Was fühlt ein Kind bei der Geburt?

18. Mai 2018
In Magazinen, Büchern und Online-Artikeln kann man immer nur davon lesen, wie eine Mutter die Geburt ihres Babys empfindet. Doch was fühlt eigentlich ein Kind bei der Geburt?

Manche denken, dass die Geburt eines Kindes zu intensiven Schmerzen bei der Mutter führt. Andere sagen jedoch, es wäre „gar nicht so schlimm“. Jede Frau hat eben eine andere Schmerzgrenze und jede macht eine andere Erfahrung bei der Geburt. Man kann eine Geburt nicht mit der anderen vergleichen. Aber wie geht es dem Kind bei der Geburt?

Komischerweise denken wir immer nur daran, wie sich die Geburt für die Mutter anfühlt. Wird es Komplikationen geben, oder wird alles einwandfrei verlaufen? Wird es sehr schmerzhaft oder nur unangenehm? Wie muss sie atmen, welche Position muss sie einnehmen, um den Schmerz zu lindern, etc.

Hier aber die Frage noch einmal: Was ist mit dem Baby? Was fühlt ein Kind bei der Geburt?

Es ist schwer, diese Fragen mit Gewissheit zu beantworten. Die Babys können es uns ja leider noch nicht selbst sagen. Es gibt allerdings eine wachsende Gruppe an Experten (Ärzte, perinatale und prenatale Psychologen), die den Prozess aus der Perspektive des Kindes erforschen.

In diesem Artikel werden wir versuchen, den Geburtsprozess aus der Sicht des Babys zu beschreiben. Nur so können wir uns erste Meinungen darüber bilden, wie sich diese Erfahrung für die Kinder anfühlt.

Erfahre, was das Baby ab der ersten Wehe bis zur Geburt erlebt

Das Baby weiß, wann es bereit für die Geburt ist. Über die Freigabe von Hormonen teilt es seiner Mutter mit, dass es losgehen kann. Daraufhin werden die Wehen in Gang gesetzt, um dem Baby zu helfen, das Licht der Welt zu erblicken.

Das Baby bereitet sich auf diesen Moment bereits vor der eigentlichen Geburt vor. Schneller als je zuvor schütten die Nebennieren Adrenalin aus. Sie unterstützen das Kind dabei, diesen belastenden Moment gut zu überstehen.

Manche Experten behaupten, dass die Mutter über die Plazenta mit dem Kind bei der Geburt in Verbindung steht. Dank dieser Verbindung ist sich das Baby der Gefühlswelt seiner Mutter bewusst. Deshalb ist es sehr wichtig, Ruhe zu bewahren.

Kind bei der Geburt Operation

Wenn das Baby die ersten Wehen spürt, bemerkt es, dass es soweit ist. Die Gebärmutter zieht sich zusammen und schiebt damit das Kind in Richtung Ausgang. Es kann den Druck fühlen, welcher vergleichbar ist mit einer Massage, die es für die Geburt vorbereitet.

Was spürt das Kind bei der Geburt, wenn es durch den Geburtskanal geschoben wird?

Der Weg durch den Geburtskanal kann sich für das Baby leicht unangenehm anfühlen. Bei einer komplizierten Geburt können sich diese Beschwerden jedoch erhöhen.

Das Baby produziert während der Geburt eine große Menge an Endorphinen, welche sein Schmerzgefühl verringern und ihm Wohlbefinden schenken.

Es wird angenommen, dass das Baby den Kopf gegen den Muttermund drückt, um so den Geburtskanal weiter zu öffnen.

Wenn die Mutter dann zum ersten Mal presst, fühlt das Kind bei der Geburt zwar intensiven Druck, jedoch nichts von dem starken Schmerz, welcher der Mutter widerfährt.

Welchem Zweck dienen die Bewegungen des Kindes?

Das Kind bewegt sich auf ganz natürliche Weise und unterstützt dabei den Geburtsprozess. Es schiebt sich hinunter, zieht den Kopf ein, dreht sich nach innen. Dann streckt es den Kopf, dreht sich nach außen und schiebt sich schließlich komplett raus.

Obwohl angenommen werden könnte, diese Bewegungen seien sehr unangenehm und schmerzhaft, ist eine natürliche Geburt für das Kind trotzdem die am wenigstens traumatische Art von Geburt.

Und so fühlt sich ein Kind bei der Geburt. Es kommt einem zwar sehr traumatisch vor, doch die Mutter muss trotzdem viel mehr leiden. Komisch, oder?

Wie fühlt sich das Baby, wenn es endlich auf der Welt ist?

Wenn das Baby geboren ist, wird die Nabelschnur durchgeschnitten und die Lungen des Kleinen beginnen zu arbeiten. Der starke Druck, den sie bei der Geburt erlebt haben, hat ihnen geholfen, die gesamte Flüssigkeit aus ihren Lungen zu pressen.

Kind bei der Geburt

Im Bauch der Mutter war das Baby eine Temperatur von ca. 36° Celsius gewöhnt. Außerhalb ist es jedoch wesentlich kälter. Deshab müssen wir schnell handeln.

Um eine Unterkühlung zu vermeiden deckt man das Kind am Besten mit einer kleinen Decke zu und legt es auf die warme Haut der Mutter.

Dieser Körperkontakt ist sehr wichtig um die Verbindung zwischen Mutter und Kind bei der Geburt zu fördern. Es erleichtert weiterhin auch das natürliche Stillen für Mütter, die ihre Kinder an der Brust füttern möchten.

Ab heute weißt du also mehr darüber, was den Kindern während der Geburt widerfährt. Normalerweise erfahren wir nur, wie die Geburt für die Mutter verlaufen ist, ab und zu kann man aber auch etwas über die Kleinen herausfinden.

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