. Dabei wurde eine positive Korrelation zwischen der Mutterschaft nach 35 und besseren mentalen Fähigkeiten deutlich.

Grund hierfür ist wohl der erhöhte Hormonstatus während der Schwangerschaft, der sich positiv auf das Gehirn auswirkt.

Die Studie legt nahe, dass je älter die Frau ist, desto länger halten diese Veränderungen an. Das wiederum löst eine Verbesserung der kognitiven Funktionen in einem höheren Alter aus.

Gibt es ein ideales Alter um Mutter zu werden?

Heutzutage ist finanzielle Stabilität für Frauen sehr wichtig. Sie wissen wie man unabhängig wird und lernen zu kämpfen, um Seite an Seite die Verantwortung, die mit einem Zuhause kommt, zu tragen.

Diese sozio-ökonomische Balance, nach der Frauen streben wird gewöhnlich mit ungefähr 34 Jahren erreicht. Dann beginnen Frauen über die Möglichkeit Mutter zu werden nach zu denken.

Diese Stabilität zu erreichen ermutigt sie Mutter zu werden, denn dann haben sie das Gefühl dass sie sich diesem Projekt voll und ganz widmen können. Und doch ist die biologische Uhr der Frau in diesem Alter nicht mehr ganz präzise. Somit wird die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit der Zeit immer geringer.

Schwangerschaft nach 35

Die Risiken einer Schwangerschaft nach 35

Auf der anderen Seite gibt es Risiken, die mit einer Schwangerschaft nach einem Alter von 35 Jahren verbunden sind. Es können diverse Komplikationen auftreten. Dazu gehört das Risiko einer Fehlgeburt und die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Babys mit einem Chromosom Defekt.

Statistiken belegen, dass bei 30% der Frauen die 35 oder älter sind, perinatale Krankheitsbilder oder Komplikationen auftreten. Am häufigsten treten Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck (die Hauptursache für eine verfrühte Geburt) und Blutungen am Uterus auf.

All das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt. 10% aller Geburten von Müttern über 35 sind vorzeitig.

Und doch: alle diese Risiken sind messbar und kontrollierbar durch adäquate medizinische Betreuung.