Gelbsucht bei gesunden Neugeborenen

· 31. Mai 2018
Gelbsucht ist eine häufige Erkrankung bei Neugeborenen. Zum Glück ist es in den meisten Fällen ein vorübergehender und harmloser Zustand, der schnell verschwindet. Aber was ist es und wie kann man es erkennen und behandeln? Finde es in diesem Artikel heraus.

Mein Baby hatte in seinen ersten Lebenstagen eine gelbe Haut. Ist das normal? Ja, und es ist wahrscheinlich Gelbsucht (Ikterus). Habe keine Angst, Gelbsucht ist eine vorübergehende und harmlose Erkrankung. Sie kommt sehr häufig bei Neugeborenen vor und verschwindet in der zweiten Woche von selbst oder mit einer kleinen Behandlung.

Etwa 50 bis 60 % der Babys haben während der ersten oder zweiten Lebenswoche Gelbsucht. Obwohl die meisten Neugeborenen so etwas haben, ist es nicht immer wahrnehmbar.

Obwohl es aufgrund des Schweregrades selten Anlass zur Sorge gibt, ist es wichtig, Acht zu geben. In diesem Artikel erfährst du, wie du wissen kannst, ob dein Baby Gelbsucht hat, wie sie behandelt wird und welche Folgen Gelbsucht für dein Kind haben kann.

Was ist Gelbsucht?

Gelbsucht ist eine häufige Erkrankung bei Neugeborenen, die mit der Gelbfärbung der Haut und der Lederhaut zusammenhängt. Sie wird durch einen Überschuss an Bilirubin im Blut verursacht. Dieser resultiert aus dem normalen Abbau von roten Blutkörperchen.

Normalerweise verarbeitet die Leber Bilirubin, scheidet es in Form von Gallensaft aus und es wird über den Darm im Stuhl ausgeschieden. Wenn es jedoch schnell auftritt und die Leber eines Neugeborenen es nicht abbauen oder eliminieren kann, entsteht Gelbsucht.

Folglich ist Gelbsucht das Ergebnis des Mangels an Reifung und Anpassung der Leber nach einer Reihe von Veränderungen während der ersten Lebenstage des Babys. Das Bilirubin scheidet sich dann über mehrere Organe, hauptsächlich die Haut, aus, was zu einem Gelbstich führt.

Baby lacht

Wie kann ich feststellen, ob mein Baby Gelbsucht hat?

Eltern können Gelbsucht selbst festgestellen. Es erfordert aber, dass sie auf Veränderungen der Hautfarbe, dem weißen Teil der Augen (sklerotisch) und der Mundschleimhaut der Neugeborenen achten.

Die zuverlässigste Methode zur Erkennung ist, dass die Eltern das Neugeborene unter natürlichem Licht oder in einem mit Leuchtstofflampen beleuchteten Raum sorgfältig beobachten.

Wenn Zweifel bestehen, kannst du sanft auf die Nasenspitze, die Stirn oder die Brust tippen. Solang die Haut ihre übliche Farbe hat, hat es keine Gelbsucht. Wenn du aber einen gelblichen Farbton bemerkst, wende dich an deinen Arzt.

Kann Gelbsucht mein Kind verletzen?

Die Realität ist, dass Ikterus das Neugeborene durchaus schädigen kann. Aber nur, wenn das Bilirubin im Blut sehr hohe Werte erreicht und somit für die Gesundheit des Kindes gefährlich wird.

Das Niveau von Bilirubin stellt ein Risiko für das Kind dar, abhängig von seinem Alter, Gewicht und anderen damit verbundenen medizinischen Bedingungen. Überprüfe das Risiko mit einem einfachen Labortest, der nur eine kleine Blutprobe erfordert.

Um die Ursachen für eine Bilirubinzunahme des Kindes zu untersuchen und zu klären, sind jedoch zusätzliche Untersuchungen notwendig, die der Kinderarzt rechtzeitig durchführen muss.

Kann ich ein Baby mit Gelbsucht stillen?

Es ist kein Problem, ein Kind mit Ikterus zu stillen. Manchmal besteht aber die Sorge, dass damit ein solcher Zustand verlängert werden könnte. Wenn dies der Fall ist, kann der Kinderarzt eine vorübergehende Aussetzung der Muttermilch empfehlen.

In diesen Fällen weisen Mutterschaftsexperten darauf hin, dass es sinnvoll ist, Saugpumpen zu verwenden. Dadurch wird die Milchproduktion angeregt, um anschließend das Stillen wiederaufnehmen zu können.

Es wird jedoch immer empfohlen, dass du sofort deinen Arzt um Rat fragst. Es ist wichtig zu wissen, wie du damit umgehen kannst und welche notwendigen Maßnahmen du ergreifen musst. Nur so ist es möglich, Gelbsucht rechtzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.

Baby mit Gelbsucht
Wie behandelt man Gelbsucht?

Wenn der Bilirubinspiegel nur leicht erhöht ist, ist keine spezielle Behandlung erforderlich. Sogar eine tägliche Sonneneinstrahlung für 15 oder 20 Minuten durch das Fenster ist ausreichend.

Diese Methode ist praktisch, weil die Haut des Neugeborenen extrem empfindlich ist, so sehr, dass die Sonnenstrahlung die Bilirubinmoleküle leicht abbaut und beim schnellen Abbau hilft.

Wenn die Werte etwas alarmierender sind, greift man auf die Behandlung Phototherapie zurück, die Kinderärzte fordern und überwachen. Dazu nutzen sie spezielle Lampen. Das Kind muss einige Tage im Krankenhaus bleiben.

Das Blut des Kindes wird selten ersetzt, um Bilirubin zu entfernen, da das Verfahren nur auf spezielle Bedingungen beschränkt ist. Diese Maßnahme muss in einem Krankenhaus und auf Anordnung eines Kinderarztes erfolgen.