Attachment Parenting: Auch Papa hält mich ganz fest

27. März 2019
Beide Elternteile sind für die Kindererziehung zuständig! 

Wenn wir von Attachment Parenting (AP) sprechen, denken wir als Erstes an eine Mutter, die ihr Kind bis zum 5. Lebensalter stillt. Wir sehen sie auch vor uns mit einem Babytragetuch, um die Bindung zu ihrem Kind zu stärken, indem sie es immer bei sich trägt.

Doch was ist mit dem Vater? Ist er im Attachment Parenting nicht auch wichtig, um eine enge Bindung zu seinem Kind aufzubauen? Beide Elternteile sind für die Kindererziehung zuständig! 

Deshalb ist es auch für Väter wichtig, sich intensiv um ihren Nachwuchs zu kümmern: ihr Kind zu versorgen, zu pflegen, zu trösten und ihm nahe zu sein.

Dadurch fördert er die kognitive Entwicklung seines Babys und kann eine starke Beziehung zu ihm aufbauen, eine magische und außergewöhnliche Bindung.

Wir laden dich heute ein, mit uns über dieses Thema nachzudenken.

Papa gibt zwar nicht die Brust, doch auch er nährt sein Kind

Attachment Parenting: Auch Papa hält mich ganz fest

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Der Vater kann das Kind zwar nicht stillen, doch trotzdem nährt er es. Sein Herz liebt auf die gleiche Weise, seine Haut gibt dem Kind ebenfalls Wärme und seine Hände streicheln es, wechseln die Winden und kitzeln das Kind.

Doch ein Vater schenkt auch Umarmungen und Küsse und bringt seinem kleinen Schatz die ersten Worte bei.

  • Die Arme eines Vaters sind wunderbar, um darin geborgen aufzuwachsen und die Welt aus einer sicheren Perspektive zu betrachten.
  • Es ist schön, immer mehr Väter zu sehen, die mit ihrem Kind im Babytragetuch unterwegs sind. Sie wissen ganz genau, wie sie ihr Baby darin am besten betten und sind sich auch bewusst, wie viele Vorzüge die Nähe zum Vater für das Kind hat.
  • Auch Väter stehen in der Nacht auf, um dem Kind die Flasche zu gebenihm die Tränen zu trocknen, es bei Bauchschmerzen zu beruhigen und ihm ein Lächeln zu entlocken, wenn es nach einem Albtraum Angst hat. Sie sind ebenso besorgt um ihren Nachwuchs wie Mütter.

Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass jedes Paar die Art der Erziehung entsprechend seiner Weltanschauung wählt. 

Manche entscheiden sich für Co-Sleeping, manche für die konventionelle Erziehung, andere für Attachment Parenting, das heißt für eine bindungsorientierte Erziehung.

Die 6 Baby-Bs des Attachment Parenting, in denen auch der Vater berücksichtigt wird

Attachment Parenting: Vater und Sohn

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1. Babywearing im Attachment Parenting: das Baby so oft wie möglich tragen

Es geht darum eine enge Beziehung zum Kind aufzubauen, indem man es am Herzen trägt und Hautkontakt hat. Das kann im Babytragetuch sein, oder du kannst das Kind auf den Armen tragen, damit es sich sicher, geschützt und geliebt fühlt. 

2. Beding close to baby: im Familienbett

Wie anfangs erwähnt, denkt man bei Attachment Parenting immer zuerst daran, dass das Baby bei der Mutter schläft, die ihm Wärme und Schutz gibt.
Doch auch der Vater schläft im selben Bett und versteht, dass es gegen Trennungsangst nichts Besseres gibt, als in der Nähe des Kindes zu schlafen.

3. Belief in the language value of your baby’s cry: die Signale des Babys beachten

Weinen ist eines der wenigen Ausdrucksmittel des Babys, um sich mit seinen Eltern zu verständigen. Babys manipulieren und täuschen nicht. Wenn sie weinen, haben sie spezifische Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen.

Die Eltern wissen das und kommen sofort, um das Baby zu pflegen, zu trösten oder zu nähren.

4. Beware of baby trainers: kein Training!

Vater und Kind

Viele Familien bauen die Erziehung ihrer Kinder auf Training, Zeitplanung und strikte Regeln auf.

Im Attachment Parenting werden insbesondere die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt, anstatt strikte Normen zu befolgen. Das bedeutet, dass wenn das Kind Hunger hat, es gefüttert wird, auch wenn noch nicht drei Stunden seit dem letzten Stillen vergangen sind.

Man wartet nicht, sondern befriedigt das Bedürfnis des Babys. Auch Väter verstehen dieses Prinzip des Attachment Parenting perfekt und vertrauen darauf.

5. Balance: Ausgleich

In dieser Erziehungsmethode erhält das Kind nicht alles, was es will, ohne Regeln, Grenzen oder Verpflichtungen.

Es besteht ein Ausgleich, ein demokratisches Abkommen und eine Logik. Väter und Mütter wissen, dass eine respektvolle Erziehung keineswegs nur eine Laune ist.

6. Breastfeeding im Attachment Parenting: Stillen

Die Muttermilch ist die beste Nahrung für das Neugeborene. Dies konnte auch wissenschaftlich bestätigt werden. Insbesondere handelt es sich auch um einen magischen Moment der Komplizenschaft zwischen Mutter und Kind, den viele Frauen gerne länger als 6 Monate genießen.

Welche Rolle spielt der Vater dabei? Er ist dabei, unterstützt die Mutter, sorgt für eine angenehme Umgebung und schenkt der Mutter und dem Kind seine Liebe, schätzt sie und bewundert sie.

Attachment Parenting: im Familienbett

Nicht zu vergessen ist ein weiteres B: „Both“, oder beide. Das heißt, dass Vater und Mutter gemeinsam stärker in der Erziehung ihres Kindes sind. Sie genießen eine enge Beziehung, unterstützen sich in schwierigen Momenten und sind das Licht und die Freude, die dem Alltag mehr Sinn geben.

Wer könnte also dara zweifeln, wie wichtig die Rolle des Vaters im Attachment Parenting ist?

  • Barudy, J., & Dantagnan, M. (2005). Los buenos tratos a la infancia: Parentalidad, apego y resiliencia. Editorial Gedisa.
  • Garrido-Rojas, L. (2006). Apego, emoción y regulación emocional. Implicaciones para la salud. Revista latinoamericana de psicología, 38(3), 493-507. https://www.redalyc.org/pdf/805/80538304.pdf
  • Marrone, M., Diamond, N., Juri, L., & Bleichmar, H. (2001). La teoría del apego: un enfoque actual. Madrid: Psimática.
  • Mosquera D, Gonzalez, A (2009) Escala de Apego y Patrones Relacionales.
  • Mosquera, D., & González, A. (2013). Del apego temprano a los síntomas del trastorno límite de personalidad. Revista Digital de Medicina Psicosomática y Psicoterapia, 3(3), 1-33. http://www.psicociencias.com/pdf_noticias/Apego_y_TLP.pdf
  • Shaffer, D. R., & del Barrio Martínez, C. (2002). Desarrollo social y de la personalidad. Madrid: Thomson.