Die letzte Phase der Geburt – du hast es geschafft!

· 19. April 2018
Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett sind Zeiträume mit tiefgreifenden Veränderungen.

Die Nachgeburtsphase ist die letzte Phase der Geburt. Sie beginnt mit der Geburt des Babys und endet mit dem Abstoßen des Mutterkuchens und der Eihäute.

Dieser natürliche Prozess erlaubt es deinem Körper, sich zu erholen. Gleichzeitig markiert er einen Wandel im Leben – für dich und deine Familie. Es handelt sich um eine Veränderung, an die du dich Schritt für Schritt gewöhnen solltest.

Die letzte Phase der Geburt

Die Austreibungsphase ist die letzte Phase der Geburt – danach hast du es geschafft! Die Gebärmutter zieht sich dabei noch immer wieder zusammen und stößt so zu guter Letzt den Mutterkuchen aus. Dieser Prozess kann bis zu 30 Minuten dauern, manchmal allerdings auch länger.

In einigen Fällen massiert der Arzt den Boden der Gebärmutter, und unterstützt so das Abstoßen der Plazenta.

Die Spanische Vereinigung von Kinderärzten hat eine Praktische Anleitung für Eltern geschrieben. Darin erklärt sie, dass es eine Tendenz dazu gibt, die letzte Phase der Geburt zu beschleunigen. Dies geschieht durch das Spritzen von Oxytocin. Oxytocin löst Kontraktionen der Gebärmutter aus, und sorgt so für ein schnelleres Austreten der Plazenta.

Das Ziel ist, dass die Mutter insgesamt weniger Blut verliert. Wenn das erreicht werden kann, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer postnatalen Blutarmut.

Falls die Plazenta sich nicht von selbst löst, greifen die Ärzte ein und entfernen sie. Hatte die Mutter zuvor keine Epidural-Anästhesie, so muss sie betäubt werden, denn das ist ein sehr unangenehmer Vorgang.

Es ist wichtig, diese Phase als einzigartig und besonders anzusehen. In dieser letzten Phase ist die Verbindung zwischen dem Neugeborenen und der Mutter sehr eng. Hab Vertrauen in deine Fähigkeit, diese Situation mit Selbstvertrauen anzugehen und bewirke so ein gutes Ende. 

-Vereinigung Spanischer Kinderärzte, Praktische Anleitung für Eltern-

Die letzte Phase der Geburt

Was ist das Wochenbett?

Ist die letzte Phase der Geburt vorbei, so beginnt die Zeit des Wochenbetts. Das ist der Zeitraum, der sich vom Ende der Wehen, bis zur vollen Erholung deines Genitalbereiches und des Wiedereintritts des Menstruationszyklus zieht.

Das dauert zwischen 6 und 8 Wochen. Auch hier können 3 verschieden Phasen unterschieden werden. Die erste Phase ist die des unmittelbaren Wochenbetts. Darunter versteht man die ersten zwei Stunden nach der Geburt.

Die zweite Phase umfasst die ersten 10 Tage nach der Geburt. Es handelt sich um die Zeit des Frühwochenbetts. Danach tritt die letzte Phase des Wochenbetts ein, welche endet, wenn die erste Periode nach der Geburt kommt.

Die letzte Phase dauert manchmal etwas länger; in manchen Fällen kann sie bis zu 6 Monaten dauern, wenn gestillt wird.

In der letzten Phase des Wochenbetts sollte die Mutter von Hebammen überwacht und auch unterstützt werden. Wochenbettbesuche bei denen die Erstversorgung von Krankenschwestern geleistet wird, stellen sicher, dass die Erholung gut verläuft.

Doch es gibt noch mehr…

Nach der Geburt tritt der sogenannte Wochenfluss aus, welcher der normalen Menstruationsblutung ähnelt. Zunächst ist er relativ stark aber er wird mit jedem Tag schwächer.

Der Wochenfluss kann von Beschwerden begleitet sein, wie beispielsweise Schmerzen im Bereich des Damms. Vor allem, wenn die Mutter aufgrund eines Dammschnitts oder wegen anderer Geburtsverletzungen genäht werden musste, kann das der Fall sein.

Junge Mütter können sich auch schwindelig und sehr, sehr müde fühlen. Hier hilft konsequente Ruhe und Erholung.

Auch Bauchschmerzen können auftreten, denn bis die Gebärmutter wieder auf ihre ursprüngliche Größe geschrumpft ist, zieht sie sich immer wieder weiter zusammen.

Einigen Müttern verschafft das Stillen Erleichterung, denn hierbei wird Oxytocin ausgeschüttet. In manchen Fällen jedoch helfen nur schmerzstillende Medikamente. 

Sei nicht nervös. Es braucht Zeit, um sich nach der Geburt an die veränderte Situation anzupassen. 

Geh selbstbewusst an die Situation heran. Mit der Unterstützung deiner Familie und dem Wissen, dass du in der Lage bist mit all den emotionalen, psychischen, gesellschaftlichen und familiären Veränderungen in deinem Leben umzugehen.