Mama, halt mich fest … die Loslösung von Ängsten

8. Mai 2018
Mama, lass dein Baby ganz nah bei dir sein, Haut an Haut, Atem an Atem, Seele an Seele. Lass deine Kinder mindestens die ersten drei Jahre ihres Lebens ganz nah bei dir sein.

So gibst du der Welt ein starkes und mutiges Kind. Einen Menschen, der die Loslösung von Ängsten geschafft hat.

Heute zeigen wir dir, wie wichtig es ist, dein Kind in einer Umgebung aufzuziehen, die den Körperkontakt fördert. Körperkontakt ist die beste Antriebskraft: er fördert die Entwicklung deiner Kinder, gibt Sicherheit und Wohlbefinden. Er fördert auch die neuronale Verbindung zu taktilen, vokalen, olfaktorischen und sensorischen Reizen.

„Niemand kann einen Gipfel von Angst begleitet erreichen.“

-Publio Siro

In diesem Artikel wollen wir über das heranreifende Kind hinausgehen und über seine primären Instinkte und die Bedeutung einer Erziehung sprechen, die losgelöst von Ängsten ist. Heutzutage wird sehr oft das Wort „Bindung“ verwendet. Doch bevor wir fortfahren, müssen wir zunächst einige Begriffe klären.

Im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung bezieht sich „Bindung“ auf unsere Neigung zum Erwerb bestimmter Dinge oder zur Loslösung von Ängsten, die unsere Freiheit oder Identität behindern.

Andererseits findet man die Bindung, im Zusammenhang mit der Kindererziehung, in der klassischen Bowlby-Theorie. Sie erinnert uns daran, dass es wichtig ist, eine starke und sichere Bindung mit dem Kind einzugehen, um die Entwicklung und das Selbstvertrauen zu stärken. Dies ermöglicht ihm letztendlich seine Unabhängigkeit zu entwickeln.

Mit diesem Artikel möchten wir dir folgendes nahelegen: durch intensive Aufmerksamkeit und Haut-zu-Haut-Kontakt entsteht eine positive Bindung zwischen dir und deinem Kind. Auf diese Art kannst du langfristig ein Kind großziehen, das losgelöst von Ängsten, Unsicherheiten und geringem Selbstwertgefühl ist.

Angst ist im Gehirn eines Neugeborenen der wichtigste Instinkt

Loslösung von Ängsten durch Körperkontakt

Es gibt keinen Ort, der sicherer, vollkommener und komfortabler ist als der Mutterleib. Hier passiert nichts Schlimmes, alles ist ruhig, alles ist warm, befriedigend und berechenbar. Allerdings setzt die Geburt das Neugeborene einer sehr seltsamen neuen Welt aus.

  • Das Erste was Babys spüren ist, dass sie aus dem Inneren ihrer Mutter gerissen werden. Danach hält sie ein Fremder, badet sie, wiegt sie und kümmert sich um sie.

Später, nachdem sie die Mutter zum ersten Mal kennen und fühlen gelernt haben, merken sie, wie sie hin und wieder in die einsame und dunkle Wiege gelegt werden. Ihre Ängste schweben über ihnen und sie spüren den Schreck der Hilflosigkeit und das Gefühl, nicht weiter leben zu können…

Ich bin gerade erst geboren und alles macht mir Angst

Babys werden mit einem unreifen Gehirn geboren. Sie werden von Instinkten und Bedürfnissen bestimmt und das Einzige, was sie wollen ist, sich sicher, geliebt und versorgt zu fühlen.

  • Wenn es in den ersten paar Monaten etwas gibt, das dem Neugeborenen Angst macht, dann ist es die Trennung von der Mutter. In diesem Alter verstehen sie noch nicht, dass sie nicht verlassen werden, nur weil sie alleine in der Wiege liegen. Sie verstehen noch nicht, dass nichts Schlimmes passiert, nur weil sie gerade die Wärme der Mutter nicht spüren.

Der Instinkt der Angst ist eine natürliche Reaktion mit einem einzigen Ziel: es hilft ihnen, sich anzupassen. Dies wollen wir nicht weiter vertiefen.

Loslösung von Ängsten: eine unverzichtbare, tägliche Investition

Loslösung von Ängsten durch intensive Aufmerksamkeit

Erziehungsexperten und Kinderpsychologen sagen, dass fast 35% der Babys eine unsichere Bindung entwickeln. Dies kann durch das Aufwachsen in einer Umgebung verursacht werden, in der Eltern das Bedürfnis nach emotionaler Aufmerksamkeit von klein auf nicht beachten. Eine Umgebung, in der sich Eltern nicht um ihr weinendes Kind kümmern oder in der Kinder merken, dass sie sich nicht auf ihre Bezugspersonen verlassen können, wenn sie gebraucht werden.

Dieser Mangel an Bindung führt definitiv zu einer ernsthaften Beeinträchtigung der Psyche.

„Nichts fürchtet mich mehr, als die Furcht selbst.“

-Michel Eyquem de Montaigne

Eine unsichere Bindung führt bei Kindern dazu, dass sie abhängig werden. Sie sind immer an ihre Unsicherheiten und Ängste „gebunden“. Gebunden an diesen Frust, den sie nicht kanalisieren können, entstehen andere fordernde Verhaltensweisen, wie Ungehorsam und Ärger.

Wie du dein Kind zur Loslösung von Ängsten ermutigst

Du musst verstehen, dass dein Baby starke Bedürfnisse hat, die du nicht vernachlässigen darfst.

  • Denke immer daran, dass jedes Baby einzigartig ist. Einige sind viel anspruchsvoller und bedürftiger als andere.
  • Schenke ihnen Zuwendung, wenn sie weinen.
  • Sei immer in ihrer Nähe. Wenn du arbeitest oder einen Großteil des Tages nicht Zuhause bist, benutze klassische Tragetücher, um sie nah an deiner Haut und Brust zu halten.
  • Du solltest all ihre Emotionen verstehen und sie nicht noch mehr dafür bestrafen oder sie verstärken. Es geht darum, geduldig, immer nahbar, liebevoll und konsequent in deinen Regeln zu sein.
  • Kenne die Ängste deiner Kinder.
  • Steigere Stück für Stück ihre Frustrationstoleranz.

Denke daran, sie zu ermutigen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Zeige deinen Kindern, dass du ihnen vertraust. Sorge dafür, dass sie dich als wunderbare und verlässliche Figur in ihrem Leben sehen. Eine Figur, die ihnen immer Sicherheit, Ermutigung, Zuneigung und Nähe bietet…

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