Die Spende von Nabelschnurblut kann Leben retten!

· 28. Mai 2018
Die Spende von Nabelschnurblut oder -gewebe kann das Leben eines neu geborenen Babys retten. Es kann aber auch Tausenden von anderen Menschen auf der Welt helfen oder sogar deiner eigenen Familie. 

Bis vor ein paar Jahren hat man bei der Geburt eines Babys den Mutterkuchen und die Nabelschnur einfach entsorgt. Doch mittlerweile wissen wir, dass dieses Gewebe und vor allem die Nabelschnur selbst, voller Stammzellen sind und die Spende von Nabelschnurblut deshalb Leben retten kann.

Stammzellen sind sehr wertvoll. Sie unterscheiden sich in ihren Eigenschaften von anderen Körperzellen. Die wichtigste davon ist ihre Fähigkeit verschiedene andere Zellen herzustellen. Deshalb ist die Spende von Nabelschnurblut, welches Stammzellen enthält so bedeutend.

Stammzellen sind die Quelle, aus der sich das Gewebe und die Organe in unserem Körper regenerieren. Es sind nicht-spezialisierte Zellen die sich selbst erneuern und vervielfachen können.

Die Spende von Nabelschnurblut ist schmerzfrei!

Spende von Nabelschnurblut

Es gibt einen idealen Moment für die Entnahme von Nabelschnurblut. Dieser liegt zwischen der Geburt deines Babys und dem Ausstoßen des Mutterkuchens. Das ist nicht nur die Chance Stammzellen zu ernten, sondern auch der beste Moment. Während unseres gesamten Lebens sind Stammzellen in unserem Körper enthalten.

Doch die Stammzellen die aus der Nabelschnur entnommen werden, sind frei von Infektionen oder sonstigen Einflüssen. Sie sind sozusagen so rein wie das neu geborene Baby.

Die Spende von Nabelschnurblut ist ein schmerzfreier Prozess. Er kann unmittelbar nach der Geburt stattfinden.

Wenn dein Baby da ist, wird das medizinische Team die Nabelschnur abschneiden. In diesem Moment entnimmt der Geburtshelfer Blut aus der Nabelvene. Nur zu diesem Zeitpunkt kann eine derart große Menge Stammzellen entnommen werden.

Die Spende von Nabelschnurblut kann beispielsweise Patienten mit Knochenmark-Erkrankungen helfen. Die Übertragung von Stammzellen ermöglicht es dem Empfänger neue gesunde Blutkörperchen zu produzieren. Diese sind überlebenswichtig.

Warum ist die Spende von Nabelschnurblut so wichtig?

Stammzellen aus der Nabelschnur können dabei helfen degenerative Krankheiten zu heilen. Schon seit mehreren Jahren kommen sie bei der Behandlung von Blutkrankheiten wie Leukämie zum Einsatz.

Die Vereinigten Staaten und einige Europäische Länder sind bei der Forschung hierzu führend. Sie arbeiten mittlerweile sogar daran, mit Hilfe von Stammzellen Darmgewebe und andere Organe neu zu bilden.

Die Spende von Nabelschnurblut kann vielen Menschen helfen. Aus diesem Grund führen die meisten entwickelten Länder ein Register freiwilliger Spender. Diese Listen enthalten Daten von Menschen, die bereit sind zu spenden.

Die verantwortlichen Organisationen suchen auch nach Spendern für Menschen die Transplantate benötigen. Die Details jeder Spende sind verschlüsselt gespeichert. Außerdem ist die gesamte Datenbank vertraulich.

Nabelschnurblut kann für Patienten auf der ganzen Welt verwendet werden. Die einzige Bedingung hierzu ist, dass Spender und Empfänger zusammenpassen müssen.

Spende von Nabelschnurblut

“Das Unglaubliche an Wundern ist, dass sie geschehen.”

Gilbert Keith Chesterton

Es gibt eine Stammzellenbank, die über 200.000 Einheiten Nabelschnurblut gelagert hat. Damit kann Menschen auf der ganzen Welt geholfen werden. Deshalb ist die Spende von Nabelschnurblut so wichtig.

Wurde eine passende Spende für einen Patienten gefunden, schickt man das Blut in das Land des Empfängers. Das bedeutet, dass weder der Patient noch der Spender reisen müssen.

Diese Vorgehen ist außerdem weltweit vereinheitlicht. Es läuft also immer gleich ab. Stellen wir uns einfach einmal vor, wie das Nabelschnurblut einer Mutter in Europa einer anderen Mutter in den Vereinigten Staaten, Australien oder anderen Ländern helfen kann.

Das bedeutet, dass die Spende von Nabelschnurblut ein Weg ist, um Menschen auf der ganzen Welt zu helfen. Das Wichtigste beim Retten von Leben ist die menschliche Zusammenarbeit.