11 Fehler beim ersten Kind

19. April 2018
Wenn du diese häufigen Fehler bereits im Vorfeld kennst, fällt es leichter, sie zu vermeiden. Niemand ist perfekt, aber Wissen ist Macht. 

Es ist ganz normal, dass eine Mutter einige Fehler in der Erziehung ihrer Kinder macht, besonders, wenn es ihr erstes Kind ist.

Die häufigsten Fehler einer Erstgebärenden

In jeder Situation mit Panik reagieren

Viele Mütter reagieren unverhältnismäßig auf ein Erbrechen oder Aufstoßen ihres Kindes. Das Baby nimmt normalerweise alle Gefühle und Stimmungen seiner Mutter wahr. Angst und Nervosität können sich auf das Kind übertragen. Versuche, alles ruhig und ohne Angst zu machen.

Alles, was dem Kind gehört, zu desinfizieren, bis es ein Jahr alt ist

Die Hygiene ist bei Babys in den ersten Lebenswochen wichtig, man sollte aber nicht davon besessen sein. Versuche, dass seine Sachen gereinigt sind, lasse es aber dennoch mit einer gewissen Anzahl von Bakterien in Kontakt kommen. Diese helfen dabei, seine Abwehrkräfte aufzubauen, sind aber zu wenige, um eine Infektion hervorzurufen.

Das Kind aufwecken, damit es isst

Babys wachen auf, wenn sie hungrig sind und deshalb ist es normalerweise nicht nötig, ihren Schlaf dafür zu unterbrechen. Wenn dein Kind noch nicht aufgewacht ist, lass es ruhig weiter schlafen. Experten empfehlen, dass Babys in den ersten Lebenswochen alle 3 Stunden essen sollten. Das bedeutet aber nicht, dass man sie aufwecken muss, um sie zu füttern.

Zu viel Kleidung anziehen

Ist es ein Fehler, sein Kind zu dick einzupacken?

Babys neigen in ihren ersten Lebenswochen dazu, leicht auszukühlen. Zieht man ihnen zu viel Kleidung an, schwitzen sie hingegen stark.

Ihre Körpertemperatur im Gleichgewicht zu halten, ist der Schlüssel zu allem. Du kannst überprüfen, ob deinem Baby kalt ist, indem du die Temperatur seiner Hände und Füße überprüfst oder schaust, ob sie ein wenig lilafarben sind. Schwitzt dein Kind an Hals oder Kopf, ist es möglicherweise zu „dick“ angezogen und ihm könnte zu warm sein.

Erzwungene Stille, wenn das Kind tagsüber schläft

Nach eineinhalb Monaten beginnt das Schlafmuster des Kindes die Hell-Dunkel-Zyklen zu erkennen und ist bereit, nachts länger zu schlafen. Deshalb muss sich das Baby während der Nickerchen an die täglichen Geräusche zu Hause gewöhnen. So erkennt es, ob es Tag oder Nacht ist. Erzwingen wir jedoch absolute Stille tagsüber, wenn das Kind schläft, wird es sich bei jedem Geräusch erschrecken und aufwachen.

Das eigene Baby mit anderen vergleichen

Man sollte Kinder nicht miteinander vergleichen, denn jedes entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.  Solange dies in einem Bereich stattfindet, der als normal betrachtet wird, gibt es keinen Grund zur Sorge.

Bei den Arztbesuchen wird der Kinderarzt überprüfen, ob sich das Kind normal entwickelt. Vergleiche deine Erfahrungen also nicht mit denen anderer Mütter, denn jede erlebt die Entwicklung ihres Kindes auf eine andere Weise.

Die Kinder jeden Tag baden

Kinderärzte versichern, dass es ausreicht, Babys zwei bis drei Mal pro Woche zu baden. Wenn du dein Kind nach jedem Windelwechsel mit feuchten Tüchern abwischt und seine Hände wäscht, ist es nicht notwendig, es täglich zu baden und noch weniger mit Seife, auch wenn diese für empfindliche Haut ist.

Ist es ein Fehler, wenn das Kind im Bett schläft?

Die Zeit, in der das Baby schläft nicht für ein eigenes Nickerchen zu nutzen 

Dies ist ein gängiger Fehler beim ersten Kind. Man versucht, die liegen gebliebene Hausarbeit zu erledigen, während das Baby schläft. Nach ein paar Wochen werden die meisten erkennen, wie müde sie tatsächlich sind. Es wird geschätzt, dass Mütter beim ersten Kind zwischen 400 und 750 Stunden Schlaf, während des ersten Lebensjahres ihres Babys verlieren.

Niemand darf das Baby anfassen oder auf den Arm nehmen

Häufig befürchten Mütter, dass jemand krank ist und ihr Baby durch einen Kuss oder eine Umarmung anstecken könnte. Dabei sollte es allgemein allen bewusst sein, dass wer krank ist, sich Kindern nicht nähern sollte, um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden.

Dem Kind die Haare zu schneiden, damit sie stärker wachsen

Es wird nicht empfohlen, die Haare des Babys  vor dem ersten Lebensjahr zu schneiden. Der Glaube, dass das Haar auf diese Weise stärker wächst, ist ein Mythos, denn das neue Haar wächst genau wie das alte.

Zudem kann das Baby, wenn es sehr klein ist, Wärme über den Kopf verlieren. Die Beschaffenheit, Farbe und Art des Haares verändert sich im ersten Lebensjahr und ist hauptsächlich durch genetische Vererbung bedingt.

Der Fehler den Partner zu vernachlässigen

Es ist normal für eine frischgebackene Mutter, dass sie jede Minute mit ihrem Baby verbringen möchte. Aber auch die Zeit mit dem Partner sollte dabei nicht zu kurz kommen. Wenn es möglich ist, suche dir einen Babysitter oder bitte ein Familienmitglied um Hilfe. Dabei solltet ihr versuchen, ein Mal pro Woche oder alle 14 Tage zusammen Aktivitäten zu unternehmen und intime Momente miteinander zu erleben.

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