Die 7 häufigsten Probleme bei Neugeborenen

· 20. April 2018
Es gibt einige Probleme bei Neugeborenen, die recht häufig auftreten. Wir schauen uns 7 davon genauer an. 

Alle Eltern wünschen sich, dass ihr Kind gesund auf die Welt kommt. Doch auch wenn das der Fall ist, können kurze Zeit später bestimmte Komplikationen und Probleme bei Neugeborenen auftreten.

Weil sie noch so klein sind können Probleme bei Neugeborenen sehr unangenehm und manchmal sogar gefährlich sein.

Es gibt viele Komplikationen, die die Gesundheit eines neu geborenen Babys beeinträchtigen können, ohne jedoch zu einer ernsten Krankheit zu führen. Manchmal bedarf es einer Behandlung mit Medikamenten. Dann ist es wichtig, dass alle Abweichungen vom Normalzustand genau beobachtet werden.

Gelbsucht

Eines der häufigsten Probleme bei Neugeborenen ist Gelbsucht. Schätzungen zufolge tritt sie bei ca. 70% aller Säuglinge auf. Nach bis zu 10 Tagen klingt sie wieder ab.

Gelbsucht kommt für gewöhnlich in den ersten 3 Tagen des Lebens auf. Sie wird durch einen hohen Gehalt an Bilirubin im Blut verursacht, weshalb die gelbliche Verfärbung der Haut als das typischste Symptom gilt.

Schon in den ersten 24 Stunden nach der Geburt kann Gelbsucht auftreten. Sie muss nicht medikamentös behandelt werden und ist in den meisten Fällen nach 7 Tagen abgeklungen.

Fieber

Fieber kann ein ernstes Problem sein, weil es gefährliche Folgen für ein Neugeborenes nach sich ziehen kann. Ein hohes Fieber kann auch ein Hinweis für ein ernsteres Problem sein.

Ein gewisser Temperaturanstieg ist aufgrund der veränderten Umgebung des Babys allerdings normal nach der Geburt.

Diese Art von Fieber kommt in den ersten 3 Lebenstagen auf. Das Baby reguliert seine Körpertemperatur und passt sich an seine neue Umwelt an.

In diesem Fall trinkt es auch weiterhin und bleibt gesund. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist jetzt besonders wichtig. Auch in diesem Fall normalisiert sich der Zustand des Babys nach ein paar Tagen meist von selbst.

Probleme bei Neugeborenen

Ständig wechselnder Schlafrhythmus

Der Schlafrhythmus von Neugeborenen ist noch sehr regelmäßig. Die meiste Zeit des Tages sind ihre Augen geschlossen. Nach dem Essen schlafen sie schnell ein und sind dann auch nicht leicht aus der Ruhe zu bringen.

Abends und nachts dagegen haben Neugeborene üblicherweise Schwierigkeiten einzuschlafen. Genau dann, wenn die Eltern müde sind und ins Bett gehen wollen, werden sie aktiv und sind wach.

Das ist normal, denn so war der Rhythmus des Babys schon im Mutterleib. Tagsüber hat sich die Mutter bewegt, wodurch das Fruchtwasser ins Schaukeln versetzt und das Baby in den Schlaf gewiegt wurde. Doch wenn die Mutter sich dann ruhig verhalten und geschlafen hat, ist das Baby aufgewacht.

Deshalb haben Babys in den ersten Tagen des Lebens noch genau diesen Rhythmus.  

Es dauert ca. 4 Wochen bis sich Babys an das Wachsein tagsüber und das Schlafen nachts gewöhnt haben.

Häufige Probleme bei Neugeborenen

Spucken

Es mag Erstlings-Mütter verunsichern, doch dass Babys spucken ist normal. Fast alle Babys spucken eine Teil der Milch, die sie getrunken haben, wieder aus. Beim Trinken schlucken Babys auch Luft und die muss wieder heraus und da ist es normal, dass immer ein bisschen Milch wieder mit heraus kommt.

Um das zu verhindern, ist es wichtig, dass du deinem Baby dabei hilfst, gleich nach dem Füttern wieder Luft auszustoßen. Doch nicht nur zu viel Luft im Bauch kann zum Spucken führen. Gegebenenfalls ist es ein Zeichen für andere Beschwerden oder gar eine Kolik.

Schwierigkeiten beim Urinieren

Es besteht Anlass zur Sorge wenn ein Baby innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt nicht uriniert. Normalerweise bemerken wir es, wenn ein Baby pinkelt, denn aufgrund der austretenden Flüssigkeit, die Feuchtigkeit verursacht, weint es dann.

Bis zu 10 Mal am Tag uriniert ein Baby. 

Wenn das Baby nur schwach uriniert oder unmittelbar danach wieder wieder etwas ausläuft, dann kann das ein Zeichen für Komplikationen im Bereich der Blase oder der Nieren sein.

Untröstliches Weinen

Während sich neu geborene Babys an ihre neue Umgebung anpassen, ist es ganz normal dass sie sehr viel weinen. Kleinste unangenehme Dinge irritieren sie. Deshalb sollten wir uns immer wieder daran erinnern, dass das Weinen in diesem Stadium wirklich ihre einzige Form der Kommunikation ist.

Das Baby weint wenn es hungrig ist, müde oder wenn es die Windel gewechselt haben möchte. Das alles ist normal.

Wenn das Weinen jedoch einen scharfen und unkontrollierten Ton annimmt, dann sollten wir ernstere Gründe wie Infektionen oder Schwierigkeiten beim Urinieren ausschließen. Du kannst Rat bei deinem Arzt suchen und so auch dich selbst beruhigen.

Probleme bei Neugeborenen

Unregelmäßige Darmaktivitäten

Eltern sind bei dem ersten Kind schnell besorgt was den Stuhlgang ihres Babys angeht. Farbe, Konsistenz, Regelmäßigkeit und alles andere analysieren sie. In den ersten 3 Tagen ist es normal, dass der Stuhl des Kindes schwarz oder grünlich sein kann. 

Es ist auch normal, dass er etwas schleimig ist und das Baby bis zu 8 Mal pro Tag seinen Darm entleert. Es sollte sicher gestellt sein, dass das Kind nicht unter Verstopfung leidet. Ein harter Stuhl und Verstopfung können schmerzhaft und traumatisch sein.

Auf der anderen Seite ist auch ein permanent flüssiger Stuhl nicht normal, wenn Babys ausschließlich gestillt werden.