Mama, fühlst du dich am Ende des Tages sehr erschöpft?

· 8. März 2018
Am Ende des Tages bist du sehr erschöpft und das sind die Gründe dafür.

Die Situation wird, wie wir bereits wissen, viel komplizierter, wenn wir Arbeit mit der Erziehung kombinieren. Was viele Mütter jedoch als echten Druck empfinden und was sie sehr erschöpft, ist die Tatsache, dass sie sich nicht über ihre Müdigkeit und ihren Stress „beschweren“ können, wenn sie sich entscheiden, einige Monate oder Jahre zu Hause zu bleiben, um sich auf die Erziehung ihrer Kinder zu konzentrieren.

Als hätten sie kein Recht, erschöpft zu sein. Als ob das Füttern, Überwachen, Unterrichten und Erziehen so einfach wäre. Als ob die Kinder schon „fertig“ wären und die Mutter sie nur beaufsichtigen müsste.

Das ist nicht wahr. Hier bei „Ich bin Mutter“ möchten wir mit dir über dieses nicht so bekannte Thema sprechen, das nicht unbemerkt bleiben sollte: der Hypervigilanz-Stress.

Am Ende des Tages bist du sehr erschöpft und das sind die Gründe dafür

Wir beginnen damit, zu definieren, was Hypervigilanz-Stress ist. Es ist ein Zustand der psychischen und sensorischen Hypersensibilität, der durch sehr spezifische Faktoren verursacht wird: das Erkennen von Bedrohungen und Gefahren.sehr erschöpft - Zeichnung Mutter auf Sofa

  • Dieser psychologische Druck führt dazu, dass die betroffene Person sich sehr erschöpft fühlt. Sie fühlt sich müder als gewöhnlich und ist etwas reizbarer als gewöhnlich. Das Interessante an all dem ist, dass Hypervigilanz-Stress im Allgemeinen mit „Soldaten und dem Krieg“ verbunden wird.
  • Ein Soldat muss sich einer möglichen Bedrohung um ihn herum bewusst sein. Soldaten müssen beobachten, vorausahnen und immer wachsam sein, um zu überleben und ihr Team zu beschützen.
  • Wenn dieser Zustand, über Wochen oder Monate aufrechterhalten wird, erzeugt er einen sehr hohen Stress, zu dem auch noch extreme Müdigkeit und mentale Erschöpfung hinzukommen.

Du bist kein Soldat, aber fast …

Das Gleiche passiert bei der Erziehung. Es mag ironisch klingen, ist es aber nicht. Mütter – und auch Väter – sollten wachsam sein, um beispielsweise das Baby alle drei Stunden zu füttern.

  • Wir müssen sie in der Nacht trösten, wenn sie weinen. Und viele Mütter stehen manchmal sogar spät nachts auf, um zu sehen, ob ihr Baby in Ordnung ist, oder weil sie dachten, sie hätten es weinen gehört.
  • Wenn sie wachsen, nehmen die Gefahren zu und eine Mutter muss extrem aufmerksam sein. Sie muss darauf achten, dass die Kleinen bestimmte Gegenstände nicht verschlucken, dass sie nicht fallen, dass sie nicht an etwas hochklettern, dass sie die Krippe nicht umwerfen …

Du bist sehr erschöpft, weil alle deine Sinne wie ein Radar 24 Stunden am Tag eingesetzt werden. Es geht nicht nur um die Aufgaben der Pflege, Fütterung und Hygiene. Wir sprechen vor allem von dem mentalen Druck, von dem Wunsch, dass alles gut wird, damit unser Kind sicher, glücklich, ruhig etc. ist. Denn manchmal verursacht schon ein bisschen Nachlässigkeit einen Unfall, einen Sturz und das ist etwas, vor dem wir große Angst haben.

sehr erschöpft -genervte Mutter
Wenn sich also jemand darüber lustig macht, dass du am Ende des Tages sehr erschöpft bist, verteidige dich. Deine Arbeit ist wie die eines Soldaten auf einem Schlachtfeld. Du musst die Sicherheit dessen gewährleisten, was dir am wichtigsten ist: dein Kind.

Wie kann ich mit der Erschöpfung umgehen?

Eine Mutter zu sein ist eine Aufgabe, die länger als 24 Stunden am Tag dauert. Das ist etwas, das du schon lange weißt, und dem du dir bewusst bist. Außerdem weißt du, dass dieser Job, Mutter zu sein, dich glücklich macht und das beste ist, was dir je passiert ist.

sehr erschöpft - schlafende Frau
Es ist notwendig, dass du dich um dich selbst kümmerst, damit du deinen Kindern das beste geben kannst. Es lohnt sich, diese Tipps zu befolgen.

  • Delegiere Aufgaben. Die Erziehung eines Kindes liegt in der Verantwortung eines Paares. Falls du alleinerziehend bist, zögere nicht, deine Familie um Hilfe zu bitten, wann immer du kannst.
  • Mach die Gefahren nicht größer als sie sind. Stell dir nicht das Schlimmste vor, bis du nachts nicht mehr schlafen kannst. Stell dir nicht vor, wie dein Kind aus der Krippe fällt oder es unter der Decke erstickt. Bleib ruhig.
  • Verbringe nicht den ganzen Tag zu Hause. Geh so oft wie möglich mit deinem Kind aus dem Haus. Besuch Freunde oder melde dich für Aktivitäten an, die du mit deinem Baby machen kannst (Babyschwimmen, Kinderyoga…).
  • Versuche dich gut zu ernähren. Nutze die Zeit in der dein Kind ein Nickerchen macht, um dich auszuruhen. Leg dich ein paar Minuten auf das Sofa, um dich auszuruhen, dich zu beruhigen und deine Gedanken zu ordnen.

Mach dir keine Sorgen darüber, was andere dir sagen. Du hast das Recht, dich zu beschweren und sogar um Hilfe zu bitten, wenn du dich irgendwann überfordert fühlst. Versuche während des Tages etwas zu tun, das dir gefällt und dich entspannt: Lies ein Buch, geh ein paar Minuten spazieren… Du bist keine schlechte Mutter, wenn du dich für eine halbe Stunde am Tag ausruhst.