Was ist ein Schütteltrauma?

14. April 2018
Es tritt auf, wenn das Kind gewaltsam geschüttelt wird. Das führt dazu, dass sein Gehirn innen gegen den Schädel stößt und es zieht irreversible, ja meist sogar tödliche Verletzungen nach sich.

Das Schütteltrauma ist eine der tragischsten Folgen von Kindesmisshandlung und gehört zu denen, die am häufigsten vorkommen.

Der Kopf eines Babys ist klein und sehr empfindlich. Im Verhältnis zum Schädel ist sein Gehirn groß. Deshalb kann das Schütteln dazu führen, dass die Gehirnmasse gegen den Schädel gedrückt wird. Das verursacht Entzündungen und innere Blutungen.

Dieser Zustand zeigt sich grundsätzlich nicht an wahrnehmbaren äußeren Symptomen. Das bedeutet wiederum, dass es nicht möglich ist zu sagen, ob jemand ein Baby geschüttelt hat.

Es gibt keine plötzlichen Veränderungen oder verräterischen Anzeichen.

Unter welchen Umständen sollen wir über ein Schütteltrauma sprechen?

Auch wenn es überraschend klingt, schon ein kurzes Schütteln, das weniger als 10 Sekunden andauert, kann ein Schütteltrauma verursachen. Es kann passieren, wenn ein Baby seinen Kopf anschlägt oder wenn ein Erwachsener es schüttelt, was meist nicht zufällig der Fall ist.

Bei Neugeborenen und kleinen Babys kann der kleinste Schlag auf den Kopf eine Verletzung auslösen. Sogar ein Schlag mit einem weichen Gegenstand, zum Beispiel mit einem Kissen oder auch die unsanfte Berührung mit der Matratze sind ausreichend, um dem Baby Schaden zuzufügen. 

Das Syndrom kommt am häufigsten bei Kindern unter 2 Jahren vor. Aber auch bei Kindern bis zu 5 kann es auftreten. Üblicherweise tritt ein Schütteltrauma auf, wenn das Kind körperlich misshandelt wurde.

Doch es kann hin und wieder auch durch nur geringfügiges Schütteln ausgelöst werden. Ein Beispiel dafür ist das Joggen mit Baby auf dem Arm. Ebenfalls verursacht werden kann es durch ein zu schnelles Hoch- und wieder Herunterheben oder durch das „In die Luft werfen“ des Babys.

Schütteltrauma

Bei tödlichen Fällen ist oft ein Schleudertrauma die Ursache, wie bei Autounfällen.

Was sind die Symptome?

Wenn ein Kind unter einem Schütteltrauma leidet, dann sprechen die Eltern meist nicht viel über die Symptome, da sie mit der Misshandlung des Kindes zusammen hängen.

In manchen Fällen erkennen die Ärzte das nicht, da niemand mit dieser Situation rechnet.

Doch es gibt eine Reihe von Symptomen, die auf ein Schütteltrauma hinweisen:

  • Verlieren des Bewusstseins
  • Atembeschwerden
  • Verminderte Sehkraft
  • Zuckungen
  • Benommenheit oder Lethargie
  • Appetitverlust oder Spucken
  • Atypisches Verhalten
  • geringe Aufmerksamkeit
  • eine veränderte Hautfarbe mit einem blassen oder bläulichen Hautton

Was tun bei einem Schütteltrauma?

Schütteltrauma

Es kommt häufiger vor, dass Menschen sich gestresst fühlen, wenn sie ein Baby schreien hören. Und zwar bis zu dem Punkt, wo sie das Baby impulsiv schütteln. Es ist schwierig für die Eltern zu wissen, ob die Person, die auf das Baby aufpasst, es misshandelt hat.

Es kann jedoch vorkommen, dass du so etwas in deiner Familie beobachtest oder bei einem Fremden.

Dann ist das Wichtigste, dem Baby zu helfen. Wenn es aufgehört hat zu atmen, das Bewusstsein verloren hat oder krampft, dann muss erste Hilfe geleistet werden. Am besten geschieht das durch einen geübten Experten.

Als Nächstes musst du die Behörden informieren. Denn das ist ein Fall von Kindesmisshandlung.

Allerdings ist es besser, diese Situation ganz zu vermeiden. Sei sehr vorsichtig und vermeide es, dass dein Baby irgendeine Art von Schütteln erfährt.

Stelle sicher, dass jeder, der nach deinem Kind schaut, geduldig und tolerant mit kleinen Kindern ist.

Ein schreiendes Kind zu schütteln wird es nicht beruhigen! Es ist einfach nur extrem gefährlich! Versuche dein Kind mit Geräuschen zu beruhigen, zum Beispiel indem du singst oder mit ihm sprichst.

Wenn du müde und gestresst bist, dann bitte jemanden um Hilfe, sodass du dich ein wenig ausruhen kannst. Es gibt viele Gründe, warum ein Baby schreit.

Manchmal weinen sie aus einem ganz einfachen Grund. Also prüfe nach, ob sie Schmerzen haben oder von etwas gestört werden.

Weinen tut einem Baby nicht weh. Es zu schütteln dagegen stellt ein unkalkulierbares Risiko dar. 

Wenn ein Baby ein Schütteltrauma hat, dann ist es sehr wichtig, dass die Ärzte alle Symptome kennen und auch alle anderen Informationen.

Das Allerwichtigste ist die Gesundheit deines Babys!

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