Der Blick meines Kindes erzählt von der Güte der Welt

· 14. Oktober 2018
Wenn dein Baby auf die Welt kommt, richtet sich deine ganze Aufmerksamkeit schnell auf seinen Blick. Dann richten sich diese Augen auf dich und schenken dir noch viel mehr als nur ein Lächeln. Du entdeckst, dass manche Dinge noch viel intensiver und wundervoller sein können, als du bisher glaubtest.

Hoffnung und Freundlichkeit liegen im Blick eines jeden Kindes. In den Augen aller kleinen Wesen wohnen Illusionen, Träume und eine unberechenbare Neugierde.

Diese erhabenen Bewohner im Inneren eines Kindes sollen nicht vergessen werden oder verloren gehen. Lasse diese magischen Wesen immer Bewohner des Herzens deines Kindes sein und es bis ins reife Alter begleiten.

Eine Frage, die Psychologen, Psychiater, Soziologen und Philosophen von jeher bewegt, ist folgende: Werden Kinder mit einer natürlichen Güte geboren? Und ist es die Gesellschaft, ihre Erziehung und andere Umstände, die diese ursprüngliche Tugend in Egoismus, Herzlosigkeit und Aggression verwandeln?

„Ein Gramm Güte ist mehr wert als ein Kilo Intellekt.“

-Alejandro Jodorowsky-

Die Neurowissenschaft belegt, dass so etwas wie eine „böse DNA“ in nur etwa 1% von kriminellen Fällen vorliegt. Die restlichen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die schwierige oder sogar gewalttätige Verhaltensweisen aufzeigen, wurden dabei ohne Zweifel von ihrer Umwelt beeinflusst.

Dabei können zum Beispiel dysfunktionale Beziehungen zu ihren Eltern, mangelnde Bildung, Misshandlung oder Vernachlässigung eine Rolle spielen.

Aufgrund all dessen können wir glauben, dass Kinder tatsächlich mit einer Art natürlicher Güte auf diese Welt kommen. Experten bezeichnen diese allerdings eher als ein „Bestreben, sich mit der Umwelt zu verbinden“.

Ein Kind braucht seine Eltern, seine Großeltern, seine ganze Familie – all die Menschen, die sein Leben bereichern. Mit ihren positiven Einstellungen, ihrer guten Beziehung zum Kind und ihrer emotionalen Intelligenz können sie die besten Eigenschaften des Kindes fördern.

Dies ist eine Aufgabe, in die es sich ohne Zweifel lohnt, Zeit und Mühe zu investieren.

Noch ein interessanter Artikel: Verwöhnen: weniger ist in der Erziehung oft mehr!

Der Blick deines Kindes: Lerne, die natürliche Güte hervorzuheben

Der Blick meines Kindes

Wenn dein Baby auf die Welt kommt, richtet sich deine ganze Aufmerksamkeit schnell auf seinen Blick. Dann richten sich diese Augen auf dich und schenken dir noch viel mehr als nur ein Lächeln. Du entdeckst, dass manche Dinge noch viel intensiver und wundervoller sein können, als du bisher glaubtest.

Es ist interessant, dass die Augen – abgesehen davon, dass sie das Fenster zu unserem Herzen und unseren Gefühlen sind – auch der Weg sind, auf dem wir Kontakt mit anderen herstellen.

Daher liegt bei Kindern, die auch im Alter von 2, 3 oder 4 Jahren noch nicht den Blick ihrer Eltern suchen, für gewöhnlich ein unterschwelliges Problem vor, welches untersucht werden sollte. Das Gleiche kann auch für Erwachsene gelten, die ihrem Gegenüber nicht in die Augen schauen.

Menschen sprechen mit ihren Augen. Im Blick unseres Gegenübers suchen wir nach uns selbst, nach Bestätigung, drücken unsere Zuneigung aus und unser Interesse. Wir geben uns gegenseitig Aufmerksamkeit und vor allem Liebe.

Im Blick deines Kindes, diesem wertvollen Fenster zu ihrem Inneren, liegt Freundlichkeit. Daher solltest du nicht zögern, herauszufinden, wie du diese Eigenschaften in ihnen hervorheben und verstärken kannst. Ein Baby hat auf eine ganz natürliche Art und Weise Güte, Mitgefühl und Verständnis.

Lesetipp: Die Werte, die du deinen Kindern in den ersten 5 Jahren beibringen solltest

Ich werde dir zeigen, wie du dich selbst wahrnehmen kannst

Bevor ein Kind sich der Gefühle anderer bewusst werden kann, muss es lernen, seine eigenen zu verstehen. Es muss verstehen, was richtig und was falsch ist, wo Grenzen liegen und warum wir manchmal negative Emotionen wie Wut, Angst und Frustration empfinden.

  • Kinder müssen verstehen, dass sie niemanden schlagen sollten, wenn sie wütend sind.
  • Sie müssen weinen können, wenn sie es brauchen. Sie sollten wissen, dass ihre Mama immer für sie da sein wird und sie tröstet.
  • Kinder müssen wissen, dass alles, was sie sagen und tun, eine Auswirkung auf andere Menschen hat.

Ich werde dir beibringen, wie du deine Emotionen kontrollieren kannst

  • Wenn man einem Kind beibringen möchte, seine Gefühle im Griff zu haben, ist es wichtig zu wissen, dass man ihm nicht nur Sätze sagen darf wie: „Schreie nicht“, „Sei nicht wütend“ oder „Weine nicht“.
  • Anstatt einem „Nein“, frage nach dem „Warum“: „Warum bist du wütend?“ oder „Was bringt dich zum Weinen?“

Wenn wir die emotionale Kommunikation des Kindes bereits von früh an fördern, werden wir ihnen eine größere Kompetenz in diesem Bereich ermöglichen können.

Ich bringe dir bei, was gesellschaftliche Verantwortung bedeutet

Der Blick meines Kindes

Das Thema der gesellschaftlichen Verantwortung entsteht im eigenen Zuhause, wird später in der Schule wieder aufgegriffen und auch nach und nach in allen anderen Lebensbereichen des Kindes wichtig.

In diesen Kontexten müssen unsere Kinder zeigen, dass sie anderen Menschen Freundlichkeit, Respekt und Mitgefühl entgegenbringen. Sie müssen Empathie und Verständnis zeigen für alle Aspekte, die in zwischenmenschlichen Beziehungen eine Rolle spielen und die uns erlauben, Verbindungen mit anderen zu knüpfen und zu pflegen.

Wir sollten unsere Kinder lehren und ihr bestes Vorbild sein. Wir sollten ihnen Tag für Tag ermöglichen und sie ermutigen, ihre besten Eigenschaften zum Vorschein zu bringen!

„Freundlichkeit ist die einzige Investition, die nie versagt.“

-Henry David Thoreau-

Soziale Fähigkeiten

Soziale Fähigkeiten, so wie eine gute Kommunikation und ein starkes Durchsetzungsvermögen, geben einem Kind die Möglichkeit, gesunde, respektvolle und vor allem befriedigende Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.

  • So lernen sie beispielsweise, wie man sich gegen Rüpel in der Schule wehrt. Sie lernen, wie sie anderen als Vorbild dienen können, wie sie Konflikte lösen und starke Freundschaften bilden können.

Es ist eine tägliche Aufgabe, das Gute in unseren Kindern zu fördern. Es ist wichtig, dass wir uns anstrengen und diese Aufgabe nie vernachlässigen. Der Blick deines Kindes sollte für immer seine ursprüngliche Hoffnung, sein Licht und seine Güte bewahren können.