Kommuniziere mit deinem Baby durch Gesten

· 16. Juni 2018
Viele Mütter haben Probleme dabei, die Bedürfnisse ihres Babys zu verstehen. Um zu verstehen, dass Babys sich auf viele Arten und Weisen ausdrücken, ist es wichtig einfühlsam zu sein und dein Kind genau zu beobachten.

Kinder drücken sich gerne durch ihre Körpersprache aus, besonders wenn sie noch nicht sprechen können. Wenn du weißt, wie du ihre kleinen Gesten erkennen kannst, kannst du sofort verstehen, wie dein Kind sich fühlt und was es möchte.

Das Weinen ist für Babys wohl die „beliebteste“ Art der Kommunikation, doch ist sie nicht die einzige. Babys drücken sich ihrem Umfeld gegenüber auch durch Bewegungen, Laute, Gesten und durchs Lächeln und Lachen aus.

Ihren Eltern gegenüber drücken sie sich in der Regel stärker aus, als sie es anderen Menschen gegenüber tun. Sie weinen lauter und zeigen ihnen ihr bestes Lächeln, besonders wenn sie ihre Eltern nach deren Abwesenheit wiedersehen.

Babys kommunizieren am Anfang durch Gesten

Babys kommunizieren am Anfang durch Gesten

Alle Babys machen Gesten, Laute und zeigen ihre Laune in der Hoffnung verstanden zu werden. Wenn dein Kind zum Beispiel mit dir spielt und plötzlich wegschaut, den Kopf umdreht oder seinen Rücken buckelt, kann das bedeuten, dass es eine Pause braucht und später weiterspielen möchte.

Das Weinen kann jedoch nicht nur auf Hunger hindeuten. Es kann auch sein, dass dem Kind kalt ist, es nass oder müde ist. Jedes Baby weint auf seine eigene Art, um die unterschiedlichsten Probleme zu kommunizieren. Mit der Zeit kannst du lernen, wie du sie deuten kannst.

Babys zeigen auf unterschiedlichste Weise, was sie möchten. Wenn dein Baby vor dir lächelt, will es dir zeigen, dass es ihm gut geht und es sich wohlfühlt und glücklich ist. Du wirst feststellen, dass es sehr nützlich sein kann, diese Situationen genau einschätzen zu können

Dir wird wahrscheinlich auffallen, dass dein Kind mit ungefähr 8 Monaten anfangen wird zu weinen, wenn deine Bekannten oder dein Kinderarzt sich ihm nähern. Dies ist ein Zeichen dafür, dass dein Kind bereits gelernt hat, wie es zwischen fremden und bekannten Gesichtern unterscheiden kann. Fremde Menschen können dem Kind nämlich Angst machen.

Die Liebe für ein neugeborenes Kind ist eine der schönsten Sachen der Welt.
–Unbekannt–

Mit der Zeit wird es jedoch sehen, wie freundlich es von diesen Fremden begrüßt wird, und es wird sich mehr und mehr an sie gewöhnen. Dieser Prozess braucht allerdings seine Zeit.

Es ist wichtig daran zu denken, dass die Bedeutung der Gesten sich von Baby zu Baby unterscheiden kann. Deshalb brauchen Eltern Zeit, Engagement und Geduld, um zu lernen, wie sie mit ihrem Baby am besten spielen können.

Wenn das Kind merkt, dass es von den Eltern gut verstanden wird, kann dies zu einer tieferen Zuneigung führen und die Bindung zu den Eltern stärken. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, das Kind geduldig und aufmerksam zu beobachten, um seine Sprache zu erlernen.

Bring deinem Baby Handzeichen bei

Bring deinem Baby Gesten bei

Richte dich nach dem Tempo deines Kindes und sorge dafür, dass das Kind Spaß am Lernprozess hat. Die beste Zeit zum Anfangen ist, wenn das Kind bereits Interesse zeigt zu kommunizieren. Du wirst merken, dass es soweit ist, wenn dein Kind anfängt kontaktfreudiger zu werden oder wenn es zu babbeln anfängt und versucht, mit Hilfe von Lauten und Gesichtsausdrücken deine Aufmerksamkeit zu ergattern.

Versuche deinem Kind Wörter beizubringen, indem du beim Aussprechen eines Wortes zusätzlich eine Geste machst oder auf einen Gegenstand zeigst. Benutze für jedes Wort immer die gleiche Geste und achte darauf, dass dein Baby dich dabei gut sehen kann. Nur so kann es die Verbindung zwischen dem Zeichen und dem Wort erkennen.

Dein Baby beginnt eventuell schon nach einigen Tagen damit, die neu gelernte Geste selbst zu benutzen. Allerdings kann dies in einigen Fällen auch mehrere Wochen dauern. Sei deswegen geduldig und sorge dafür, dass dein Baby beim Lernen Spaß hat. Denn dein Kind kann am besten lernen, wenn es Spaß bei der Sache hat.

Babygesten, die du ausprobieren kannst

Spezialisten empfehlen diverse Gebärdensprachen-Systeme. Das „Sign With Your Baby“-System beruht auf der amerikanischen Gebärdensprache; das „Baby Signs“-System hingegen beruht auf einfachen Gesten, die extra für Babys konzipiert worden sind.

Beide Systeme funktionieren ebenso gut, wie ein von dir entwickeltest System funktionieren würde. Alle Gesten, die klar die Bedeutung eines Wortes wiederspiegeln, dürften sich gut für die Kommunikation eignen. Hier geben wir dir einige Beispiele:

  • Essen: Lege deine Fingerspitzen auf deine Lippen.
  • Es ist weg/vorbei: Hebe deine Hände (mit den Innenseiten zum Kind gerichtet) bis zu den Schultern hoch.
  • Angst: Berühre dein Brustbein.
  • Heiß: Strecke deine Hand aus und ziehe sie so schnell zurück, als hättest du gerade etwas Heißes angefasst.
  • Wo ist es? Zucke mit den Schultern, während du deine Hände (mit den Innenflächen nach oben zeigend) vor dir hoch hältst.
  • Hase: Runzel die Nase und halte dir beide Fäuste mit je zwei ausgestreckten Fingern an den Kopf.
  • Auto: Tu so, als ob du ein Lenkrad vor dir hättest und es mit beiden Armen steuern würdest.
  • Buch: Halte beide Handinnflächen gegeneinander und tu dann so als ob du sie bzw. das „Buch“ öffnen würdest.