Enkopresis (Einkoten) bei Kindern

Einkoten (Enkopresis) ist eine Störung, die manchmal bei kleinen Kindern unbemerkt bleibt oder mit einer schlechten Erziehung verwechselt wird.

Viele Eltern haben noch nie von Einkoten gehört und wissen nicht, dass es bei Kindern ziemlich häufig vorkommt.

Was ist eine Enkopresis?

Einkoten ist im Grunde Stuhlinkontinenz. Diese Störung tritt auf, wenn ein Kind, das bereits  gelernt hat, aufs Töpfchen zu gehen, die Kontrolle über seinen Stuhlgang verliert.

In anderen Worten verlieren Kinder die Fähigkeit, zu kontrollieren, wo und wann sie „groß machen“.

Warum ist es so schwer zu erkennen?

Einkoten kann für eine schlechte Angewohnheit oder ein Fehlverhalten gehalten werden. Die Familie kann denken, dass das Einkoten des Kindes eine Art des Aufbegehrens ist. Besonders, wenn das Kind generell schon Verhaltensprobleme zeigt oder seine Eltern häufig herausfordert.

Wenn das Kind spielt und keine Zeit hat, auf die Toilette zu gehen, kann die Familie denken, dass das nur geschieht, weil das Kind versucht, es lange hinauszuzögern.

Wenn es jedoch nicht rechtzeitig behandelt wird, kann Einkosten psychische Störungen mit anhaltender Wirkung auslösen.

Wie du erkennst, ob dein Kind Enkopresis hat

Eltern können feststellen, ob ihr Kind an Einkoten leidet, wenn das Problem mehrmals in einer Woche auftritt.

Was sind die Ursachen für Einkoten?

Einkoten kann viele verschiedene Ursachen haben, aber zwei der häufigsten sind Verstopfung und Durchfall.

Verstopfungen

Verstopfungen sind eines der Hauptprobleme, die bei Kindern zum Einkoten führen können.

Wenn ein Kind Verstopfung hat, bedeutet es, dass es eine große Menge an hartem Stuhl in seinem Darm hat, was es schwierig macht, auf die Toilette zu gehen.

Trotzdem funktioniert das Verdauungssystem weiter und flüssiger oder weicher Stuhl kann um die eingeschlossenen Fäkalien herum austreten.

Durchfall

Kinder können auch bei Durchfall an Stuhlinkontinenz leiden. Da sie nicht in der Lage sind, ihren Stuhlgang zu kontrollieren, machen sie vielleicht, ohne es zu merken.

Was tun, wenn dein Kind einkotet?

Der erste Schritt ist, dein Kind zum Arzt zu bringen. Kinder, die an Enkopresis oder Stuhlinkontinenz leiden, sollten einer vollständigen medizinischen Untersuchung unterzogen werden.

Das sollte deinem Arzt erlauben, andere Ursachen, wie neurologische Gründe oder Rückenmarksbeschwerden, auszuschließen.

Dein Arzt wird dir auch sagen können, ob das Einkoten durch Verstopfung oder Durchfall verursacht wird.

Ein weiterer Faktor, den der Arzt beurteilen kann, sind emotionale Probleme. Wenn diese der Grund sind, muss dein Kind einen Psychologen oder Psychiater besuchen.

Welche weiteren Auswirkungen gibt es?

Einkoten: Kind auf Toilette

Stuhlinkontinenz während der Kindheit kann beeinflussen, wie sich Kinder sozialisieren. Kinder, die Schwierigkeiten haben, ihren Stuhlgang zu kontrollieren, vermeiden es oft, mit anderen zu spielen.

Sie haben Angst davor, vor ihren Freunden einen „Unfall“ zu haben. Sie beschuldigen sich selbst und schämen sich für ihren eigenen Körper.

Wenn es nicht richtig behandelt wird, kann dieses Problem zu chronischen Verstopfungen, Blasenentzündungen, Magenproblemen und Appetitlosigkeit führen.

Kann das Einkoten von selbst verschwinden?

Es ist wichtig, mit deinem Kind zu sprechen. Hilf ihm/ihr, eine Routine zu etablieren, um auf die Toilette zu gehen und akzeptiere, dass es etwas normales ist. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Das Einkoten kann von selbst verschwinden.

Auch wenn Stuhlinkontinenz auf Verstopfungen oder Durchfall zurückzuführen ist, kann das Problem oft verschwinden, sobald die zugrunde liegende Krankheit geklärt ist.

Was kann ich noch tun, um zu helfen?

Kinder, die an Enkopresis leiden, brauchen Unterstützung von ihrer Familie.

Es ist wichtig, deinem Kind zu erklären, dass es auf die Toilette gehen soll und wann bzw. wie es aufs Töpfchen gehen kann. Es kann hilfreich sein, sie ein paar Mal am Tag auf die Toilette zu setzen.

Sprich mit ihnen über das Thema, auch wenn es ein peinliches Thema ist. Du wirst ihnen nicht helfen, indem du ihre schmutzige Kleidung heimlich wäschst oder so tust, als ob niemand das Problem bemerkt hat.

Einkoten: Wäscheleine

Beschäme oder erniedrige deine Kinder nicht für die „Unfälle“. Demütigung wird es nur noch schlimmer machen. Es handelt sich um ein Problem, mit dem man in der Kindheit leicht umgehen kann. Es muss kein lebenslanges Trauma verursachen.

In ähnlicher Weise kann Bestrafung oder Kritik der körperlichen oder psychologischen Behandlung, die das Kind erhält, entgegenwirken.

Eine negative Reaktion führt dazu, dass es weniger wahrscheinlich wird, dass dein Kind zu dir oder anderen Familienmitgliedern kommt, um seine Sorgen und Gefühle mitzuteilen.

Wenn dein Kind einkotet, lobe es, wenn es aufs Töpfchen geht. Denke daran, dass es nicht einfach für es ist.

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